Beiträge von schnauzermädel

    Eigentlich ist es einfach und Hexenwerk.
    Wenn man immer mit solchen Hunden lebt, dann macht man es automatisch und weiß genau, was man sich bei seinen Pappenheimern wie erlauben kann. Anfangs passt man besonders auf, irgendwann läuft es wie bei allen anderen auch einfach so.

    Zuerst muss jeder Gedanke weg, dass der Hund eine arme Wurst sein könnte, der macht die innere Haltung zu "freundlich". Ist jetzt doof geschrieben, ich kann es nicht besser ausdrücken.

    Verlange nur von dem Hund, was du auch durchsetzen kannst.
    Das heißt nicht, dass du irgendetwas nicht tun sollst. Es heißt nur, dass du nur das anfängst, was du in dieser Situation auch beenden kannst.
    Nur so als Beispiel was ich meine, auch wenn das auf euch nicht zutrifft:
    Liegt der Hund auf dem Sofa und du kannst ihn nicht runterschicken, dann locke mit einem Leckerchen. Nächstes mal bist u gewappnet und hast eine Leine am Hund.
    Kannst du etwas nur mit Maulkorb erledigen, dann pack den bereits vorher drauf.

    Das Problem bei diesen Hunden ist, dass ihnen jedes Zurückweichen (und wenn es nur das Holen des Korbes ist) Erfolg und Bestätigung gibt und sie ihr Verhalten verstärken.
    Genauso wie Schludrigkeit. Sagst du etwas, dann musst du es auch meinen. Du musst den Hund nicht ständig gängeln oder kontrollieren. Aber nur weil man gestresst ist, ein Sitz als Platz zu akzeptieren oder umgekehrt, das geht nicht.

    Du wirst sehen. Mit einen etwas modifizierten Umgang wird er sich ganz normal einfügen.

    LG
    das Schnauzermädel

    :D

    Niemand sagt, dass ein Hund das darf.

    Aber Hunde dieser Art, die es in zig Rassen und Mischungen gibt, sondieren bei einem Wechsel der Bezugsperson eine Weile die Lage und zeigen dann das, was man ihnen aus ihrer Sicht offen erlaubt hat.
    Das sind dann eben deutliche Ansagen, die der Hund macht, weil er aus dem bisherig Gesehen seine Position gefunden hat.

    Dass der Hund sich so zeigt, liegt an dir und deinem Verhalten.
    Und du solltest dich zwar durchsetzen, aber eben auch genau wissen, was du da grade tust, sonst kann es auch mal Löcher geben.
    Der Hund ist nicht überaggressiv oder unerzogen. Bisher ist der Hund einfach eine Nummer zu groß für dich.
    Das ist kein Vorwurf sondern einfach eine Feststellung.

    Einen Vorwurf muss aber dem Besitzer machen. So einen Hund kann man nur handverlesen in Pflege geben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich hab da mal ne Frage: :D

    Wieso haben diese Hund alle eine gesteigertes Aggressionsverhaltent?
    Wer sagt das?
    Wie wird das belegt?

    Für mich ist das ein selbstbewusster Hund, der eben entsprechend geführt werden muss, dann knurrt der auch nicht rum. ;)

    Nur weil der Besitzer ihn erzogen hat, hört er doch nicht per se auf eine neue Bezugsperson und lässt sich anfassen?
    Meine Riesen würden auch einem Neuen gepflegt etwas husten, wenn er nicht die entsprechenden Qualitäten beweist. Sind die auch mit einem gesteigerten Aggressionsverhalten gesegnet?

    LG
    das Schnauzermädel

    Nur mal als Gedankengang:

    Ich habe einen Rüden und eine Hündin gleicher Rasse. Beide haben Papiere, beide sind gesund, beide haben die Zuchtzulassung, Körprüfung und Arbeitsprüfungen.
    Würde ich sie verpaaren, bekämen die Welpen nicht nur Papiere, sie bekämen auch das begehrte Siegel Kör- und Leistungszucht.
    Die beiden sind absolut nicht miteinander verwandt, es wäre sogar eine begrüßenswerte Auszucht.

