Beiträge von schnauzermädel

    Einfach so herumtollen lassen darfst du einen heutzutage aber nicht mehr, da kommt dann der Ärger mit dem Ordnungsamt.

    Und auf dem heimischen Grundstück herrscht nunmal gähnende Langeweile. Das findet kaum ein Hund als einzige Tagesbeschäftigung super.

    Man sollte sich vielleicht auch mal überlegen, wie und warum verschiedene Hunde züchterisch selektiert wurden. Meine Rasse soll mit ihrem Menschen zusammenarbeiten. Das setzt allerdings das Bedürfnis nach Nähe beim Hund voraus, sonst hätte er wenig Grund das zu tun. Also sollte man den Hund auch entsprechend seiner Anlagen halten.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wenn ich meine gesammelte Literatur über Hundesport durchsehe, dann wird Meideverhalten immer im Zusammenhang mit Wehrverhalten und eben als einer Abbruch und zukünftiges Unterlassen definiert, obwohl viel dieser Literatur mit Zwang nicht grade sparsam umgeht.

    Aber auch in der Literatur der menschlichen Psychologie wird Meideverhalten nur als Vermeiden bestimmter Situationen beschrieben. Angstpatienten haben meist ein ausgeprägtes Meideverhalten, das ihr soziales Leben stark einschränke kann. Aber auch hier ist das Meideverhalten keine Panik, sondern es ist ein Vermeiden von Situationen die Angst auslösen könnten.

    Wenn ich auf meinen Hund so einprügle, dass er sich in meiner Anwesenheit nur noch kriechend bewegt, dann ist das ganz sicher auch Meideverhalten, aber nur weil man Meiden auch so anwenden kann, ist doch nicht jedes Meiden immer schlecht und grausam.
    Hunde meiden ständig, es ist für sie genauso normal wie für uns, denn auch wir meiden andauernd. ;)

    Meiden ist sicherlich nicht der tolle Erziehungsschritt schlechthin, aber es ist eine von vielen Möglichkeiten, die in der Erziehung zum normalen Zusammenleben ihre Berechtigung haben.
    Für die Ausbildung ist Meideverhalten dann wieder ganz anders zu bewerten. Wer seinen Hund erst trieblich völlig überdreht und dann versucht mit Meideverhalten eine gewisse Lenkbarkeit zu erreichen, hat nichts verstanden und sollte sich ein Stofftier kaufen.

    EDIT: Hier ist ein sehr schöner Artikel über Angst und die dazugehörogen Verhaltensweisen: http://www.fh-eberswalde.de/_obj/.../z_Ang…otsdam_6-98.pdf


    LG
    das Schnauzermädel

    Meideverhalten ist aber ganz klar als Abbruch oder Unterlassen eines Verhaltens wegen ansonsten unangenehmer Folgen definiert. ;)
    Meideverhalten meint keine Panik.
    Einfaches Beispiel: Hund A frisst etwas. Hund B geht auf Hund A zu, Hund A knurrt, Hund B dreht ab und geht.
    Hund A geht ins Wehrverhalten mit dem Ziel den anderen zum Abbrechen der Aktion zu bringen. Hund B zeigt Meideverhalten und geht aus der Situation raus.
    Eine völlig unspektakuläre Sache.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Weil DAS hier doch das Thema ist: Meideverhalten ...
    und nicht etwa Verhaltenskorrektur ...

    Natürlich vermeide ich als Halter durch entsprechend erfolgreiche Korrektur, das der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt.
    Aber hier gehts doch darum, den Hund von sich aus ins Meideverhalten zu bringen - und das geht nur mit einem starken aversiven Reiz.

    Durch einen Bewegungseinschränkung kann ich sehr gut sein Verhalten beeinflussen - und der Hund kann dabei lernen, das ICH das so nicht will.
    Aber er fällt nicht ins Meideverhalten, so wie ich das verstehe.


    Edit: Vielleicht hätten wir doch mal zu Beginn des Thread definieren sollen, was eigentlich genau Meideverhalten ist - statt seitenweise aneinander vorbeizuschreiben :lol:

    Ja natürlich geht es darum den Hund ins Meiden zu bringen.
    ABER: Er soll nicht z.B. den anderen Hund meiden, warum auch?!
    Er soll doch lediglich sein (Fehl-) Verhalten unterlassen, weil er MEINE Reaktion darauf ver"meidet".

