Hallo Olli!
Wie alt ist die Hündin? Wurde ein Ultraschall gemacht?
Generell ist eine Kastration eine Eingriff, der durchaus negative Folgen hat. Aber dein Hund hat eine ernsthafte Erkrankung, die eine Kastration rechtfertigt.
Wenn eine Hündin einmal von einer Pyometra betroffen war, dann bekommt sie sie oft auch wieder. Mit steigendem Alter steigt das Risiko daran zu erkranken ebenfalls.
Ihr habt jetzt mit der konservativen Behandlung begonnen. Schlägt das gut an, dann würde ich es dieses mal dabei belassen.
Verläuft die Heilung eher schleppend, dann würde ich schnell operieren lassen, denn mit zunehmender Krankheitsdauer verschlechtert sich der Allgemeinzustand der Hündin und das Operationsrisiko steigt.
Ist die Hündin so richtig erwachsen, also mindestens 2 besser 3 Jahre alt, sollte man eine Kastration im Anöstrus (also im hormonellen Tief) durchaus in Erwägung ziehen. Die Operation verläuft dann am Besten und es kann keine erneute Pyometra auftreten.
Ist die Hündin noch sehr jung und die Behandlung jetzt verläuft gut, würde ich versuchen, sie erst richtig reifen zu lassen. Aber auch dann sollte man eine spätere Kastration im Hinterkopf behalten.
Das wären meine Überlegungen, wäre meine Hündin betroffen. Ein alleiniges Richtig oder Falsch gibt es in dieser Situation nicht. Du wirst den für euch besten Weg finden müssen.
LG
das Schnauzermädel