Beiträge von Wonder2009

    Finde den Vergleich mit den Menschen nicht wirklich brauchbar. Wir Menschen haben nun einmal Moralvorstellungen, können richtig von falsch unterscheiden und handeln nicht nur nach Instinkt, so wie Hunde. Würden wir nur unseren Instinkten folgen, würde es bestimmt noch viel mehr Mord und Totschlag geben.

    Ein Mensch kann bestraft werden, wenn er jemanden tötet, aber selbst hier gilt das Gesetz der Notwehr. Ein Hund unterscheidet moralisch nicht zwischen beißen und totbeißen. Hunde wehren sich, in diesem Fall unverhältnismäßig extrem, aber sie denken nicht darüber nach ob das moralisch falsch war oder nicht.

    Ich sehe was du mit dem Vergleich sagen willst, findet aber es hinkt gewaltig, einfach wegen des Ausmaßes an Gedanken die Menschen formen können und aufgrund dessen sie Entscheidungen treffen. Das ist mehr als Instinkt.

    Und die Auflagen werden daher dem Halter der Hunde auferlegt, damit er merkt, dass ungesichert eine falsche Entscheidung war.

    Ähm das ist schlicht nicht richtig.

    Die Auflagen bekommen die Hunde. Und es können je nach Gegebenheiten verschiedene Hunde im Haushalt verschiedene oder teils garkeine Auflagen haben.

    Viele von euch erwähnten, dass das ganze eine vorläufige Maßnahme wäre.

    Kann mir jemand vielleicht grob sagen, womit die Dame im schlimmsten Fall rechnen müsste, wenn die Gegenseite recht bekäme? Hier ginge es rechtlich doch hoffentlich noch nicht bis zum Mittel der Euthanasie, oder? In Österreich sind die Behörden, was das betrifft, oft sehr schnell, deshalb frage ich.

    Ich denke bis zur Euthanasie oder auch, dass der Hund weggenommen wird, müssten die Hunde öfter auffällig werden.

    Aber was bei mir damals im Raum stand, war die Auflage, nur noch mit den Hunden einzeln zu gehen. Sowas kann ja immernoch kommen.

    Ich muss gestehen, ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen.

    Aber ich habe leider schon etwas ähnliches erlebt.

    Ich war mit meinen Mädels an der Leine spazieren, als ein deutlich kleinerer Hund (rund 10 bis 12 kg) zu uns gerannt kam.

    Man muss dazu sagen, dass die Mädels diesen Hund schon etwas aufgeschrieben hatten, weil der immer an der Leine giftet.

    An diesem Tag kam alles doofe zusammen.

    Ich erhielt gerade einen wichtigen Anruf von der Arbeit, war dadurch abgelenkt.

    Der Boden war schmierig vom Regen.

    Der Hund kam auf uns zu, die Mädels haben kurz an der Leine gezogen, ich bin auf dem Boden ausgerutscht.

    Die Mädels hatten keinen Maulkorb drauf, da sie bis dahin noch nie gebissen hatten.

    Arielle hatte zu dem Zeitpunkt manchmal etwas Ärger und hat bei Runden zusammen mit anderen Hunden Mauli getragen, damit ich sie entspannt frei mit laufen lassen konnte. Aber wenn ich allein unterwegs war, hatte sie keinen Mauli drauf. Ich wollte eh nur kurz Gassi an der Leine. Und wie gesagt, sie hatte noch nie gebissen. Ambi hatte garkeinen Mauli, weil sie noch nie Probleme hatte.

    Naja der Rest war Dynamik und wir hatten ne Beißerei.

    Der andere Hund hat überlebt! Ich konnte meine Mädels trennen (der Hund war ja außerdem deutlich kleiner, als meine).

    Also ist es dann doch deutlich glimpflicher ausgegangen, als bei dir.

    Ich habe Auflagen bekommen (Maulkorbpflicht). Eine Leinenpflicht gab es nicht, weil der Vorfall mit Leine nicht hätte verhindert werden können. So war die Begründung.

