Beiträge von schnauzermädel

    Doch, du liest genau richtig ;) .

    Bei so einem Aufbau brauchst du etwas, was dein Proband sehr gern tun möchte (egal ob Mensch oder Tier) und ermöglichst dieses Verhalten erst, wenn er ein anderes, weniger beliebtes Verhalten gezeigt hat.

    Einfachste Variante: Hund möchte fressen, kommt aber erst zum Napf, nachdem er sich gesetzt hat. Bald wird Hund sich sofort hinsetzen, wenn es an die Fütterung geht.
    Umgekehrt funktioniert es aber nicht, denn die Bereitschaft sich zu Setzen kann sicherlich nicht das Fressen verstärken, also kein Hund wird fressen, damit er sich setzen darf.
    Oder bei Menschen: Wenn mein Kind immer erst nach den Hausaufgaben zum Spielen darf, kann es sein, dass es die Hausaufgaben bald freiwillig und schnell erledigt. Wenn es erst Spielen darf, wird das die Hausaufgabenerledigung wenig beeinflussen.

    Daher gibt es auch keine Möglichkeit immer fest danach zu arbeiten. Einen Mäkler wird der Napf nicht ausreichend reizen. Einen Hund, der nicht schwimmt, kann man nicht mit der Erlaubnis in den Fluss zu springen belohnen und der Nichtspieler wird die Freigabe Richtung Hundegruppe auch nicht genug schätzen.

    Wenn du schaust, meine Hündin hat vor dem Napf zu warten und gefressen wird draußen ohne weitere Übung so verknüpft, dass sie bei der Futterzubereitung bereits draußen an ihrem Futterplatz sitzt. Anfangs habe ich den Hund, der doch sonst interessiert zuschaute, gesucht :lachtot: .
    Der Rüde hat gelernt, vor der Freigabe zum Napf eine Grundstellung auszuführen, er weicht mir nicht mehr von der Seite, wenn ich die Näpfe fülle.
    So hat man bei ähnlichen Anforderungen vollkommen unterschiedliche Ergebnisse. Sie zeigt das Verhalten bereits unglaublich früh und er passt auf, dass er die Gelegenheit in die Grundstellung zu springen nicht verpasst.
    Für meine Hündin ist die Erlaubnis auf einer Wiese zu rennen eine Superbelohnung, der Rüde kommt dafür nicht hinter dem Ofen vor. Dafür kann man mit ihm hervorragend vor Stellen üben, an denen er sehr gerne markieren möchte.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wir schätzen die Boxen sehr :D .

    Sie stehen rum und sind offen.
    Aber beim Welpen fand ich es schön, dass er sich nachts melden musste, da war sie zu. Ich fand es sehr beruhigend für die ersten minimalen Übungen des Alleinseins, weil da Hundi noch an alles ging. Als wir längere Zeiten geübt haben, war die Box schon offen.
    Während der Stehtage der Hündin hilft uns die Box sehr, falls wir doch mal wegmüssen, die paar Tage vermeiden wir das.
    Auf Ausstellungen, Prüfungen und in Hotels haben die Hunde immer ihren Ruheplatz dabei.

    LG
    das Schnauzermädel

    k9 hat Ketten mit Clickverschluss, leider keine Edelstahl.
    Sprenger hat Ketten mit Cklickverschluss, einige Sportausrüster haben die.
    Aber wenn du ein ganz normales nimmst und es etwas strammer ziehst und dann mit einem kleinen Karabiner oder diesen "Kletterverschlüssen" sicherst, dann geht das auch. Die kannst auch den Leinenkarabiner so einhaken.

    Morrigan
    Ich bin ehrlich, ich würde mich da nicht mit einem Richter anlegen. Wenn ich hinterher Recht bekomme und hätte laufen dürfen, dann habe ich wenig davon. Wie der Richter das sieht, weiß die ausrichtende OG ja eh immer.

    LG
    das Schnauzermädel

    Kann unheimlich Spass machen, wenn man den passenden Hund, den passenden Platz und selbst das Interesse hat.

    Die Kosten für den Sport selbst sind gering, du brauchst nur eine Vereinsmitgliedschaft (meist irgendwo zwischen 50 und 150 Euro im Jahr) und evtl. eine Materialkostenbeteiligung von 1-2 Euro pro Schutzdienst. Die restliche Ausbildung ist normalerweise kostenfrei. Die Kosten für Essen und Getränke sind auf den meisten Plätzen sehr human. Die Prüfungen sind 15-20 Euro recht günstig.

    Teuer kann evtl. das Benzin werden, denn ein guter Platz ist meist schwer zu finden, daher kann es sein, dass man regelmäßig 30-50km fährt.