    LG
    das Schnauzermädel

    Irgendwie wir hier das Meiden falsch gesehen. ;)

    Meiden heißt nicht zwangsläufig, dass der Hund Angst hat, zurückweicht, sich unterwirft oder so etwas.
    Meiden ist schlichtweg das unterlassen einer bestimmten Aktion, weil das negative Folgen hat.
    Wer auf die heiße Herdplatte gepatscht hat, hat nicht zwangsläufig Angst vor dem Ofen. Trotzdem wird er einen Wiederholung der Übung ver"meiden".

    Egal ob Hund, Mensch oder sonst ein Tier: Wirkt etwas unangenehmes auf und ein, haben wir 2 Möglichkeiten, wir können es in Zukunft meiden oder uns wehren. Beide Verhaltensweisen haben eine Wurzel und je nach Ausgangslage entscheidet man sich für das eine oder das andere.

    LG
    das Schnauzermädel

    Erstmal zur Haltung:

    Ich nehme meine Hunde mal als Beispiel, das ist eine robuste Arbeitsrasse.
    Diese Hunde schließen bevorzugt einem Menschen an, daher wäre die Haltung eines solchen Hundes allein draußen nicht grade ideal.
    Wenn der Hund sehr viele Stunden am Tag mit seinem menschen arbeitet, kann er draußen schlafen. Aber wer arbeitet so viel mit seinem Hund und verbringt soviel Zeit ausschließlich mit dem Hund? Selbst wenn ich alle Zeiten zusammenrechne, wären meine Hunde mindestens 18 Stunden draußen und zumindest in der kalten, nassen Jahreszeit somit sich selbst überlassen. Das kann es nicht sein.
    Zudem kann man einen echten "Draußen-Hund" nur sehr eingeschränkt mit ins Haus nehmen, denn Winterhalbjahr ist es ihm dann dort viel zu heiß, weil er eben das passende Fell entwickelt hat.
    Auch kann man nicht sagen, dass die draußen gehaltenen Hunde gesünder sind oder älter werden. Oft sind Arthrosen ein quälendes Problem. Den Gelenkverschleiß hätte der Hund zwar auch drinnen, aber die witterungsbedingten Einflüsse bringen Probleme, die eine beheizte, trockene Unterkunft verhindert.

    Die Kosten kann man nur sehr schwer zusammenfassen:
    Hundesteuer ist ortsabhängig, das geht von knapp 4€ bis über 20€ auf en Monat umgerechnet, je nach Wohnort.
    Vernünftige Versicherungen gibt es ab etwa 40€ im Jahr.
    Futter für einen Hund dieser Größe ist ab ungefähr 40€ pro Monat in vernünftiger Weise verfügbar, je nach Wohnort kann z.B. Frischfütterung aber auch günstiger sein. Wird der Hund aber Allergiker oder sonst chronisch krank, können sich die Futterkosten deutlich erhöhen.
    Tierarztkosten kann man gar nicht absehen, eine Operationskostenversicherung oder ein gut gefülltes Sparbuch bieten sich an. Ein Hund kann gar keine Tierarztkosten verursachen, er kann ständig Kleinbeträge nötig machen, im schlimmsten Fall zahlt man en Betrag für einen Kleinwagen innerhalb weniger Wochen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein, wieso sollte ein Hund die Sache meiden? :???:

    Wenn ich z.B. einen Leinenpöbler habe, dann möchte ich doch nicht, dass der Hund andere Hunde oder die Begegnungen mit diesen meidet. Das fände ich erstens sehr schade und zweitens liegen Meiden und Wehren sehr dicht bei einander.

    Ich möchte dass der Hund das Verhalten "meidet", das meine "Einwirkung" auslöst und stattdessen meine Vorgaben erfüllt und ruhig weitergeht. Und das klappt sehr gut. Zumal bei vernünftiger Anwendung die Wahrscheinlichkeit, dass er bei mir ins Wehren kommt erheblich geringer ist als bei Artgenossen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Wie bekommst Du diese Feinabstimmung hin?
    Schmerzempfinden ist doch bei jedem anders stark ausgeprägt.

    Wie findest Du das Maß zwischen unangenehm genug das es negativ wirkt aber nicht so unangenehm das schmerzhaft daraus wird?


    LG
    Tina

    Wenn ich den Hund nur durch meinen Körper bedränge z.B., dann empfindet er überhaupt keinen Schmerz, weil da absolut nichts weh tut, wenn man nicht aus Versehen auf die Pfoten latscht.
    Aber in diesem Moment ist die Bewegungseinschränkung und der Zwang sich mit mir auseinanderzusetzen sicherlich ein starker aversiver Reiz. ;)
    Dazu braucht es kein Rucken, keine Hilfsmittel und keine straffe Leine.

    LG
    das Schnauzermädel