Beiträge von schnauzermädel

    man sollte stutzig werden, bzw. nachhaken wenn...

    1. ... der Hundeanbieter mehr als eine Rasse anbietet

    2. ... der Hundeanbieter zwar viele Welpen hat, aber keine Elterntiere
    vorweisen kann

    3. ... wenn die Welpen ohne Impfschutz und zu früh (vor der achten Woche) angeboten werden.

    4. ... wenn die Welpen in der 6. Woche geimpft wurden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Appelschnut

    Fangen wir mit den Tierschutzgesetz an, die passenden Passagen hast ja bekommen.
    Bei den meisten Hunden liegen genetische Dispositionen für genetische Defekte vor, dabei ist es ganz unabhängig davon, ob es sich um Rassehunde oder Mixe, Rasse- oder Mischlingsverpaarungen handelt.
    Obwohl die Zucht mit Hunden, bei denen ein hohes Auftreten von Krankheiten zu erwarten ist, verboten ist wird verpaart, was das Zeug hält. Ohne Voruntersuchungen, ohne Datenbanken, die die besonderen Risiken bestimmter Verpaarungen aufzeigen. Denn die Verpaarung zweier phänotypisch gesunder Hunde kann genotypisch sehr kranke Hunde hervorbringen.
    Das interessiert bei Mischlingen oder Papierlosen aber offensichtlich niemanden.

    Gewerbsmäßig ist ein Hundezüchter bereits ab 3 zuchtfähigen Hündinnen, sprich die alte Zuchthündin, die aus der Zucht aber intakt ist, die aktuelle Hündin, die in ihrem Leben 2 oder 3 Würfe bekommen wird und die Nachwuchshündin, die noch gar nicht in der Zucht ist, aber bereits läufig wird, reichen für eine gewerbsmäßige Zucht, die genehmigungspflichtig ist, einen Sachkundenachweis erfordert und vom Amtsvet überwacht wird. Von entsprechenden Vereinen wird auf Einhaltung dieser Regeln Wert gelegt.
    Mehrmals Verkaufanzeigen zu schalten, regelmäßig wechselnde Tierbestände zu haben, erfordert auch diese Auflagen. Nur kann das niemand kontrollieren, Handys sei dank.

    Interessiert aber bei papierlosen Hunden eben nicht, kontrolliert auch keiner.

    Und in wie weit hast du dich mit den anderen Verbänden denn beschäftigt. Verbände, die genau eine sehr lasche Zuchtordnung haben, die gibt es wie Sand am Meer. Scheinen wirklich gute Alternativen zu sein. Die Vermehrerhunde, die Papiere haben und aus Massenzuchten kommen, haben so tolle Alternativpapiere.

    Und wo geht es hier bitte um Schnauzer?
    Die findet man auf dem Markt kaum.
    Betroffen sind doch eher Labrador, Mops, Bernersennen, Chihuahua, engl. und franz. Bulldoggen, Shi-Tzu, Malteser, Terrier und jegliche interessante Mixvarianten.
    Auch bei den Hundehändlern findet man eher gefragte Rassen und Mixe.

    Und nein, nicht jeder Rassehund bekommt diesen Schutz, aber die Mixe und Upse, die bekommen ihn gar nicht!
    Und wenn mir als Vermehrer oder Käufer die verantwortungsvolle Vermehrung, die mehr als gute Aufzucht ausmacht, offensichtlich egal ist, dann sind mir Mixe wohl weniger wert, oder? Sind ja auch billig und man wird sie schnell wieder los.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zuchtverbot bis die THs leer sind?

    Tolle Idee, dann denk das mal weiter.
    Davon bekommen nicht mehr Hunde einen Platz, aber Rassen sterben aus.
    Und wieso sollte geplante Zucht verboten werden? Etwa ein Drittel der jährlichen "Hundeproduktion" kommt aus dem VDH.... Es sitzen aber nicht ein Drittel VDH-Hunde im TH. Also scheint diese Art der "Vermarktung" wohl langfristig sicherer zu funktionieren als andere Möglichkeiten.
    Und warum sollte man gezwungen werden, wenn dann einen TH-Hund zu nehmen? Wir haben immer Nothunde, aber sicher keinen aus einem TH oder einer Orga.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    tagakm

    Das ist der Unterschied unserer Sichtweisen. Für mich sind Vermehrer Diejenigen die aus Profitgier Hunde als Massenware züchten und nicht diejenigen wo es ein Unfall war.

    Dann schau dich mal genau um und zeige mir von den Privat angebotenen Welpen die zahlreichen Unfallwürfe.
    Zur Zeit werden in den einschlägigen Anzeigenmärkten wieder massig Welpen angeboten, die meisten von Privatleuten. Nur Unfallwürfe sind da im der Minderzahl. Reinrassig sind sie oder Edelmixe oder "gesündere" Abwandlungen einer Rasse.
    Hast du dir schonmal die Mühe gemacht und regelmäßig diese Anzeigen beantwortet und bist gucken gefahren? Du wärest sehr überrascht, wie die Unfälle dann oftmals tatsächlich aussehen´und a wie vielen verschiedenen Orten du immer diesselben Verkäufer wiedertriffst. Aber es sind liebevoll in der Wohnung aufgezogene Unfälle. Sieht auch tatsächlich so aus, zumindest beim ersten mal, nur scheinen Herr X oder Frau Y massig Wohnungen zu haben, wo immer mal wieder Unfälle entstehen.