    Dann braucht man eine gute Portion Geduld, denn insgesamt ist man schon 2-3 Jahre beschäftigt, bis man alle Prüfungsstufen zsammen hat. Das heißt dann bei Wind und Wetter 2-3 mal in der Woche zum Hundeplatz und am Wochenende früh aus dem Bett zur Fährtenarbeit, die recht einsam ist.

    Ich selbst habe gute Ausbilder und Helfer gefunden und fühle mich auf meinen Plätzen sehr wohl.
    Da ich die Fährte und die Unterordnung allein trainieren kann, fange ich bereits ganz behutsam mit dem Welpen an. Das sind dann aber nur 1 oder 2 Minuten Training im Garten oder auf der Wiese.
    Meine Hunde dürfen als Welpe 2 oder 3 mal ein wenig mit dem Helfer und einem Lappen spielen, einfach damit sie das bereits kennen, ansonsten versucht man ja eher die Jungspunde von Fremden fernzuhalten.
    Nach dem Zahnwechsel schauen wir so etwa einmal im Monat, was der Hund zum Schutzdienst sagt, also eher testen als arbeiten. So richtig damit anfangen kann man bei passender Reife vom Hund, meist irgendwo ab 11 Monaten oder später.
    Unterordnung und Fährte kann man eher trainieren, aber es schadet auch nicht sich da Zeit zu lassen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Hat dein Bruder schonmal an eine Desensibilisierung gedacht?
    Habe ich vor Jahren machen lassen und es hat viel bewirkt. Allerdings habe ich eine Gräser- und Pollenallergie. Ob das bei Tierhaaren auch funktioniert weiß ich leider nicht.

    Beim Hund funktioniert es nicht vernünftig und lohnt sich auch nicht wirklich. Das könnte man höchstens bei einem Welpen in Erwägung ziehen.
    Wenn man jetzt gegen den einen Bretonen desensibilisiert, dann hilft es ja nicht bei anderen Hunden. Da er nur ein Besuchshund ist und nicht auf alle Hunde reagiert wird, ist das zu aufwändig. Wahrscheinlich ist die Behandlung durch, wenn sie sich kaum mehr sehen.
    Ein guter Staubsauger mit Hepa-Filter, feucht wischen und auch feucht staubwischen, die Begrenzung der Räume für den Hund und evtl. Medikamente sind für die kurzen "Problemzeiten" passender.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das Zeug heißt Allerpet, ob es hilft, weiß ich nicht.

    Dass dein Bruder nicht auf jeden Hund reagiert ist normal, Hundeallergien sind speziell, weil jeder Hund andere Allergene, also allergieauslösende Proteine, hat.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Meine Beispiele:


    ;)
    Hier möchte ich nochmal etwas zu sagen, es waren ja nur einige Beispiele und keine heiligen Regeln.

    Wenn ein neuer Hund in unserem Haushalt einzieht, dann ist er im Allgemeinen ein Hund, der sich als wenig freundlich erwiesen hat. Ich werde also keine Versuche machen ihn vom Futter abzudrängen. Mit Geduld lernt Hund auch so, was ich wünsche. Ich riskiere aber keine Konfrontation.

    Und warum soll ich nicht genau den Futternapf nutzen eine verhasste Handlung zu "versüßen"? Mein Rüde hatte Panik vor der Grundstellung, jetzt mag er sie sehr.
    Meine Hündin zieht "solche Schlüsse" und ohne meine Absicht. Von ihr erwarte ich immer ruhiges Sitzen, weil ihre Portion zuerst hingestellt wird und sie somit am längsten warten muss. Ich füttere immer draußen. Jetzt sitzt Madame bereits draußen, wenn ich in der Küche die Näpfe fülle.

    Und auch an der Haustür sind grade Übernahmehunde nicht optimal, wenn sie aber noch keine Kommandos kennen, dann lasse ich sie doch nicht toben?

    Und ob mein Hund grade unter Strom steht oder nicht, dass ist mir u.U. herzlich egal. In genügend Situationen ist erstmal die Hauptsache, dass sie hören. In anderen ist die hohe Anspannung erwünscht.

    Ich denke nicht, dass jeder Hundehalter die gleichen Erziehungsziele und erst recht nicht die gleichen Ausbildungsziele hat.

    LG
    das Schnauzermädel

    Hier liegt nichts und das hat Gründe.

    Erstens sind das hier nur Stolperfallen, weil es eh nicht benutzt wird.
    Meine beiden starten aber gern mal einen Kleinkrieg um etwas ganz bestimmtes, wenn die Sachen draußen sind.
    Hier läuft ein Kleinkind rum, ich möchte vermeiden, dass einer der Hund plötzlich doch etwas verteidigt.

    LG
    das Schnauzermädel