    Ausschlaggebend war die Verteilung der Verletzungen. Meine Hunde hatten nix, der andere war schon schwer verletzt (das Fell hatte sich recht großflächig von der Haut gelöst). Der Punkt ist ja ähnlich wie bei dir. Also es ist nicht ausschlaggebend, wer wen als erstes angegriffen hat, sondern wer die schlimmsten Verletzungen zugefügt hat. Und das ist ja auch grundsätzlich nachvollziehbar und richtig so.

    Ich habe nach dem Bescheid mit einem befreundeten Diensthundeführer gesprochen. Wir haben mit einem Gutachter telefoniert, der diese offiziellen Wesenstests durchführt. Der hat gemeint, ich könne das Urteil anfechten, aber das macht nur Sinn, wenn man freiwillig einen solchen Wesenstest macht. Ohne Wesenstest kann ein Anwalt nicht viel ändern. Man muss ja nachweisen, dass der Hund nicht gesteigert aggressiv ist. So ein Wesenstest kostet aber pro Hund gut 4 stellig. Die Hunde werden dabei auch im Rudel begutachtet, um die Rudeldynamik zu testen. Und sind wir ehrlich. Die wenigsten Malis werden einen solchen Test einfach bestehen, schon garnicht in der Gruppe. Dafür reagieren sie zu schnell mit "nach vorn gehen". Und selbst mit positivem Wesenstest muss das OA die Maulkorbpflicht nicht fallen lassen.

    Ich hatte in meinem OA Bescheid stehen, dass ich gern persönlich Stellung nehmen kann. Habe ich gemacht. Der OA Mitarbeiter war positiv überrascht. Ich wurde wohl sehr sehr schlecht gemacht, wie verantwortungslos ich wäre usw. Ich habe ihm glaubhaft versichern können, dass ich weiß, was ich da für Hunde führe, dass ich nicht fahrlässig gehandelt habe und dass es so doof es klingt ... irgendwie eine Verkettung ungünstiger Umstände war.

    Ich habe ihm alles aufgezählt, was ich ab da geändert habe:

    - keine Telefonate, bzw immer Airpods dabei, damit ich immer beide Hände frei habe

    - keine Flexileine

    - ich habe meine Gassirunde dorthin verlegt, wo sonst keiner geht und nicht im hochfrequentierten Stadtrand

    - ich habe mir selbständig einen Hundetrainer gesucht

    Das hatte ihn überzeugt, die Maulkorbpflicht aufzuweiten.

    Meine Hunde dürfen im Training und auf Wettkämpfen ohne Mauli sein.

    Und die Maulkorbpflicht entfällt, wenn ich bebaute Gebiete 500 m verlassen habe und niemand in der Nähe ist.

    Des weiteren habe ich die Option, wenn nix mehr passiert und meine Hunde unauffällig sind, dass diese Maulkorbpflicht nach ein paar Jahren wieder aufgehoben wird.

    Damit kann ich ganz gut leben. Arielle trägt eh sehr oft einen Mauli. Und ich arbeite massiv an meinem Problem.

    Von daher mein Fazit: Meine Hunde haben Auflagen bekommen, obwohl sie bei weitem nicht so massiv verletzt haben, wie deine. Ich denke die Auflagen gegen die zwei erwachsenen sind so OK. Dass alle Hunde eines Hausstandes Auflagen bekommen, auch wenn sie nicht dabei waren, stimmt so nicht. Ich selbst kenne einen Fall, wo es definitiv nicht so war.

    Dir zu etwas raten kann ich nicht. Außer: reflektiere für dich genau, ob du die Situation nicht sehr verharmlost in deiner Erinnerung. Wie hättest du dich besser verhalten können, was waren deine Fehler. Und genau das änderst du.

    Bei rechtlichen Schritten musst du halt sehen, ob du so viel Geld investieren willst. Weil wie meine Vorschreiber schon sagen: eigentlich solltest im eigenen Interesse nen mauli drauf tun.