    Und die Händler?
    Was möchtest du gegen die tun? Ein Händler, der brav seine Sachkunde abgelegt hat, vom Amtsvet abgenommene Anlagen hat, keine Welpen illegal über die Grenze bringt, der ist erlaubt. Was man davon halten kann, das steht auf einem anderen Blatt.

    LG
    das Schnauzermädel

    tagakm

    Ne, das ist hier ja nun zum Glück anders.
    Kleines Beispiel:
    Ich habe Riesenschnauzer, ich lebe in einem 160qm-Haus mit kleinem Garten, meine Hunde sind zuchtzugelassen und mit Körung versehen.

    Ich kann keine Riesen züchten. Kein Zuchtwart in meinem Verein wird mir eine Zwingerabnahme positiv bewerten. Méin Garten ist zu klein, ich habe keinen ausreichend großen Welpenraum, ich lebe zu nah an meinen Nachbarn (man muss ja auch bedenken, was passiert, wenn ich nicht alle Welpen loswerde).
    Und ich bin realistisch. Ich würde hier notfalls irgendwie einen Wurf großbekommen, aber öfter ist das sicher nicht vernünftig machbar.

    Mit meinen Gegebenheiten dürfte ich Zwerge züchten. :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Wie kommst du darauf?
    Meinst du, dass ich es besser finde, wenn 2 optisch rassereine hunde so unbedacht verpaart werden? Dass ich meine, denen ginge es besser als irgendeinem Mix?
    Merkwürdige Rasseverbände machen die Sache nicht besser, das schrieb ich auch oben bereits.
    Nur wo ist denn der Schutz für Mixe oder papierlose Hunde?
    Lt. Gesetz zuchtfähig ist eine Hündin, die läufig wird, das Alter spielt keine Rolle.
    Theoretisch wäre man ab 3 Würfen im Jahr gewerbsmäßiger Züchter und vom Amtsvet überwacht und mit der Pflicht einen Sachkundenachweis abzulegen... Und wie sieht die Praxis aus? Immer wieder bieten die gleichen Leute Welpen an. Kleinanzeige, je Wurf wechselnde Handynummern, am Telefon nur "Ja" oder "Hallo". Jedes mal muss man hinfahren, dann fällt auf, dass die "Unfälle" doch sehr regelmäßig auftreten. Nur kann das kein Amtsvet leisten, da muss man lange Zeit investieren und sammeln.
    Die "Rasse- und Mixwelpenhändler" sind das letzte, aber sie werden wenigstens regelmäßig kontrolliert. Und wie viel dort falsch läuft, zeigen die Urteile, die leider umgangen werden, weil sich als Inhaber immer ein neuer Strohmann findet. Aber gegen die Gesetze kann ich nichts machen!

    LG
    das Schnauzermädel

    Im normalen täglichen Leben fast gar nicht, da sind sie nur bei so superkurzen Stops wie Tankstelle, Bäcker, Apotheke oder 3 Teile im Discounter allein im Auto.

    Anders sieht es beim Hundesport aus. Am Hundeplatz kann der Aufenthalt gern mal 6 Stunden dauern, davon sind dann gut 4 Stunden Wartezeit im Auto, Fährte legen oder warten, wenn der eine sucht, das kann auch mal gut eine Stunde werden.

    LG
    das Schnauzermädel

    So, jetzt mal ganz Verbandslos. :D

    Das Tierschutzgesetz verbietet die Zucht mit (erb-)kranken Hunden. Dieses Gesetz gilt für alle.

    Wenn nun ein Züchter eines Verbandes nicht alles tut, viel untersuchen lässt und nachforscht, damit er möglichst sicher gesunde Welpen bekommt, dann wird mir jeder Recht geben, dass das nicht gut und nicht im Sinne der Hunde ist.

    Wenn ein Verband Hunde von irgendeinem TA oder Zuchtwart zuchttauglich schreiben lässt, der Haus-TA die Röntgenbilder auswertet, nur eine Ordnung für über hunderte Rassen gilt, dann findet das sicher auch niemand ok.

    Ja, ich bin für geordnete Zucht nach strengen Vorgaben, ja ich finde für die meisten Rassen ist in D der VDH das Maß aller Dinge (wenn auch durchaus noch verbesserungswürdig) und ja, es gibt einige wenige Verbände außerhalb, die ebenfalls gut sind, aber sie sind sehr selten.

    Gerne wird mir vorgeworfen, dass ich Mischlinge als "minderwertig oder schlechter" ansehe, dabei stimmt das gar nicht. Das tun die Käufer und Vermehrer.
    Denn der Schutz, der einem Rassehund zusteht, den hat ein Mix nicht. Er hat kein Recht auf geplante und verantwortungsvolle Verpaarung. Da gibt es kein Mindest- oder Höchstalter, keine Aufzeichnungen über die Gesundheit, keine festgelegten Pausen...
    Und das sollte zu denken geben.

    LG
    das Schnauzermädel