Beiträge von Wonder2009

    Ich kann durchaus nachvollziehen, dass das Thema kontrovers diskutiert wird.

    Es versucht halt immer die eine Seite die andere zu bekehren und zu überzeugen.

    Jemanden, der gegen Schutzdienst im privaten Bereich ist, kann man ja seine Meinung lassen. So wie ich meine Meinung habe.

    Nur beschimpfen lassen muss sich halt keine Seite. Niemand hat das Recht, den anderen persönlich anzugreifen. Das führt auch zu nix, außer Verhärtung der Fronten.

    Das liegt meiner Meinung nach an der Art, wie schnell wir menschen dazu neigen, zu verallgemeinern und Vorurteile zu haben. Dazu habe ich 2 Beispiele:

    1. Meine Mama hat sich unsere Mondioring Prüfung bei mir am Platz angeschaut. Sie kennt meine Hunde gut, weiß, dass wir das vernünftig machen und das meine Hunde wegen diesem Sport nicht gefährlicher gegenüber Menschen sind, als andere. Genauso weiß sie, wie sehr ich die Mädels liebe und wie möglichst positiv meine Arbeit mit denen ist. Das strahlen die dann bei der Arbeit auch aus. Nun sind bei so einer Prüfung auch andere Nationen vertreten, in unserem konkreten Fall Tschechen. Ohne jemanden zu nahe zu treten, man hat gesehen, wie diese Hunde ausgebildet wurden und die Tonlage und das Geschrei bei Kommandos empfand ich als abschreckend. Meine Mama hat die natürlich auch gesehen. Da sie aber dem Sport gegenüber mit einer positiven Grundstimmung zugeschaut hat, hat sie sich eher an den schönen Vorführungen erfreut und diese eher negativ auffallenden ausgeblendet. Sie war begeistert und fand das war eine tolle Vorführung von unserem Sport. Eine Vereinskollegin, die Schutzdienst wegen der oft damit verknüpften aversiven Methoden eher kritisch sieht, hat diese Prüfung ganz anders wahrgenommen. Sie hat diese schreienden Menschen und gedrückt laufenden Hunde gesehen und wurde eher bestätigt in ihrer Meinung. Und das obwohl die meisten Hunde eine freudige Arbeit gezeigt haben.
    Was man sieht und für sich mitnimmt, hängt nunmal stark von der inneren Haltung ab, mit der man sich sowas anschaut. Und die Vereinskollegin ist nicht extrem voreingenommen und hat versucht offen für den Sport zu sein. Und so schnell hat man eine Verallgemeinerung. Meine Mama erzählt jetzt überall rum, dass Mondioring voll der tolle Sport ist. Meine Vereinskollegin hebt eher etwas gedrückt laufende Hunde hervor.

    Nun wollen sich beide Personen vielleicht weiter ihr Bild machen, weil eine Veranstaltung ja nicht repräsentativ ist. Sie werden aber immer wieder die eine eher das positive und die andere eher das negative sehen, weil sie voreingenommen dort hin gehen.

    2. Mir ist das selbst auch unbewusst passiert. Ich habe Polen beim Training in Frankreich gesehen. Das war sehr extrem negativ, ich konnte es mir nicht lang anschauen. Nun hatte meine Freundin einen Hund gesucht, einen Mali. Ich habe ihr von polnischen Züchtern abgeraten, weil ich einen einzigen eben live gesehen habe und damit alle anderen über einen Kamm geschert habe. Menschen neigen nunmal dazu.

    Was ich damit sagen will. Der Rütter hat eine negative Haltung gegenüber Hundesport im allgemeinen. Selbst wenn der jetzt einen Hundeplatz besucht. Ihm wird immer der eine Hund, der eine Mensch auffallen, bei dem es nicht rund läuft und der jetzt nicht so vorzeigbar war und nicht die anderen drölf Hund - Mensch - Teams, die wunderbar miteinander arbeiten. So sind wir Menschen gestrickt, dass wir schnell von etwas eine Meinung haben. Auch wenn wir offen sein wollen, so fallen wir doch schnell wieder in dieses Vorurteil rein. Und dann manifestiert sich eine Meinung sehr stark.

    Ich habe auch nicht vor, den Rütter zu bekehren. Er wird sich mit mir unterhalten und danach noch genauso anti Hundesport sein, wie vorher. Aber vielleicht schaut er ein ganz kleines bisschen über den Tellerrand, dass zumindest nicht alles ganz so schlimm ist, wie er es wahr nimmt. Und dass nicht alle Schutzhundler schreiende, trinkende Proleten sind, die den Sport als Schwanzverlängerung ausüben.