    Als ich angefangen habe, nach Puls zu laufen, war ich irgendwo bei einer hohen 6er Pace.

    Meine Freundin hat aber auch bei einer 8er pace angefangen. Und hat sich schon deutlich verbessert.

    Man muss ja net zwingend bei nem extrem niedrigen Puls laufen. Ich hab den Tipp nur gegeben, weil ich das Gefühl hab, dass der ein oder andere unmotiviert war, weil die Pace nicht schneller wird.

    Was ich an meinem Trainingsplan gemerkt hab: es gibt entweder langsame Läufe nach Puls, oder richtiges Kraft - Ballern. Aber es gibt nie lange Läufe in nem hohen Pulsbereich.

    Aber ich muss zugeben, das Training im Moment ist echt hart. Ich befürchte bei meinem Lauf am Sonntag wird keine so mega Zeit rauskommen. Dazu hab ich die Beine diese Woche zu sehr zerstört. Letztlich trainiere ich jeden Tag außer Sonntag.

    Montag: Lauf ABC - das geht bissl auf die Kraft. Puls ist dabei niedrig. Abends gibt’s dann noch ein Workout mit Hanteln uns dem Bike im Wechsel, also Mix aus Cardio und Kraft

    Dienstag: 50 min lockerer Lauf

    Mittwoch: Intervalle 🤮

    Donnerstag: CrossFit

    Freitag: Bergsprints 🤮

    Samstag: 70 min lockerer Lauf.

    Das ist schon ein enormer Umfang. Aber die Fortschritte kommen echt schon nach 3 Wochen in diesem Pensum.

    Nächste Woche ist zum Glück Pausenwoche. Die ist auch dringend nötig. Das CrossFit heute hat die Oberschenkel völlig zerstört. Ich kann nichtmal richtig Treppe laufen. Morgen die Bergsprints werden garkein Spaß.

    Heute stand Intervalltraining aufm Trainingsplan

    einlaufen

    3 x 5 min @ 4:55 Pace, 2 min Trabpause

    auslaufen

    Hab das schnell in meiner Mittagspause erledigt.

    Hatte Bedenken, dass ich meine Beine gestern überstrapaziert hab. War ja doch sehr schnell.

    Aber es ging erstaunlich gut. Konnte sogar einen Tacken schneller laufen in den Intervallen und habe die 5 min immer durchgehalten.

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    Lauf ABC

    Das sind Übungen, die zur Verbesserung des Laufstils dienen.

    Ich mach davon einmal in der Woche 5 Übungen. Davor und danach 15 min locker ein- und auslaufen ergibt eine nette Trainingseinheit.

    Meine Motivation wurde gestern und heute arg auf die Probe gestellt. Das Wetter war echt mies. Aber seit dem ich einen Trainingsplan habe, der von meinem Coach überwacht wird, klappt es gut.

    Erstens habe ich dadurch etwas Druck, dass ich meinen Lauf absolvieren muss, weil ich mir sonst vermutlich irgendeinen Spruch anhören kann.

    Und zweitens ist der Trainingsplan genau so konzipiert, dass ich nie so kaputt bin, dass ich den nächsten Tag vor Muskelkater nicht laufen kann / mag. Das hilft mir sehr. Wenn ich nicht immer an der „Kotzgrenze“ laufe, macht es sogar Spaß. Ich muss mir dabei etwas abgewöhnen, nach Pace zu laufen, bzw unbedingt meine Pace immer im Blick zu haben.

    Nein, ich laufe viel mehr nach Puls. Meine langen Regenerationsläufe haben meist keine Pacevorgabe, sondern ne Pulsvorgabe.

    Nur bei Intervallen ist klar die Pace wichtig, aber eben auch nicht in den Trabpausen.

    Nachdem ich mir selbst den Druck rausgenommen habe, unbedingt Pace xyz zu laufen, gehts viel einfacher und macht sogar Spaß.

    Das Krafttraining und CrossFit tut dann sein Übriges 💪