Beiträge von Cassiopeia88

    ist doch fein - er registriert ganz sensibel, dass du grad doof findest, was er macht.

    Aber damit er versteht, was gemeint ist, fragt er nach. Welches Verhalten ist es genau, das dich zum Grummeln bringt? Atmen? Rumhüpfen? Da hin laufen? Gilt das nur drinnen oder auch draußen? Er übt. Sei nett, find ihn lustig, belohne das richtige Verhalten.

    Und zum Thema Rudelführer...

    bist du ein Wolf? Ist es dein Hund?

    Nun, wenn du beide Fragen mit Nein beantworten kannst, muss keiner von euch Rudelführer sein.

    Klar tanzt dir ein Hund auf der Nase rum, wenn du ihn alles machen lässt und sein Handeln keine Konsequenzen hat. Manche machen das absichtlich so und sind damit total fein und zufrieden. Stellt auch kein Problem dar. Man muss nur wissen, was man braucht und will.

    Gewisse Regeln gelten in jedem Haushalt und DARUM geht es. Welche gelten bei dir? Die musst du dir klar machen und die sollten heute genauso sein wie morgen. Und DIE musst du dann auch durchsetzen. Nur halt nicht mit "aller Macht", sondern mit Geduld.

    ich hab hier nen fast 12 Monate alten, knapp 30kg-Hund sitzen und Kinder im Haus.

    Ich habe auch von Anfang an gedacht: das MUSS klappen, denn später mit Knirps an der Hand willst du keinen Hund, der dich an der Leine hinter sich herzieht.

    Aber das hieß eben genau nicht, gegen den Hund zu arbeiten, sondern mit ihm.

    Was kann er, was bietet er an? Wann gefällt dir sein Verhalten, was scheint ihm gut zu tun?

    Wenn dir Dinge nicht gefallen: was geht diesen unmittelbar voraus? Hat er ein Bedürfnis, was gestillt werden muss, damit er "gehorchen" kann?

    Eins der größten Sachen, die ich gelernt habe ist: Atmen, Ruhe bewahren. Klingt blöd, aber ich kann mir vorstellen, wie du den Knirps von der Pfütze fernhalten willst und er ein lustiges Spiel drauß macht und es sich aufspult, du wirst immer lauter und gröber, er immer schneller, versucht ein Spiel draus zu machen und zu beschwichtigen.

    Werde ruhig. Arbeite mit deiner Körpersprache und wiederhole nicht ständig irgendwelche Worte, die er nicht kennt (nein, aus, lass das, nein hab ich gesagt!).

    Lauter werden oder Dinge öfter sagen hat keinen Effekt. Der Hund muss begreifen dürfen, was gemeint ist.

    Das ist bei "Sitz" noch einfach. Mit Keks in die richtige Position locken und "Sitz" sagen, sobald der Popo am Boden ist. Wiederholen, wiederholen, wiederholen und irgendwann reicht es, wenn man "Sitz" sagt und Wauzi setzt sich.

    Sitz ist nun nicht das Signal, was ihr als allererstes braucht. Aber ein Abbruchsignal ist schon wichtig. Braucht halt aber genauso lange. Gib euch Zeit.

    Alles Gute!

    auwei, gute Besserung für Limit! Und du musst das bestimmt auch erstmal veratmen.

    Ich würde das auf jeden Fall abhängig machen vom Auftreten der Besitzer. Wenn der auch erschrocken ist oder ihm bewusst ist, dass ein Fehler passiert ist, er den aber aus welchem Versehen auch immer nicht verhindern konnte, würde meine Reaktion deutlich anders ausfallen, als wenn mich da noch jemand selbst verantwortlich machen wollen würde.

    Hut ab, dass du da geblieben bist und die Polizei gerufen hast. Ich glaub, ich wär so unter Schock und im "ich muss zum Tierarzt"-Modus, dass ich wohl einfach weggegangen wär und mich hinterher in den Hintern gebissen hätte...

    Das hat sie gerade nicht wirklich gemacht...

    Wir mal ne ganz andere Morgenrunde gedreht als sonst. Nouska leicht on fire, weil: coool!

    An einer Bushaltestelle auf der anderen Straßenseite ssteht ein Mann, vor ihm hockt sein (Vorschul-?)kind mit buntem Shirt, Cap, Rucksack und wedelnden Armen.

    Nouska natürlich gleich: "was ist das, was macht das, das soll nicht so aussehen!!!1!elf"-Knurr-Wuff-Knurr-Blick zu mir.

    War natürlich gerade totenstill auf der Straße und Mann und Kind sahen zu uns rüber.

