Beiträge von Wonder2009

    Hier wohnt ja auch ein Riesenschnauzermädel, sie wird Ende Juni 2 Jahr alt.

    Auch Arielle ist ein absoluter Spätentwickler. Das ist schon heftig, wenn man sonst mit Malis arbeitet, die ja sehr früh schon denken, sie seien erwachsen.

    Im Alltag ist Arielle teilweise schwierig. Mit Menschen ist sie übermäßig freundlich. Eher so wie ein Labbi. Sie freut sich über jeden, egal ob draußen, oder bei mir daheim zu Besuch.

    Von Ernsthaftigkeit oder distanziertem Verhalten keine Spur, sie mag am liebsten mit jedem schmusen oder spielen.

    Mit Hunden ist sie schwierig. Sie kann mit bekannten Hunden frei laufen, allerdings immer mit Maulkorb gesichert, da sie quasi keine Zündschnur hat. Motzt sie jemand an, dann schaltet sie sofort um.

    Arielle selbst braucht andere Hunde nicht wirklich. Sie ignoriert sie und läuft halt so mit.

    Fremde Hunde gehen erstmal garnicht. Da braucht es eine Runde ruhiges kennen lernen und nebenher gehen, dann gehts.

    Dann fällt sie irgendwann in ihren Ignoriermodus. Ich denke das wird mit zunehmendem Alter und Reife und Gehorsam besser.

    Allgemein ist sie mit Hunden eher unsicher und geht halt da lieber nach vorn, als zurück. Da arbeiten wir dran.

    Allgemein ist Arielle voll der Clown. Körperlich wird sie langsam etwas angenehmer.

    Noch vor einem halben jahr ist sie mir im Haus gegen jede Tür gerannt um zu schauen, ob die zu ist. Sie ist generell nur gerannt. Langsam machen ging nicht.

    Ganz so körperlich ist sie nimmer. Aber man merkt zum Mali da deutliche Unterschiede. Die Ambi ist sehr vorsichtig und Arielle eher das Modell Abrissbirne.

    Was ich witzig finde, so aktiv Arielle auch ist, sie ist der totale Langschläfer. Sie hasst es früh aufzustehen, wenn es noch dunkel ist und macht das auch erstmal nur widerwillig.

    Im Sport ist Arielle ein Traum, das habe ich so nicht erwartet. In meinen beiden Sportarten sind Riesenschnauzer eher Exoten. Aber sie zeigt sich mega gut und steht Malis in nix nach.

    Man muss aber auch dazu sagen,. dass Arielle aus einer Leistungszucht stammt. Sie hat mega viel Beutetrieb, auch die Aggression entwickelt sich so langsam. Für wirklich ernsthafte Arbeit braucht sie aber noch ein bisschen, im Moment findet sie Schutzdienst einfach nur lustig. Das ist aber auch gut so, das mag ich.

    Von der Größe her kann Arielle mit eueren nicht mithalten.

    Sie ist 60 cm hoch und 24 kg leicht.

    Ich denke aber, dass ist der Leistungslinie geschuldet, dass sie etwas schmaler gebaut ist.

    Ich mag das so, weil ich sonst bei den Sprüngen Bedenken hätte, dass ein zu schwerer Hund das nicht schafft.

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    P.S. Nein der Bart ist nicht verschnitten, sie hat nicht mehr Fell :smile:

    Langsam würden mich auch deine Ziele im THS interessieren. Peilst du den Sieg auf der VDH DM an, oder eher einfach überregional starten?

    Was die Größe angeht: klar ist man mit nem Zwerg im Nachteil. Aber ich bin mit meinem Zwergschnauzer jedes Jahr (6 Jahre lang) auf der Bayerischen Meisterschaft und 2x auf der dhv DM gestartet im Vierkampf (in der Altersklasse 19w, also mit die stärkste). Also ich würde jetzt nicht sagen, dass man nen kleinen Hund nicht auch hoch im THS führen kann. Gewinnen tut man da dann nicht, dass sollte klar sein. Aber man ist immer Sieger der Herzen. Kaum ein Hund wurde vom Publikum immer so angefeuert, wie der Wonder.

    Und man kann auch mit einer eher sturen Rasse (und Wonder ist echt stur!!!) gute Unterordnungen laufen. Ich müsste nachgucken, aber von den unzähligen Prüfungen sind es nicht mehr als 5, wo es mal weniger als 55 Punkte gab. Dafür braucht es nun weiß Gott keinen Spezialisten! Das bekommt man mit den meisten Hunden hin, wenn man ein Händchen hat dafür. Und hat man das nicht, wird’s auch nix mit Mali und Co.

    Ich kann irgendwie bezüglich Malis / Gebrauchshunden generell die Finger nicht still halten.