    ABER:
    Wenn ich mir die beiden Hunde ansehe, ihre Eltern betrachte, ihre Nichten, Neffen, Geschwister und Halbgeschwister, dann komme ich zu dem Schluss, dass die Verpaarung so sinnvoll wäre wie eine Kreuzung aus Zebra und Rennpferd.

    Sinnvolle Zucht ist für mich das Verpaaren passender Partner mit einem Ziel, das auch erreichbar scheint.

    Nur weil ich rassereine Hunde verbandskonform kombiniere, heißt das noch lange nicht züchten.
    Trotzdem findet man für die meisten Rassen die besten Vorgaben im VDH. Ich hätte nichts gegen weitere gute Vereine. Aber leider findet man fast immer nur Pseudo-Vereine, die durch die tollen Papiere die Welpen teurer werden lassen, aber eben nichts bieten.
    Auch für die Schnauzer und Pinscher gibt es einen kleinen Alternativverein. Leider keine Alternative, sondern auch nur eine Möglichkeit schnell Geld mit Welpen zu verdienen. Bei den Zergschnauzern boomt die Farbe schwarz-silber. Also versucht man jetzt auch großen schwarz-silber Zwergen und sehr dunklen, kleinen pfeffer-salz Schnauzer einen Schnauzer schwarz-silber zu basteln. Sähe ja auch sicher toll aus, so ein Hund. Nur gibt der Genpool keine Selektion auf neue Farbe her. Aber das erzählen wir dem geneigten Interessenten natürlich nicht. :sad2:

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich weiß nicht wie du fütterst, das solltest du dann auch mal dazuschreiben. Veränderte Harnstoffwerte alleine sprechen noch nicht zwingend für eine Nierenfunktionsstörung.

    Und kurzfristig veränderte Nierenwerte und vermehrtes Pieseln treten nach einer ungünstigen Narkose öfter mal auf. Das werden allerdings nicht alle TAs zugeben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Tips stehen in meinem Post darüber ;) .

    Und auch wenn du diesen Hund sehr lieb hast und eben alles mit ihm machen kannst und er in zig anderen Situationen der beste Hund der Welt ist, in dem Moment wo er schnappt, ist er gefährlich.
    Warum fällt die das so schwer, das einzusehen?
    Dein Hund ist davon nicht schlechter.

    Aber du hast die Verantwortung für diesen Hund UND deine Mitmenschen. Schnappt er mal nach einem unheimlichen Kind, dann geht das ins ungeschützte Gesicht und das Leid ist groß.

    LG
    das Schnauzermädel

    Er beschützt nicht, er schnappt wenn Unheimliches seine Individualdistanz unterschreitet. Das ist gefährlich, das darfst du nicht verharmlosen. Ein Zahnabdruck auf einem fremden Arm ist ein absolutes No-Go.

    Maulkorb ist da ein Muss!

    Du musst so ein Problem von verschiedenen Seiten aus angehen.
    Einerseits muss der Hund möglichst viele "merkwürdige" Dinge kennenlernen und die Zeit haben zu sehen, dass sie eben nicht gefährlich für ihn sind.
    Andererseits musst du deine Führungsqualitäten verbessern. Einerseits musst du einen solchen Hund so führen, dass er sich sicher fühlt und eben keine Notwendigkeit sieht sich selbst zu helfen und deine Kommandos zuverlässig auszuführen lernt UND du musst lernen ihn so zu führen, dass du ihn immer so führst, dass er gar nicht die Gelegenheit bekommt. Mit einem solchen Hund begegnet man "Risikopersonen" so, dass man selbst als Puffer in der Mitte bleibt. Mit etwas Übung geht das auch in Aufzügen.

    LG
    das Schnauzermädel