    Ich wäre am liebsten im Boden versunken, so unangenehm war mir das. Der weiße Schäferhund einer weißen Frau bellt ein dunkelhäutiges Kind an. :see_no_evil_monkey:

    (ich weiß natürlich, dass sie auch ein hellhäutiges Kind angebellt hätte, aber das wissen die anderen Leute ja nicht...)

    Und meine Hunde würden als Belohnung oder Tauschobjekt nie mit schnödem Trockenfutter oder nem stinknormalen Leckerli zufrieden sein. Und ich hab zwar immer Belohnungen dabei, aber immer was extra Hochwertiges halt auch nicht

    die richtig guten Sachen braucht man ja auch nur in der Trainingsphase.

    Ich nehm dann auch mal Salamischeiben mit in ner kleinen Dose, damit ich entweder vorbereitet bin, wenn was daliegt oder üben kann.

    Gestern hatte ich übrigens nix dabei udn Nouska hat neben einer Bank zwei nett belegte Klappstullen entdeckt. Nachdem sie dran geschnüffelt und die Zungenspitze rangehalten hatte fiel ihr ein, dass das vielleicht keine so geile Idee ist und kam zu mir gespurtet. Erst da hab ich so richtig gemerkt, was ihr da vor der nase lag. Hab ne Freudenparty gefeiert und mangels SuperduperLeckerlie einen TroFu-Regen veranstaltet, der imho auch gereicht hat, um sie wertig zu belohnen.

    Hundertprozent wird es nie geben, aber wenn man mit Training eine kleine Gedenkpause in den Hund zaubern kann, die man dann zum Reagieren hat, ist das schon echt hilfreich, denke ich.

    Und an sich macht solches Training ja auch Spaß.

    Tendenziell würde ich denken, dass er die Sachen gruselig/bedrohlich findet. Wie ist denn seine Körperhaltung? Wo sind die Ohren und die Rute? Daran lässt sich ja ganz gut erkennen, ob er mit Eifer wacht oder doch eher unsicher ist und etwas verscheuchen will, damit es nicht näher kommt.

    Nouska ließ sich auch ne Zeit lang mit einem "Ist in Ordnung, solange das Etwas draußen bleibt, kann es machen, was es will" abbrechen. Sber seit zwei Wochen oder so muss ich auch wieder aufstehen und mal gucken.

    Faul bin ich tendenziell auch, aber dynamisches Sitzen soll ja gesund sein :ugly:

    Welche Ursache dahinter steckt ist vermutlich gar nicht so relevant.

    Ich würde das erstmal versuchen, ganz unaufgeregt zu kanalisieren.

    Hund bellt? Hingehen, selber gucken (bei uns hilft am besten, sich neben Hund zu knienen und sozusagen aus seiner Perspektive zu gucken), unaufgeregt "ist alles ok, das sind nur Leute/die sind nur draußen/...), die Seite tätscheln, wenn Hund das mag und wieder dem nachgehen, was man so gemacht hat. bevor Alarm geschlagen wurde. Wird dann weiter gewufft: Danke, ist gut jetzt!

    Wenn es dann noch weiter geht, würde ich dem Hund sagen, was er machen soll. Auf die Decke gehen oder zu mir auf's Sofa oder was auch immer.

    Unterstützen kann auch, wenn man immer als erster nach draußen geht, kurz checkt, ob die Luft rein ist und den Hund erst dann ebenfalls raus kommen zu lassen. So wird auch klar gemacht: Verantwortung übernehme ich. Kein Grund, sich zu gruseln.

    total off topic, aber ich freue mich hier total über die konstruktiven, geduldigen und hartnäckigen Beiträge so vieler Forumsleute! Echt. Selinchen den Leuten hier liegt echt was an deinem Hund. Ich habe nichts nettes oder konstruktives mehr zu sagen und meine auch, du hast schon alles in diesem Thread in der Hand. Jetzt musst nur noch DU das Ruder reißen. Dann kann sich vielleicht auch Molly wieder auf dich einlassen.


    (mein Hund ist übrigens ein distanzloser Rüpel, wenn sie merkt, dass sie gerade abgelehnt/ignoriert wird. Sie versucht dann immer mehr die Aufmerksamkeit zu bekommen und das erhöht zumeist die Ablehnung beim Gegenüber (du nervst!). Erkennt man das früh und sagt ihr ruhig, was sie machen soll oder wirft ihr auch nur einen weichen, freundlichen Blick zu, ist sofort Ruhe im Karton. Vielleicht beißt Molly immer und immer wieder, weil das das einzige bisher war, mit dem sie eine Reaktion von euch bekommen hat.)