Zum Thema Rettungshunde zum Spaß ausbilden:
Wenn das Ganze nicht Rettungshundearbeit genannt wird, haben die meisten Rettungshundler kein Problem damit... es kommt immer darauf an, wie man es nennt.
Rettungshundearbeit ist in den letzten 2-3 Jahren eine Modeerscheinung, hängt auch mit der verstärkten Präsenz in Medien usw. zusammen. Es werden Wochenendkurse angeboten, immer wieder kommt es vor, dass Teilnehmer eines Wochenendkurses oder Mitglieder des RETTUNGSHUNDESPORTS an bei Realeinsätzen auftauchen und nen Wind machen, weil sie nicht eingesetzt werden. (Sie haben doch einen ausgebildeten Rettungshund!) Dass solches bei der Polizei (immer die einsatzleitende Behörde) nicht besonders gut ankommt, dürfte klar sein. Und es macht Rettungshundestaffeln das Leben sehr schwer, denn (dadurch) Rettungshunde sind nicht bei jeder Polizeidienststelle gern gesehen etc.
Und ich als Leiter einer RHS und Ausbilder werde niemand in die Staffel aufnehmen, der nicht die Prüfung und die Bereitschaft zu Realeinsätzen als Ziel hat.
Rettungshundearbeit ist so schon genug zeitaufwändig und wenn wir uns dann noch mit Leuten rumschlagen müssen, die ihren Hund und sich nur bespaßen wollen, hätten wir gar keine Zeit mehr für die ernsthaften Teams.
Und zu der Einsatzfähigkeit der SV Teams: Ich würde NIE ein Team einsetzen, welches nicht von einer anerkannten Organisation ist (Ausnahme: BRH). Allein schon aus versicherungstechnischen Gründen.
Die Leitstelle alarmiert bei einem Verkehrsunfall mit 20 Verletzten auch nicht Herbert Müller, weil der nen Kombi hat und jemanden transportieren könnte, sondern nur zugelassene Rettungsmittel!