    Vor 8 Jahren stand ich da, wo du jetzt bist. Mein Ersthund war toll, aber mir irgendwie zu easy. Das ist nicht abwertend gemeint. Ich liebe meinen Wondi und er ist der weltbeste kleine Zwerg der Welt. Aber ich war so vernarrt in Malis, dass ich mir einen angeschafft habe. Natürlich habe ich mich vorher informiert und Malis im privaten Umfeld kennen gelernt.

    Ich hatte damals auch vor, THS mit meinem Mali zu betreiben und tu dies bis heute. Auf einer dhv DM vor 7 Jahren habe ich eine CSC Mannschaft nur aus Malis gesehen. WOW. Ich war sehr beeindruckt. Die haben funktioniert wie wahnsinnig schnelle und flinke Maschinen. Was mich aber wunderte: alle 3 Hundeführer haben so etwa 2 m vor dem Ziel schon begonnen sich die Leinen vom Leib zu reißen um sie schnell ins Maul vom Mali zu stopfen. Diese haben wahnsinnig geschüttelt. Das habe ich bei keinen anderen Hunden so extrem gesehen, wie bei den Malis damals und habe mich gewundert warum die das so tun. Mit meinem eigenen Mali war ich noch nicht so weit, da hatte ich keine Erfahrung.
    Im Nachhinein: die mussten gewaltigen Frust aushalten und wieder abbauen. Sehr oft sehe ich das bei meiner Ambi. Im THS läuft so ein hochtouriger Hund wie ein Mali nur mit angezogener Handbremse. Es gibt sicher welche, die können das aushalten. Es gibt einige, die ganz oben laufen. Aber es gibt noch viel mehr, die daran gescheitert sind. Sehr oft entladen sich Malis vor allem in der Prüfung nicht nur an der Leine, sondern auch am Hundeführer, oder eben einem Hund der zu nah steht.

    Mal eine ernst gemeinte Frage: Warum kaufe ich mir einen Ferrari, wenn ich nur mit 50 durch die Stadt fahren will?
    Meine Mali Hündin ist jetzt 7, fast 8. Sie wird so langsam etwas entspannter. Aber diese Situationen, wie sie Murmelchen beschrieben hat, kommen sehr häufig vor, vor allem bei kleinen Prüfungen. So manchem Mali haut es da die Sicherungen raus. Außerdem hat man gerade auf den kleinen Prüfungen viele Lieschen Müllers, in deren rosaroter Welt es keine bösen Hunde gibt. Oder Kinder, die ihren und andere Hunde kaum einschätzen können. Es bedeutet viel Management, dass dann eben dennoch nie ein Hund mal einfach hallo sagen kommt. Teilweise sind die Parkplätze so weit weg, dass der Hund mehr oder weniger den ganzen Tag mit dabei ist. Und den ganzen Tag auf einer Terrasse oder ähnliches mit einem unverträglichen Hund, das muss man wollen vom Management her. Freilich geht das. Aber THS ist ein Sport, der zu 95% von freundlichen Familienhunden ausgeübt wird. Dies ist auch auf hohem Niveau noch so. Dementsprechend hat man es auch mehr mit diesem Typ Hundehalter zu tun.

    Mein Fazit: THS mit Gebrauchshunden ist möglich. Aber ich würde es mir nicht antun, wenn ich diese Art von Hunden wegen dem Mondioring brauch. Wollte ich „nur“ THS machen, würde hier eine eher nette und dennoch arbeitsbereite Rasse einziehen.

    Geht man von vornherein davon aus, dass der Hund ein schwer herrzustellendes, teures Medikament benötigt? Geht man von 6 - 7.000 Euro im Monat aus?

    Also 6 bis 7.000 pro Monat ist dann doch sehr hoch gegriffen. Das können die wenigsten stämmen.

    Aber wenn ich mir schon en etwas spezielleres Futter nicht leisten kann, oder bei einer Tierarztbehandlung von 500€ völlig blank bin, dann sollte ich meine Hundehaltung überdenken.

    Kein Mensch braucht Hunde zum leben

    Ich habe Anju definitiv gebraucht und nein, sie ist kein Assistenzhund. Pauschalisiere das also bitte nicht so, du steckst doch gar nicht in allen Menschen drin.

    Ich weiß nicht wie es jetzt wäre. Ich kann mir ein Leben ohne Hund so gar nicht vorstellen, aber ich denke wenn es wirklich sein müsste, würde ich es jetzt auch ohne Hund schaffen. Anju hat mir wortwörtlich zurück ins Leben geholfen, auch wenn das für die meisten Menschen gar nicht nachvollziehbar ist.

    Wenn ich dann der Meinung bin, einen Hund zu brauchen, muss ich auch sicherstellen, dass ich es mir leisten kann, seine Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Der Hund hat keine Wahl, ob er uns Menschen helfen will oder nicht. Er wird angeschafft. Und deshalb habe ich als Mensch die Verantwortung, diesem Hund auch finanziell gerecht zu werden.

    Kann ich das nicht … so hart es klingt … muss ich wohl andere Hilfe in Anspruch nehmen.

