Beiträge von Wonder2009

    Wir haben die Jagdsituation ganz realistisch im Wald mit einem Hasendummy an so einer Zugmaschine für Windhunderennen nachgestellt.

    Dann kannst du ganz punktgenau eine Grenze setzen (ja, mit einer "bösen" Korrektur, aber nicht über Schmerzreize oder so) und das war wohl für die Hunde so deutlich und dann halt durchs coaching zum genau richtigen Zeitpunkt ... und nun jagen sie nimmer

    Und da kommt nicht irgendwann mal wieder ein Zeitpunkt wo sie denken .... ach, ich könnte mal wieder .... ?

    Darüber kann ich dann berichten :) oder hoffentlich nicht.

    Wobei ich ja eingreifen kann und das ganze immer im Blick haben muss.

    Aktuell wenden sie sich aktiv vom Wild ab und gehen zu mir, wenn Wild in Sicht ist.

    Sollte daraus so langsam wieder ein spannen, ein zu sehr interessiertes gucken oder an ganz leichtes hinterhergehen werden, dann unterbreche ich das mit genau der Korrektur.

    Bei manchen Diskussionen scheint mir echt, dass in der Hundehaltung der gesunde Menschenverstand immer mehr verloren geht.

    Was hat jetzt das einsperren eines Tieres in einer Box/Käfig mit dem gesunden Menschenverstand zu tun?

    Weil mein gesunder Menschenverstand sagt zb, daß ich meinen Hund zu Erziehungsfragen auf keinen Fall einsperre. Und mein gesunder Menschenverstand sagt mir auch, daß ich keinen Hund Nachts einsperre, nur damit er sich dann hoffentlich meldet.

    Das hat dahingehend was mit gesundem Menschenverstand zu tun.

    Einsperren klingt nämlich immer pauschal erstmal sehr böse.

    9 h einsperren klingt noch böser!

    Aber da gibt es ja auch zwei verschiedene Herangehensweisen:

    Ohne gesunden Menschenverstand sperre ich vielleicht wirklich meinen Hund 9 h in eine Box, lass ihn komplett allein, lass ihn auf keinen Fall mal raus oder ähnliches. Ja, das ist absoluter Mist! Vermutlich hat es in diesem Fall auch keinen besonderen Grund, dass der Hund eingesperrt wird, außer Bequemlichkeit.

    Mit gesundem Menschenverstand sperre ich vielleicht für außenstehende meinen Hund auch 9 Stunden in die Box. Ich lass ihn aber immer raus, wenn er sich meldet, dass er raus muss. Ich gebe ihm ne Ansprache, sollte irgendwas sein, ich habe einfach ein Auge auf ihn. Meistens hats hier auch einen Grund, der entweder im verhalten des Hundes liegt oder in der Gesundheit.

    Was habt ihr denn konkret gemacht?

    Wir haben die Jagdsituation ganz realistisch im Wald mit einem Hasendummy an so einer Zugmaschine für Windhunderennen nachgestellt.

    Dann kannst du ganz punktgenau eine Grenze setzen (ja, mit einer "bösen" Korrektur, aber nicht über Schmerzreize oder so) und das war wohl für die Hunde so deutlich und dann halt durchs coaching zum genau richtigen Zeitpunkt ... und nun jagen sie nimmer

    Was denkt ihr denn, wie es einem Diensthund daheim geht.

    Es ist ja nicht so, dass der von 100 auf 0 gesetzt wird, was die Arbeit angeht.

    Die DHFs (gerade wenn sie selbst in Rente gehen und dann ja auch zeit haben) beschäftigen sich auch so gern mit ihrem Hund.

    Also wenn jetzt ein Diensthund nur noch mit seinem Dienst glücklich wäre, das wäre doch ne traurige Angelegenheit. Auch diese Hunde sind keine Maschinen. Die leben teils in einem ganz normalen Umfeld und werden beschäftigt.

    Mal ehrlich ... wer von uns sperrt seinen Hund für 9 Stunden und mehr in ne Box?

    Selbst wenn ich meinen Hund nachts darin schlafen lasse ... da bin ich ja dabei und merke, sollte er unruhig werden und lass ihn raus.

    Meine Hündinnen verstehen sich in den Läufigkeiten manchmal nicht so gut. Es war auch mal zeitweise echt schwierig.

    Tagsüber wenn ich aufpassen kann, ist das für mich vom Handling her kein Problem. Aber auch ich möchte nachts einfach ruhig schlafen, ohne Angst haben zu müssen, dass es gleich ne Beißerei gibt.

    Also habe ich 2 Möglichkeiten:

    1. Ich lasse nur eine von beiden mit im Schlafzimmer schlafen, die andere muss in nen anderen Raum.

    2. Beide schlafen bei mir im Schlafzimmer, aber eben jede in ihrer Box.

    Also was ist mir wichtiger: Mein Hund ist bei mir mit im Zimmer, ich bekomme alles mit, wenn er raus muss oder so. Oder hauptsache der Hund hat ne ganze Etage für sich, ist halt allein.

