Doch, das warum gehört dazu.
Klar, ein Hund ist keine Gans, die man nach dem Schlüpfen auch auf einen Ball prägen kann, aber normalerweise erleben Welpen Menschen vom ersten Tag an als etwas angenehmes. Dazu kommt die "normale" Mutterhündin, die eben auch vermittelt, das Menschen gut und sicher sind.
Dieses Vertrauen und die Bereitschaft sich an Menschen anzuschließen sind eben nicht einfach angezüchtet. Bindung kann ich auch zu einem Wolfswelpen aufbauen, der wird nur im Gegensatz zu domestizierten Haushunden richtig erwachsen und daher später schwieriger im Umgang. Natürlich wurden über die Jahrhunderte immer besonders bindungsfähige Exemplare für die Zucht genutzt, aber auch wild aufwachsende Hunde sind eher scheu und zurückhaltend.
Deine Maus ist aber in den entscheidenden Phasen ihrer Entwicklung in Verhältnissen gewesen, wo positiver Menschenkontakt eine Rarität und gelassene Althunde ebenso selten waren.
Dazu kommt -gut für den Hund, schlecht für dich- dein Hund lebt nicht allein mit dir. Im Notfall ist das immer ein Hund, an den man sich anschließen kann.
So ein Hund muss dich lesen lernen, er erlernt wirklich eine Fremdsprache. Und so lange er Alternativen hat, wird er die auch nutzen. Wenn ich dich in China aussetze und du findest dort deutschsprachige, dann wirst du auch zu denen gehen. 
Du brauchst eine Menge Geduld. Du musst zwar mit dem Hund umgehen, aber dabei belass es auch. Schaffe Gelegenheiten, wo der Hund wählen kann, ob er zu dir kommt oder es lässt. Verbringe Zeit mit ihr allein, aber sei nur präsent und beachte sie nicht. Gib ihr die Chance ganz von allein zu dir zu wollen. Das klingt jetzt sehr banal, ändert aber für den Hund ungemein viel.
LG
das Schnauzermädel