Arielle hat gestern ihren 2. Geburtstag gefeiert.
Ich trau es mir kaum zu sagen, aber im Moment läuft es echt gut.
Wer Arielles Leben etwas verfolgt hat, weiß ja, dass dieser Hund in so ziemlich jeder Hinsicht etwas verhaltensoriginell ist.
Hier ein kleiner Rückblick:
1. Stress beim Gassi
Arielle konnte nicht normal spazieren gehen. Sie konnte nur rennen. Dabei hat sie nicht viel wahr genommen und sich nicht gelöst. Sie ist nur im Vollsprint gerannt. Gehört hat sie, aber sobald ich sie freigegeben habe, war sie wieder gute 2 bis 300 m weg von mir. Wir haben viel an der Schleppleine oder Flexi geübt. Es gab keinen Freilauf mehr, wo sie nur noch rennen durfte. Spaziergänge sollten möglichst langweilig sein. Denn wir hatten auch das Problem, dass die Erwartungshaltung auf den Spaziergang so groß war, dass sie beim losgehen die ersten Minuten nur geschrien hat.
Jetzt muss sie immernoch an der Leine laufen (sie hat sehr starken Jagttrieb). Aber dabei schaltet sie ab, trödelt vor sich hin, schnüffelt hier und dort. Beim losgehen zum gassi ist sie nervös und fiept, schreit aber nicht mehr.
Damit sie sich auch körperlich mal auspowern kann, gehen wir laufen oder radeln. Dabei ist Arielle im Zug. Das darf ich aber nur maximal einmal die Woche tun, weil sie sonst quasi süchtig danach wird. Hier bellt sie lautsark, sobald man ihr das Geschirr anzieht. Aber immerhin hört sie mir dennoch zu. Im Moment gibt es keine Korrektur, die für mich noch vertretbar ist, damit sie aufhört zu bellen. Auch das ganze aussitzen lassen, bringt nix. Sie bellt sich dann ein. Daher lag der Fokus erstmal darauf, dass sie Kommandos dann eben bellend annimmt und ausführt. Das wird langsam immer besser. Beim laufen selber ist sie dann immer Vollgas, dabei aber sehr gut im Gehorsam.
2. Stress daheim
Analog zum Gassi ist Arielle daheim nicht zur Ruhe gekommen. Sie hat Amber in einer Tour genervt. Manchmal auch mich.
Geschlafen wurde nur in der Box. Nun konnten wir alle Boxen aus der Wohnung verbannen. Arielle schläft nachts brav im Körbchen. Sie ist voll der Langschläfer geworden. Vor um 9 wird sie von allein net wach. Auch tagsüber döst sie viel vor sich hin und ist im Haus sehr angenehm und extrem verschmust geworden. Da haben wir garkeine Probleme mehr.
3. Unverträglichkeit mit anderen Hunden
Arielle ist nach wie vor nicht so nett zu Hunden. Ambi aber auch nicht.
Gesichert mit einem Maulkorb läuft Arielle mindestens einmal die Woche mit anderen Hunden spazieren. Dabei sind Rüden und Hündinnen. Sie ignoriert alles weg. Mit vereinzelten Rüden spielt sie sogar mal (wenn Ambi nicht dabei ist). Grundsätzlich hat sie da aber kaum Interesse dran. Hunde sind ihr eher unheimlich
4. Beißereien daheim
Ambi und Arielle hatten ja ihr Phase, in der Arielle ohne Vorwarnung auf Amber losgegangen ist. Da haben wir keine Probleme mehr. Beide spielen, schmusen miteinander. Zu dynamisches Spiel unterbinde ich allerdings, weil ich Angst habe, dass es kippen kann. Rennspiele draußen gibt es nicht. Beim allein bleiben sind die Mädels getrennt, aber wenn ich daheim bin, sind sie immer zusammen. Sie liegen oft zusammen im Körbchen.
Ich glaube das wars mit unseren Baustellen (waren ja auch genug).
Aber jetzt läuft es echt prima.
Im Sport lief es ja schon immer gut. Da ist sie ein Streber.
Ich bin gespannt, wie sie sich in den nächsten Jahren so entwickelt, die kleine Maus.