    In solchen Situationen schlafen meine halt nachts in einer Box. Und nein, die ist nicht so riesig, dass der Hund darin Party feiern kann. Sie können ausgestreckt schlafen und nix anderes machen sie nachts. Mein Schnauzer wechselt ohne Box auch mal den Schlafplatz. Mein Gott, sie verliert jetzt nicht so viel an Lebensqualität, wenn sie das Mal nicht kann.

    Und ich will echt mal die Person sehen, die alle 30 Minuten mitm Auto anhält um die Hunde zu lüften, wenn man mehrere Stunden in den Urlaub fährt.
    Da macht man es doch auch nach gesundem Menschenverstand ... wird der Hund wach, macht sich irgendwie bemerkbar, dann mach ich Pause. Aber ich halte doch net alle 30 Minuten an und wecke den ausm Tiefschlaf.

    Bei manchen Diskussionen scheint mir echt, dass in der Hundehaltung der gesunde Menschenverstand immer mehr verloren geht.

    Ich habe bei Arielle die Box sehr gern genutzt, eben zum runterkommen, solange das Platz Kommando noch nicht fix war und sie nicht unter jeder Ablenkung liegen bleiben konnte.

    Mittlerweile benötige ich sie nimmer im Haus, weil die Hunde eben liegen bleiben können, wenn ich sage, dass sie es sollen.

    Für den Hund ist es allerdings egal, denke ich mal, ob sie durch ein Kommando in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, oder durch eine Box. Das eine sieht nur auf den ersten Blick schicker aus, als das andere. Aber wenn sie stundenlang auf ihrem Platz liegen müssen, ohne diesen zu verlassen, ist das grundsätzlich nix anderes, als wenn sie in der Box liegen.

    Solange man es nicht übertreibt und der Hund genug Auslauf hat, sehe ich da für mich keine Probleme.

    Das kommt alles auf das BL an, wo man arbeitet und ist auch noch von Dienststelle zu Dienststelle unterschiedlich.

    Ich kann da nur für die Dienststelle hier vor Ort sprechen.

    Natürlich sagt das keiner laut und wird nicht weiter öffentlich kommuniziert.

    Aber es gibt natürlich Mittel und Wege einen Hund dienstuntauglich zu schreiben und er geht dann mit seinem HF zusammen in Rente.

    Hier wurde und wird das so gehandhabt.

    Weil ich immer viel zu spät mit antworten bin um im Gesprächsverlauf an der richtigen Stelle zu sein, möchte ich ergänzend zu Die Swiffer s Beitrag zur Basis noch mal hinzufügen, dass man auch auf dem Schirm haben sollte, dass manche Hunde sich aus Gründen, die viele Hundebesitzer gar nicht auf dem Schirm haben, gerne mit Jagdverhalten berauschen. Es wirkt ja nicht nur belohnend, sondern auch schmerzlindernd und angstlösend. Manche Hunde beamen sich daher gerne weg, weil sie merken, dass es bei (zumeist chronischen) Schmerzproblemen hilft. Magenschmerzen, Arthrose ... um mal was zu nennen. Und auch bei Hunden, die eigentlich ängstlich sind, kann es zum Mittel der Wahl werden um sich in der Situation wohler zu fühlen ...

    Also, das bezieht sich jetzt nicht auf irgendwen, sondern wollte ich zur Ergänzung einfach mal zu bedenken geben.

    Danke, das ist eine sehr wertvolle Ergänzung! Ob aus Frust, Langeweile oder zur Schmerz-/Angstlinderung: ich stelle immer wieder fest, dass die meisten der gängigen "Familienhunde" eher Sekundärjäger sind. Was Folge hat für das sog AJT.

    Was sind denn Sekundärjäger?

    Ich hatte heute nach unserem Antijagdworkshop beim Hundetrainer einen riesigen Erfolg.

    Ein Reh ist direkt vor uns aufgesprungen, den Weg entlang gerannt und dann wieder in den Wald.

    Beide Hunde haben sich selbständig bei mir eingeordnet, haben nicht ein bisschen nervös gewirkt und haben garkeine Anstalten gemacht, hinterher zu gehen :D Dabei haben sie bis vor dem Workshop noch massiv gejagt. Bin soooooooooo stolz.

    Ich habe jetzt ja noch ein paar Tage pausiert mit laufen.

    Heute Abend will ich mal wieder eine Runde drehen, um zu schauen wie es geht.

    Da bin ich 2 Mal gespannt:

    1.: Wie fit bin ich nach der Corona Infektion?

    2.: Wie gut lief das Antijagdtraining am Wochenende. Seit dem Wochenende kann ich meine Hunde überall laufen lassen, auch wenn Wild direkt vor uns auftaucht. Das war allerdings immer beim spazieren gehen, wo ich den vollen Fokus auf die Hunde habe. Wie es beim Laufen klappt, wird sich heute zeigen. Ich nehme sie zum ersten Mal beide im Freilauf mit. Bisher ist ja Arielle immer an der Schleppleine gelaufen.