    Mich hat sein positives Feedback auf jeden Fall sehr sehr überrascht, weil ich garnicht damit gerechnet habe. Zumal ich ihm geschrieben habe, dass ich Mondioring mach und das ja für den Nichtwissenden noch schlimmer und mehr nach zivilem beißen ausschaut, als IGP. Außerdem habe ich in meinen Storys gesehen, dass er scheinbar auch mal mein Insta Profil angeschaut hat. Also er weiß schon, dass er da mit jemanden in Kontakt ist, der Hundesport macht.

    Keine Ahnung 🤷‍♀️ er hat ja jetzt mich eingeladen und nicht ich ihn 🤷‍♀️

    Ich hab ihm auch deutlich gemacht, dass ich nicht öffentlich runtergeputzt werden will, weil ich Hundesport mach. Er meinte, er ist wirklich an nem vernünftigen Austausch interessiert 🤷‍♀️ mal sehen, wie es weiter geht. Die Inhaberin (oder so ähnlich) von dem Podcast wird mich kontaktieren.


    Haha und wenn der mich unsachlich runterputzt 😂 dann fange ich einfach ganz schockiert das weinen an. Das ist dann auch keine positive Werbung für ihn. 😂

    Da bin ich aber gespannt!!! Warum war Mondioring verboten?

    Es war nicht direkt verboten. Der VDH hat es nicht als Sportart akzeptiert und hat dann eben das Recht zu sagen, dass es auf seinen Plätzen nicht ausgeübt werden darf.

    Der Grund war wohl zum einen die Öffentlichkeitswirkung beim beißen in einen Anzug, da das optisch näher am zivilen beißen dran ist.

    Zweitens gibt es mehrere Übungen, wo der Hund selbst entscheiden muss, wann er beißt. Es gibt zwar für den Hund eindeutige Signale, die er beigebracht bekommt. Aber es gibt halt Übungen, wo es kein Kommando vom Hundeführer fürs beißen bekommt.

    Nochmal zum Schutzdienst Thema.

    Ich konnte jetzt meine Finger nicht still halten und hab Martin in Instagram angeschrieben.

    Ich hab ihn und seine Auffassung nicht kritisiert, sondern geschrieben, dass ich auch schon solche Erfahrungen gemacht hab, wie er. Hab ihm dann vom Mondioring geschrieben, was wir so machen und jetzt hat er mich eingeladen, sich in seinem Podcast mit mir zu unterhalten und konstruktiv auszutauschen 🙈 oh Gott jetzt bin ich ja garnicht nervös

    Also ich habe schon einen Unterschied zwischen Platz - und Platz bleib ....

    Das kommt aber aus dem Sport raus. Für den Alltag ist es eigentlich so nicht nötig.

    Sage ich nur ein Platz, dann will ich weiterhin einen Fokus auf mich.

    Wenn ich mich entferne, soll der Hund mich also anschauen. Fehlender Fokus führt beim Sitz und Platz aus der Bewegung durchaus zu Punktabzug.

    Nun gibt es aber auch Situationen, da soll mein Hund mich nicht anschauen, aber dennoch sitzen bleiben.

    Ein Beispiel wäre hier der Apport. Wenn ich etwas werfe, soll mein Hund dem Gegenstand hinterher schauen.

    Und genau dieses "den Blick von mir ablassen, aber dennoch in der Position bleiben" heißt bei mir das bleib Kommando.

    Im Alltag brächte man diese Unterscheidung nicht, da hier dieser Fokus so sehr nicht gebraucht wird.

    Ich habe früher den Rütter auch mal gern geschaut.

    Aber so ein Bashing über Sachen, wo er sich nicht auskennt, das geht für mich einfach nicht, zumindest nicht immer und immer wieder.

    Meine Konsequenz wird sein, dass ich von ihm im TV oder auch live nix mehr sehen will.

    Ich hab ja noch ne Story, die tief blicken lässt und irgendwie gut ins Bild passt.

    Ich trainiere ja bei einem Hundeflo Trainer und war auch beim Flo selbst auf nem Seminar und so.

    Der Rütter hat sich in einem seiner Podcasts ja echt mal negativ geäußert über den Flo, so von wegen, wenn man sich schon "Hundeflo" nennt, dass das Ego ja net so groß sein kann.

    Dann hat er sich negatic geäußert, weil beim Flo Leinenführigkeit nicht über Leckerlies aufgebaut wird.

    Als nächstes hat er sich dann aber lustig gemacht, weil Flo bei seinem Hund das Fuß laufen mit Futtertreiben aufbaut.

    Da hat man so sehr gemerkt, dass er den Unterschied zwischen Fußlaufen aus dem Sport und der Leinenführigkeit net versteht.

    Dies gepaart mit diesem persönlich drüber lustig machen zeigt für mich nur, wie unprofessionell Rütter ist.

    Der Flo hats gelassen genommen und meinte, eine bessere Werbung kann es für ihn net geben, als das der Rütter ihn versucht, schlecht zu machen und dabei leider unter die Gürtellinie muss, weil ihm wohl sonst die Argumente ausgehen.