Beiträge von Wonder2009

    Bei uns kommt da auch ein Hundeführer von der Polizei.

    Die haben (zumindest bei uns) zum Glück ein recht entspanntes Bild, wie sich ein Hund verhalten darf und wann Aggression ein ganz natürliches Verhalten ist.

    Bei uns werden tatsächlich auch mal die Opfer ermahnt, dass sie sich in der Situation völlig falsch verhalten haben.

    Bei uns in der Gegend ist es zur Zeit extrem schlimm mit Beißvorfällen und dem daraus resultierenden Shitstorm, wenn der Artikel in der Zeitung steht.

    Vor ein paar Wochen der DSH, der einen Menschen gebissen hat und dann im Wasser ertränkt wurde, ein Postbote der trotz Warnschild das Grundstück betreten hatte und dem angebundenen Hund zu nahe kam und nun wohlmöglich sogar sein Bein verlieren könnte, eine Frau die von einem Bernhardiner in beide Arme gebissen wurde, ein Mann der mit nem Tandemfahrrad an nem Mali vorbei fuhr und dieser dann zugebissen hatte ...

    Es nimmt gerade kein Ende.

    Und schlimm daran finde ich wirklich die Tatsache, dass ich als Hundehalter immer der gearschte bin, obwohl sich jemand meinem Hund unbefugt genähert hat.

    Wie schaut das eigentlich in anderen Bundesländern nach einem Beißvorfall aus? Überprüft da immer das Ordnungsamt, oder Vet-Amt oder die Polizei selbst den Hund um einzuschätzen, ob der eine Gefahr darstellt?

    Meiner auch :lol:

    Wenn's geht, nenn ich einen B-Hund 'Boogeyman' :p

    Bonadea

    Man sollte Hunde halt im (Hoch-) Sommer nicht stundenlang im Auto lassen ohne nach ihnen zu sehen :kotz:

    Das war doch ein "Unfall" dachte ich :denker:

    Bei uns in der Gruppe ist übrigens Itsys Schwester Inge (oder Ingeborg? das weiß ich net so genau). Diesen Namen finde ich wirklich hässlich.

    Wobei ich mit meiner Arielle auch immer belächelt werde.

    Ich mag so lange Namen überhaupt nicht. Mein Wonder heißt eigentlich Wonderful Boy, sowas ruft doch kein Mensch. Aber der Name stand halt schon fest.

    Arielle und Amber durfte ich mir selbst aussuchen.

    Ich mag einfache Namen, aber doch nicht solche, die gefühlt jeder zweite Hund hat.

    Wie die Zeit vergeht. Arielle ist nun am Montag schon 1 Jahr alt geworden.

    Da kann man schonmal resümieren :D

    Also ich muss zugeben, so als "Malimensch" habe ich gedacht ein Riesenschnauzer wird mir nicht so viele Nerven kosten.

    Aber Arielle ist schon krass, das kam für mich unerwartet. Sie ist im positiven, wie im negativen krass.

    Nehmen wir das positive zuerst:

    Sie arbeitet genial. Sie will so sehr gefallen und macht egal ob Unterordnung, Schutzdienst oder Quatsch einfach nur Fun. Sie ist immer mit 200 % dabei. Auch habe ich erwartet, dass der Riesenschnauzer stur werden würde. Aber Arielle ist das bisher zum Glück überhaupt nicht. Sie ist will einem wirklich gefallen. Die erste Läufigkeit haben wir auch geschafft. Auch hier war sie völlig unbeeindruckt. Manche Hündinnen werden da doch auch mal gern etwas unsicher, oder man kann sie nicht ableinen, weil sie dann abhauen oder so. Alles kein Problem. Im Alltag ist sie sehr selbstbewusst. Man kann sie überall mit hinnehmen, sie hat vor absolut nix Angst und steht allem offen gegenüber. Menschen mag sie und ist sehr freundlich.

    Meine Erwartungshaltung war ein nicht ganz so hochtriebiger, deutlich sturerer und fremden gegenüber etwas reservierterer Hund. Das ist sie alles überhaupt nicht, das mag ich so an ihr.

    Aber sie hat auch negative Seiten, die denke ich mal auch die Leistungslinie mitbringen und die man nicht leugnen sollte. Bereits mit 12 Wochen hatte sie sich mit meinem Zwergschnauzer auf eine Beißerei eingelassen, weil er ihr die Meinung geigen wollte. Sie hat absolut keinen Respekt vor Hunden, die entweder klein sind oder mental eher schwach. Da macht sie auch sofort ernst. Ich gehe regelmäßig mit anderen Hunden zusammen spazieren. Hier ist von Anfang an aufgefallen, dass Arielle kein Spieler ist mit anderen Hunden. Das macht sie ausschließlich mit meiner Amber. Aber alle anderen werden weitestgehend ignoriert. Selbstbewusste Rüden mag sie recht gern, da benimmt sie sich ganz anders. Aber alle anderen sind halt einfach da. Sie ist da kein Raufer. Aber wenn sie du ein bisschen doof angemacht wird, dann knallt es und zwar so richtig mit Löcher machen und so. Deshalb läuft sie immer mit Maulkorb in der Hundegruppe. So lernt sie immer weiter, die anderen zu ignorieren und auch mal einem Streit aus dem Weg zu gehen. Aber sie wird andere Hunde nie mega klasse finden. Mit Amber geht es auch nur so gut, weil Amber absolut unterwürfig ist und niemals nicht einen Streit mit Arielle anfängt. Dennoch werde ich die beiden über kurz oder lang trennen müssen, wen ich nicht daheim bin. Mir ist nämlich aufgefallen, dass Arielle keinen Ausschalter hat, wenn sie im Raufmodus ist. Dann dreht sie einfach hohl und hört nimmer auf, obwohl der andere Hund sich garnicht wehrt.

