Beiträge von Wonder2009

    Ich hatte ja jetzt in letzter Zeit 2 Prüfungen.

    Eine als Teilnehmer, eine als Ausrichter.

    Als Teilnehmer wurde ich mit meinem Schnauzer nicht befragt, ob die Vibrissen verschnitten werden, oder nicht. Ist dort glaub ich niemandem bewusst gewesen.

    Und bei unserer eigenen Veranstaltung, einer THS Prüfung mit verschiedensten Rassen, hat das auch niemanden interessiert. Deshalb mal eine doofe Frage: Wen will man denn als Kontrolleur verantwortlich machen? Die Richter sagten mir, sie haben diesbezüglich keine Anweisung seitens VDH bekommen. Das Veterinäramt ist bei uns bei solchen Veranstaltungen garnicht involviert. Bei uns war daher alles wie immer.

    Das hier gleich wieder vom Abbruchsignal zu „eine klatsche. Und das immer wieder“ werden muss.

    Ich kann nur aus meinen eigenen Erfahrungen vom Antijagdtraining sprechen.

    Auch haben meine Hunde sehr unterschiedlich reagiert.

    Ambi hat mehr Abbruchsignale und mehr Nachdruck gebraucht. Sie beschäftigt sich demonstrativ mit was anderem, wenn sie Wild sieht. Wenn sie es riecht, ignoriert sie das völlig. Ich habe aktuell bei ihr das Gefühl, dass das Thema jagen bei ihr völlig durch ist.

    Arielle war bereits nach einer Korrektur schon so beeindruckt, dass sie mit Wild nix zu tun haben wollte. Aber jetzt nach ein paar Wochen merkt man ihr durchaus wieder ein gewisses Interesse an. Hier werde ich vermutlich immer am Ball bleiben müssen.

    Anderes Beispiel.

    In meinem Sport gibt es die Futterverweigerung. Beide Mädels nehmen unter diesem Kommando „Futter Nein“ ums verrecken nix. Da brauchts auch keine regelmäßigen Erinnerungen dran. Da gabs auch einmal zum genau richtigen Zeitpunkt ein deutliches NEIN und natürlich auch eine Alternative, was sie statt dessen tun sollen. Aber die beiden fressen da definitiv nix. Und die sind wirklich verfressen und nehmen auch sehr gern von fremden.

    Also ein Abbruch kann durchaus nachhaltig wirken und es war dennoch kein „ich klatsch denen eine“ im Spiel.

    Glaub mir. Richtig gemacht „juckt“ das so ziemlich jeden Hund 😉

    Die erschrecken dann sicher nicht. Aber irgendwann reagieren sie auf den Druck, der da kommt. Wir haben es auch mit den Diensthunden probiert. Auch die lassen sich beeindrucken. Ich hätte erwartet, dass da mehr dabei sind, die dagegen gehen, aber war garnicht so.

    Freilich ist das der Aufbau eines Abbruchs.

    Ich habe das nir beschrieben, weil die Frage aufkam, ob man dieses Meiden „nur“ durch Rappeldose und co bekommt, oder obs da wirklich körperliche Einwirkung braucht.

    Meine Erfahrung sagt, dass ich auch kernigere Hunde ohne Schmerzreiz so ins meiden bekomme, einfach weil die nur aufgezeigt bekommen, was falsch ist, aber nicht, wie es richtig geht.

    Man kann sehr wohl deutliches Meideverhalten mittels Rappeldose, der dementsprechenden Kommunikation in diesem Moment und natürlich dem richtigen Timing erreichen. Haben wir bei, Antijagdtraining bewusst so gemacht und die Hunde da auch nicht sofort durch Bestätigung wieder rausgeholt. Ja, die hatten da mal Stress und ja, da haben sie deutliches Meideverhalten gezeigt. Aber sie jagen jetzt nicht mehr, gehen aber mittlerweile auch in kein Meideverhalten mehr, da ihnen eine Alternative aufgezeigt wurde, was sie statt dessen tun sollen.

    Das Meideverhalten würde aber bleiben, bekämen sie keine Alternative aufgezeigt.

    Was ich daraus für mich mitgenommen habe:

    Kommt die richtige Korrektur… der Hund hat sich wirklich erschrocken. Wenn nicht, hat man mit der Rappeldose immer und immer wieder nachgesetzt, bis der Hund dann ins Meiden gegangen ist. Wichtig dabei: Ziel war nicht, den Hund zu treffen und ihm Schmerzen zuzufügen. Ging er ins Meiden, dann hat man natürlich aufgehört. Schlüssel des ganzen war, dass man dem Hund dann nicht sofort eine Alternative angeboten hat, sondern ihn eigentlich neutral wieder mitgenommen hat, ein paar Meter gegangen ist und dann ging’s zurück ins Auto. Kein Hund saß da total ängstlich im Auto! Aber alle waren etwas … nennen wir es irritiert, was das genau war. Und dieses „ den Hund mal ne Weile in diesem Schwebezustand lassen“ war der Schlüssel zum Erfolg. Die waren so empfänglich für Alternativverhalten und wollten diese Korrektur unbedingt vermeiden.

    Wie oben schon geschrieben, meine Hunde meiden nicht bei Wildsichtung. Sie kommen halt kommentarlos zu mir und holen sich ihr Leckerlie ab. Aber sie meiden sehr wohl die Flasche. Diese darf man danach natürlich nicht inflationär bei allem einsetzen. Ich habe sie nur zur Absicherung mit, sollte der Tag X kommen, an dem Wild doch wieder interessant ist.

    Ein LR muss gar nix zaehlen/kontrollieren. Vor grossen Pruefungen gibts nen Vet-Check. DA wird kontrolliert.

    Es wird vermutlich kein Hund vom Start ausgeschlossen, wenn 1-2 Vibrissen abgebrochen sind. Aber...wir haben z.B. eine Belgier-WM. Und da starten auch Laekenois. Je nach Hund muss dem das Gesicht geschoren/geschnitten werden (nicht alle, aber der ein oder andere).

    Tja..erstmal koennen besagte Locken in DE keine Pruefung laufen wenn sie geschoren/geschnitten werden und somit keine Quali. Und..da das ja jetzt auf dem TierSchG beruht, duerfte bei der WM in DE wohl keine ausl. geschorene/geschnittene Locke starten duerfen. Das ist zwar keine VDH-Veranstaltung, aber bei dem Verbot wird mAn kein VetAmt in DE was anderes erlassen/erlauben..

    Gibt es echt Locken, die so ein langen Fell im Gesicht bekommen, dass man verschneiden muss?

    Ist das die Regel, oder eher die Ausnahme? Sind das Hunde, die dann generell eine eher schlechte Fellqualität haben (besonders weich)?

    Kann mir grad nicht vorstellen, dass ich nen Laekenois wirklich schneiden, scheren muss, wenn ich das net mal beim (Kurzhaar)Schnauzer muss.