Beiträge von schnauzermädel

    Hallo Olli!

    Wie alt ist die Hündin? Wurde ein Ultraschall gemacht?

    Generell ist eine Kastration eine Eingriff, der durchaus negative Folgen hat. Aber dein Hund hat eine ernsthafte Erkrankung, die eine Kastration rechtfertigt.
    Wenn eine Hündin einmal von einer Pyometra betroffen war, dann bekommt sie sie oft auch wieder. Mit steigendem Alter steigt das Risiko daran zu erkranken ebenfalls.

    Ihr habt jetzt mit der konservativen Behandlung begonnen. Schlägt das gut an, dann würde ich es dieses mal dabei belassen.
    Verläuft die Heilung eher schleppend, dann würde ich schnell operieren lassen, denn mit zunehmender Krankheitsdauer verschlechtert sich der Allgemeinzustand der Hündin und das Operationsrisiko steigt.

    Ist die Hündin so richtig erwachsen, also mindestens 2 besser 3 Jahre alt, sollte man eine Kastration im Anöstrus (also im hormonellen Tief) durchaus in Erwägung ziehen. Die Operation verläuft dann am Besten und es kann keine erneute Pyometra auftreten.
    Ist die Hündin noch sehr jung und die Behandlung jetzt verläuft gut, würde ich versuchen, sie erst richtig reifen zu lassen. Aber auch dann sollte man eine spätere Kastration im Hinterkopf behalten.

    Das wären meine Überlegungen, wäre meine Hündin betroffen. Ein alleiniges Richtig oder Falsch gibt es in dieser Situation nicht. Du wirst den für euch besten Weg finden müssen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das sehe ich jetzt durchaus anders.

    Irgendwie wird hier immer nur ein recht einseitiger Einsatz aversiver Reize gesehen: Unerwünschtes Verhalten => Strafe => Abbruch und in Folge des Erlernten ein selteneres Auftreten des Verhaltens.

    Das geht aber auch anders: Unerwünschtes Verhalten => Aufrechterhaltung eines aversiven Reizes bis zum Zeigen eines geforderten, gewünschten Verhaltens, also ein Verstärken des erwünschten Verhaltens mittels aversiver Reize.

    Und Meiden heißt nicht gleich Angst haben. Und daher kann man ein solches Training auch vollkommen ohne Vertrauensbruch gestalten.

    LG
    das Schnauzermädel

    Was nützt dir ein Welpentest?
    Nimm mal an der "Wurfrüpel" ist gard ausgepowert und müde... Den erkennst du dann sicherlich nicht als das, was er ist.
    Die Beobachtungen und die Beratung des Züchters ist einfach Gold wert, denn der weiß, wie seine Welpen ticken. Er sieht sie immer und kennt seine Pappenheimer daher. Kurze Ausschnitte, die man als Welpenkäufer sieht, helfen wenig.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Ich könnte ja jetzt Uralte Ausführungen anfangen wie "man dat" früher gemacht hat aber da dürften Hunde noch unbeauchfsichtigt rumlaufen.
    Wenn der Hund alleine ist wird er auch alleine entscheiden was Richtig ist und wenns n verfressener kleiner Scheisser ist :D müsste man schon zu unlauteren Mitteln greifen

    Wieso muss man da zu unlauteren Mitteln greifen?
    Futterverweigerung ist ein normaler Ausbildungspunkt und man kann das durchaus trainieren ohne auf den Hund einzuwirken. Dann wendet Hund sich bei angebotenem Futter den Kopf wegdreht.

    LG
    das Schnauzermädel

    So, aus Faulheit jetzt die Antwort geschlossen darunter.

    Sicherlich ist es Arbeit mit Strafe, aber grade wenn man ein Meideverhalten in Bezug auf unerwünschtes Verhalten gegenüber anderen Lebewesen nutzen möchte, ist Strafe eine schlechte Formulierung zur Diskussion darüber. Nicht weil Strafe der falsche Ausdruck ist, sondern weil die verbreitete Assoziation des Lesers da kontraproduktiv ist.

    Jetzt zur Emotionslosigkeit:
    Da brauche ich meinem Hund nichts zu erklären. Wenn man bei der Sanktionierung inakzeptablen Verhaltens Wut zeigt, dann kann man unmöglich schnell genug auf Lob umschalten. Selbst wenn man von den Emotionen her schafft (und das sind nur wenige), sprechen Herzschlag, Muskelspannung und Geruch (nur als Beispiele) eine andere Sprache. Und genau diese Sprache liest der Hund. Aufregung macht beim Hund nur noch mehr Angst oder der Hund erträgt die Einwirkung, glaubt sie aber nicht. So gewinnt man nichts.

    Und zu deinen Schellen.
    Genau das empfinde ich als Problem. Wenn der Hund das gewünschte Verhalten gezeigt hat... Welches gewünschte Verhalten? Ist Meiden tatsächlich das erwünschte? Wenn man das so sieht, dann MUSS man bei den unbelebten Gegenständen bleiben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wie kommt man eigentlich darauf, dass Arbeit über Meideverhalten immer eine Arbeit mit Strafen ist?

    Gut, man braucht sicherlich dazu eine wie auch immer geartete negative Einwirkung, aber ich würde das nicht unbedingt als Strafe ansehen.
    Wenn man nicht spontan und aus dem Bauch heraus auf etwas reagiert, sondern ein bestimmtes Problem gezielt mit Meideverhalten bearbeiten möchte, dann ist das ein Trainingsschritt, mehr nicht.
    In so einem geplanten Training ist Emotionslosigkeit beim Einwirken ein sehr wichtiger Bestandteil, Aufregung oder Wut sind fehl am Platz.
    Dann empfinde ich es immer als sehr unverständlich, dass die meisten Besitzer ihre Hunde im Meiden "hängen" lassen, frei nach dem Motto: Hund hat das unerwünschte Verhalten eingestellt, also ist alles gut. Bei inakzeptablem Verhalten gegenüber Menschen oder Artgenossen finde ich das eine gefährliche Geschichte. Denn was hat Hund dann gelernt und im schlimmsten Falle verknüpft? Diese Reize bedeuten Unangenehmes, ich sollte besser still sein. Manch Hund wird dann aber bei passender Gelegenheit diesen unangenehmen Reiz aus der Welt schaffen wollen. Sicherheit bekommt Hund so nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Ich schubs das hier noch mal. Vielleicht gibt's ja Jemanden bei mir in der Ecke, der mir einen TA nennen kann, der auch ohne Narkose röntgt. :hilfe:

    Was muss geröngt werden?
    Hüfte nur mit Narkose, sonst gibt das keine vernünftigen Bilder, die Muskeln müssen entspannt sein.
    Fast alles andere geht auch ohne Narkose.

    LG
    das Schnauzermädel