Mein Wonder ist ein Hund, bei dem Tierärzte diesen Verdacht auch geäußert haben.
Ich habe das aber nie weiter checken lassen, weil ich einfach damit gelebt habe und es ihn kaum eingeschränkt hat.
Wonder war aber wirklich von Anfang an anders als die anderen.
Er hat quasi nicht kommuniziert. Wonder hatte keine wirkliche Körpersprache.
Wonder freut sich: das Schwänzle steht still
Wonder hat Angst: Das Schwänzle steht still in die Höhe
Wonder will schmusen: das zeigt er nur durch "erlerntes Verhalten" wie Pfötchen geben
.
.
.
Wonder ist immer einfach nur da, zeigt aber keine wirkliche Kommunikation zu Menschen und Hunden.
Klingt erstmal nicht so tragisch, ist aber dennoch irgendwie anstrengend.
Wonder kann man über Stunden alleine lassen und seine Reaktion wenn man nach Hause kommt: nix
Andere Hunde können Wonder drohen, dass sie ihn gleich vermöbeln: seine Reaktion: nix
Man musste sich daran gewöhnen. Ich habe über die Jahre gelernt, an kleinsten Veränderungen bei ihm zu sehen, woran er wirklich Freude hat, was ihm Spaß macht, was ihm Angst macht um ihm ein schönes Leben zu bereiten. Als Außenstehender konnte man das fast nicht sehen.
Wonder hat auch andere Hunde nicht verstanden. Ein drohender, Zähnefletschender Hund ist für Wonder kein Grund, da nicht hinzugehen. Nicht weil er Stress sucht, sondern weil er das garnicht bemerkt.
Das waren jetzt ein paar Beispiele die zeigen, dass Wonder nicht kommunizieren konnte.
Er hätte Chancen gehabt es zu lernen, hatte viel Kontakt zu anderen Hunden. Aber das war wirklich von Anfang an so.
Alles hat sich aber verändert, als Amber eingezogen ist. Sie ist das volle Gegenteil zu ihm.
Sie kommuniziert sehr deutlich, zeigt Freude, Angst, Aggression usw. malitypisch sehr extrem.
Anfangs hat Wonder sie zusammen gefalten, wenn sie sich gefreut hat. Ich denke er hat einfach nicht verstanden warum.
Aber scheinbar hat er irgendwie gemerkt, dass sie mit dieser Freude, wenn ich heim komme Aufmerksamkeit erregt und hat es sich abgeschaut.
Plötzlich kam er auch zur Türe und hat sich gefreut, wenn ich heim gekommen bin.
Er hat angefangen auf andere Menschen freundlich zuzugehen.
Er hat angefangen richtig zu spielen mit Amber.
Ich glaube er war schon 5 Jahre, als ich das erste Mal gesehen habe, dass er das erste Mal Schwänzle gewedelt hat.
Allerdings hat Wonder auch eine Begabung. Dies hat den verdacht auf eine Form von Autismus verstärkt.
Wonder lernt extrem schnell. Ich meine nicht dieses "selbstständige" lernen im Alltag. Das kann er nicht, da macht er die selben Fehler immer wieder.
Aber will man ihm etwas beibringen, hat er es nach kurzen Trainingseinheiten schon drauf und ist gelangweilt.
Alle anderen Hunde, mit denen wir bisher verglichen hatten, haben für sämtliche Tricks immer länger gebraucht, bis sie es verstanden hatten.
Da ist er einfach sehr begabt.
Aber ich denke eben auch jede Form von Autismus äußert sich anders.
Aber ob sie sich ausschließlich in Angst äußert in bestimmten Situationen, kann man auf die Ferne nicht sagen.
Aber wenn das ganze erst spät auftritt und in einer fremden Umgebung nicht so ist, spricht es eher nicht dafür.
Wonder hat seine Defizite überall.