    Auch mit mir gab es eine Zeit lang ziemliche Probleme. Mit einem halben Jahr etwa haben wir eine recht heftige Diskussion gehabt. Ich war froh, dass ich eine dicke Winterjacke an hatte. So hatte ich nur einen blauen Arm. Auch hier war sie richtig in einer Wut drin und garnimmer ansprechbar. Durch ganz klare Regeln im Alltag und ganz viel Training haben wir das hinbekommen. Aktuell scheint sie mich wirklich ernst zu nehmen, aber ich erwarte, dass wir das wohl immer mal ausdiskutieren müssen.

    Stark gebessert hat sich bisher ihr innere Unruhe. Ich hoffe mal, dass es nicht nur die Temperaturen sind. Seit ein paar Wochen kann Arielle ohne Box schlafen. Sie musste sonst immer zum schlafen in eine Box gesperrt werden. Sie war immer Nachts in einer Box und tagsüber, wenn sie mal Ruhe halten sollte auch. Also nachdem füttern, oder wenn ich putzend durchs Haus wusele und keinen Hund dabei gebrauchen kann. Jetzt war sie seit nem knappen Monat nicht mehr in der Box. Zum schlafen geht sie freiwillig rein, außer es ist wie jetzt zu warm. Sie mag ihre Boxen also sehr gern. Aber ich bin wirklich froh, dass sie jetzt auch mal einfach so rumliegen kann, dass war noch vor ein paar Wochen nicht möglich. Eine so extreme innere Unruhe habe ich auch bei den Malis noch nicht erlebt. Aber es scheint ja jetzt besser zu werden.

    Alles in allem ist Arielle ganz anders, als ich es erwartet habe. Aber sie ist genau richtig so wie sie ist. Sie ist absolut kein Selbstläufer und kein Anfängerhund. Aber ich denke in ein paar Jahren lache ich über meine Problemchen aus dem Pflegelalter.

    Ach wie niedlich.

    Ich hatte bissl Zeit und hab in alten Threads herumgelesen.

    Süß, wie ich damals nach nem Mali gesucht habe und wie naiv ich war.

    Aber ich kann nach 7 Jahren sagen, dass es die absolut richtige Entscheidung war, mir einen Mali zuzulegen.

    Aber schon krass, wie man sich mit so einem Hund ändert.

    Damals noch das kleine Mädel, was bissl THS macht mitm Zwerg. Und heute mache ich immernoch THS, fahre aber auch unzählige KM für Mondioring, habe meine eigene Gruppe aufgebaut ...

    Da musste ich grad einfach ein bissl schmunzeln.

    Hier leben zwei Hündinnen, ein Malinois und ein Riesenschnauzer aus Leistungszucht.

    Beide werden sowohl im Turnierhundesport als auch im Mondioring ausgebildet und zumindest die Amber läuft auch Prüfungen. Arielle ist noch zu jung. Aber auch hier wird definitiv mit Prüfungsambitionen trainiert. Dazu geht es 4 mal die Woche auf den Hundeplatz (2 mal THS, 2 mal Mondio).

    Die restliche Zeit ist Alltag und diese Zeit ist mir sehr wichtig. Ich möchte meine Hunde gern mitnehmen können. Sie können mit in die Stadt in die Eisdiele kommen, mit ins Restaurant usw. Nur weil sie Gebrauchshunde sind, heißt das für mich keines, dass sie wenig Kontakt zur Außenwelt bekommen. Auch gehe ich regelmäßig mehrmals die Woche mit Freunden vom Hundeplatz mit anderen Hunden zusammen spazieren. Dabei kann auch mal wild getobt werden. Arielle und Amber sind nicht unbedingt hundewiesentauglich, aber ein gesundes Maß an Sozialverhalten ist mir wichtig. In dieser besagten Gruppe spielt es auch keine weitere Rolle, ob da Rüden oder Hündinnen dazu kommen. Das ist bunt gemischt.

    Daheim herrscht Ruhe (OK, Arielle muss das mit der Ruhe noch lernen). Zuhause wird nicht großartig herumgetobt, gespielt, genervt, sondern die Hunde sollen sich ruhig verhalten, auch wenn Besuch kommt. Mit Amber ist das alles kein Problem, Arielle lernt das noch.

    Alles in Allem sind meine beiden zwar Gebrauchshunde, aber im Alltag fallen sie nicht weiter auf. Da sind es einfach nur Hunde (solange sie ausgelastet sind).

    Mit Amber möchte ich gern auf die deutsche Meisterschaft im THS im Vierkampf. Letztes Jahr hatten wir die Quali geschafft, aber sie hatte sich dann den Fuß gebrochen und wir konnten somit garnicht trainieren. Da habe ich lieber abgesagt. Im Mondioring möchten wir allen beweisen, dass die kleine Maus eine Cat 2 bestehen kann.

    Arielle soll erstmal erwachsen werden. Genaue Ziele habe ich da noch nicht. Aber irgendwann soll sie mal im Mondioring der (vorerst) einzige aktive Riesenschnauzer werden. Voll die Exotin, die kleine Maus.