    Meine Freundin hatte mal einen DSH. Das war so ein Bauernhofhund einer älteren Frau. Dem Hund geht es dort auch net schlecht. Diesen Hund hat sich meine Freundin ausgeliehen für den Hundeplatz. Sie hat mit ihm dort trainiert und ist auch Prüfungen gelaufen. Auch zum spazieren gehen vor allem am Wochenende hat sie ihn immer mitgenommen.

    Zu Hause bei seinem Frauchen wurde er gut verwöhnt. Nur eben spazieren ist sie nicht gegangen und hat ihn auch nicht beschäftigen können. Er hatte seinen Hof.

    Ich denke für den Hund war das eine gute Lösung. Nun ist er mittlerweile ein alter Knabe und will nimmer spazieren gehen.

    Ich selbst könnte mir das mit meinen Hunden auch nicht vorstellen. Aber es gibt gerade auf dem Land sicher viele Haushalte, da lebt ein Hund einfach weil da halt alle einen haben, ohne Beschäftigung. Für solche Hunde ist das sicher nicht verkehrt.

    So hart es klingt: Hunde sind Luxus. Kein Mensch braucht Hunde zum leben (ich meine keine Assitenzhunde o.ä.).

    Das gilt für Haustiere generell.

    Also gilt: wenn es bei der Anschaffung des Hundes absehbar ist, dass man sich das ganze eigentlich nicht leisten kann, dann sollte man es auch lassen. Rutscht man in eine solche Situation, dann muss man sehen, ob man es irgendwie gewuppt bekommt. Ist dies aber nicht der Fall, dann muss man sich diese Frage ganz klar stellen: Werde ich meinem Hund gerecht?

    Da ich jetzt auch nicht immer mega Rücklagen habe, habe ich für beide Hunde eine OP Versicherung abgeschlossen. Damit habe ich einen großen Kostenfaktor erschlagen, der auf mich zukommen kann.

    Aber ich denke grundsätzlich: man muss sich einen Hund leisten können ...

    Ich denke es kommt immer auch auf die Einstellung des Menschen an.

    Von vielen liest man ja, dass sie quasi nach einem Vollzeit Arbeitstag keine Zeit / Lust mehr haben sich noch ausgiebig mit dem Hund zu beschäftigen.

    Es gibt aber auch Menschen, die müssen nicht um 18:30 auf dem Sofa hocken. Es gibt Menschen, die gehen auch bei ekeligem Wetter und in der Dunkelheit viel raus und versuchen das beste draus zu machen.

    Mein Tag sieht so aus, dass wir etwa um 4 aufstehen und eine Runde spazieren gehen. Da wird auch gespielt. Um 6 beginnt mein Arbeitstag. um 15:30 habe ich dann Feierabend. Dann habe ich noch bis abends um 9 oder 10 oder manchmal auch 11 bis ich schlafen gehe. Da kann ich mich ausgiebigst mit den Mädels beschäftigen. Ich verzichte halt auf ein aufwendiges Leben neben meinen Hunden. Meine Hunde sind mein Leben :)

    Ach und bevor einer schreit. Ja ich muss auch einkaufen gehen (schnell nach der Arbeit) und ja ich habe auch ein Haus mit Garten, was ich unterhalten muss. Aber das geht prima nebenher ;) alles eine Sache der Organisation und des Wollens.

    Allerdings freu ich mich jetzt dann auch, wenn ich viel mehr im Homeoffice arbeiten kann. Die Hunde sind nicht so lang allein. Aber sonderlich entzerren tut es den Tag nun auch nicht.

    Wenn dein Herz sagt du willst einen zweiten Hund, dann mach es. Eure Situation ist OK.

    Ja deine Hündin ist noch jung.

    Du kannst am besten entscheiden, wie easy sie im Alltag ist.

    Eines gebe ich zu Bedenken.

    Ich kenne jemanden, bei dem es mit zwei Hündinnen nur bedingt funktioniert und zwar mich selbst. Meine alte Hündin hat mit anderen Hündinnen kein Problem, drum dachte ich, es wird schon klappen.

    Die kleine ist etwas anders drauf und es hat schon geknallt. Ich muss die beiden nicht trennen, aber wohl organisieren.

    Im Nachhinein finde ich die Kombination Rüde / Hündin harmonischer.

    Einen Welpen zu suchen, der das Gegenteil von deiner Hündin ist, finde ich einen wichtigen Tipp. So ergänzen sie sich gut. Bei meinen ist auch Arielle die explosive und Ambi ihr Ruhepol.

    Und die Sache mit der Erziehung: Man sollte sich nie darauf verlassen, dass der Ersthund die Erziehung vom Zweithund übernimmt. Es kann gut gehen. Wonder hat meine Amber prima erzogen. Amber hat allerdings Arielle nur Blödsinn beigebracht und ich hatte zweitweise das Gefühl, ich hatte 2 Welpen im Haus. Und Amber war schon 6 Jahre als Arielle einzog.

    Also lange Rede kurzer Sinn: Mach es :)