Beiträge von schnauzermädel

    Ne, Musher geben das nicht, denen würden die Hunde dürre.

    Bei Arbietshunden gibt man gerne eine Grundration Trockenfutter, die aber eingeweicht gegeben wird, weil die hunde sonst viel zu lange mit der Verdauung beschäftigt wären und nich einsatzfähig wären. Bei Arbeit wird mit Fleisch und Fett ergänzt. Es gibt kein Fertigfutter, dass einen wirklich arbeitenden Hund dauerhaft ernährt.
    Und diese reinen Beifutterkroketten lösen sich eben noch schlechter als normales Trofu, da bekommt man ja eh schon kaum aufgeweicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Mit diesen ganzen Fleisch-/Flockenmixen habe ich zuerst einmal das Problem, dass es eigentlich nie passt. Calcium und Phosphor kommen nicht hin und kaum ein Hersteller weist darauf hin. Dazu ist das eine sehr kohlenhydratlastige Ernährung, weil das in D verkaufte Fleisch für Hunde extrem mager ist, die Energie bringen die Kroketten/Flocken. Es entspricht also eher einer Ernhrung mit Fleisch und Brot. Nichts schlimmes, man sollte es sich nur klarmachen.

    Dann ist da natürlich der Punkt, dass Hunde verschieden sind. Was der eine verträgt, dann der andere nicht fressen. Geht uns Menschen ja nicht anders. Meinem Mann würde ich einen Saumagen zudichten, aber Grapefruit mit Kaffee als Frühstück würde ihm den ganzen Tag ruinieren, ich dagegen merke nichts negatives.
    Hunde mit Saumagen dürfen alles haben. ;)

    Fangen wir mit Trockenfutter an:
    Viele Trofu-Hunde haben alle paar Wochen immer mal wieder Durchfall. Nichts schlimmes, das ist schnell wieder vorbei und muss meist nicht behandelt werden. Die meisten Hundebesitzer halten es für normal.
    Warum ist das so?
    Trofu bleibt viel länger im Magen liegen als Fleisch, es dauert halt ewig, bis es zu Brei wird. Der Magensaft ist dabei recht wenig sauer, wirklich die Säureproduktion anregen tut Fleisch, das ist aber wenig enthalten.
    Für die meisten Hunde ist das alles kein Thema. Das einzige, was eben recht oft passiert, ist, dass die Hunde irgendwelche nicht netten Bakterien aufschnappen, die sich in der Suppe gut vermehren können und Hund hat eben mal einen Tag Dünnpfiff.
    Problematisch wird es eigentlich nur bei Hunden, die auch bei Trofu viel Säure produzieren und so eben Magenschmerzen bekommen.

    Genau solche Probleme bastelt man sich bei einem empfindlichen Hund eben auch, wenn man Fleisch und Flocken/Kroketten mischt.
    Dazu kommt, dass bei manchem empfindlichen Hund die Kombination aus weich und noch fest dem Magen Fremdkörper vorgaukelt, die dringend raus müssen.

    Fleisch ist toll. Sorgt es aber für ein zuviel an Säure, dann hat Hund Magenschmerzen. Ob kochen hilft, das hängt schon wieder am jeweiligen Hund. Man muss es versuchen.
    Und bei den Zugaben kann es sein, dass alles exttrudierte nicht ankommt. Unter Druck erhitzte und gepresste Stärke ist eben nicht leicht verdaulich. Eine einfache Salzkartoffel liegt und auch leichter im Magen als Chips.

    Was dein Hund genau verträgt?
    Du kannst es nur versuchen.
    Auch wenn ich nun aus absoluter Üerzeugung selbst füttere, muss das nicht jeder tun.
    Es gibt gute Futter, Hund muss es vertragen, du musst es ohne Baucweh geben können.
    Leicht angepasst wäre deine jetzige Fütterung z.B. eine gute Sache, nur verträgt dein Hund es scheinbar nicht.

    Wenn dir Frischfütterung sehr wichtig ist, dann würde ich es natürlich versuchen.
    Allerdings bekäme Hund bei mir erstmal nur 2 Wochen Pansen, damit er die Mikroorganismen zur Fleisch- und Pflanzenverdauung ansiedeln kann.
    Dann käme bei mir anderes Fleisch dazu. Und die Energie dann z.B. aus Flocken für den Menschen, kochend überbrüht und gequollen.
    Aber das ist nur ein Ansatz.
    Auf die bewährte Fütterung zurückzugehen wäre doch auch kein Beinbruch.

    LG
    das Schnauzermädel

    Mir ist das Verletzungsrisiko beim müden Hund zu groß.
    Daher lieber viel und oft spielen lassen, aber die Zeit jeweils so, dass Hund dabei nicht sichtbar ermüdet. Das bringt auch Kondition und die Zeiten werden immer länger.

    Mein Zwerg (6 Monate übermorgen) wird so bewegt, dass er absolut nicht ermüdet wird, daheim aber weder überdreht, noch völlig umfällt. Das ist für uns das Idealmaß.

    LG
    das Schnauzermädel

    Gesundes Mittelmaß.

    Auspowern ist kontraproduktiv, Hund wird müde, ihm fehlt die Übung, Knochen, Gelenke, Bänder, Sehen, alles ist noch weich. Das bringt von Mikroverletzungen bis zu schweren Verletzungen alles.

    Aber Bewegung, auch auf unebenen Untergründen, Spieleinheiten mit anderen Hunden, etc. fördern die Koordinationsfähigkeit und auch die Festigkeit von Knochen, Bändern und Sehen.

    Also Bewegung ja, auch mal Lebensfreude pur, aber eben kein Auspowern.

    LG
    das Schnauzermädel

    Natürlich sind Medis für Tiere u.U. viel teurer.
    Das Zulassungsverfahren ist nicht viel billiger, die verkaufen Mengen dagegen schon. Dazu fehlen Verhandlungen über die Preise.
    Aber D ist generell ein Land mit sehr hohen Medikamentenpreisen. :hust:

    LG
    das Schnauzermädel

    Erstens wird so etwas durchaus geprüft und kann für den TA übel ausgehen.
    TAs finden das auch nicht lustig, es hat für die mehr Nachteile als Vorteile.
    Natürlich ist es auch heute kein Thema ein Akutmedikament umzuwidmen, wenn das Tierpräparat gerade nicht schnell genug greifbar ist.

    Zweitens: Wenn es bisher kein Präparat für Tiere gab, dann gab es natürlich Humanmedis. Aber immer wird jetzt auch extra für bestimmte Tierarten zugelassen. Die Pharmahersteller leben halt davon.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das wird jetzt länger... :D

    Um das alles halbwegs beurteilen zu können, sollte man sich mit dem Thema mal auseinandersetzen und sich Zeit nehmen.

    Wenn ich eine Rassehundezucht betreibe, dann festige ich Merkmale. Das ist schließlich der Sinn der Sache.
    Dummerweise ist Zucht kein Puzzlespiel, man festigt nicht nur gute Merkmale, auch schlechte schleichen sich logischerweise ein.
    Das muss kein Problem sein. Da spielen Zuchtplanung und vor allen Nachzuchtkontrollen eine sehr große Rolle.
    Gerade bei Rassen, die einen Nutzwert haben müssen, ist die Krankheitsvermeidung ein wichtiges Thema, da wird auch viel mehr Wert aufs Wesen gelegt. Hund soll schließlich lange gesund arbeiten können und leicht nutzbar sein.
    Hier kann man also nicht sagen, dass Rassehundezucht immer gesündere oder kränkere Tiere hervorbringt. Da muss man sich die einzelnen Rassen und die betreuenden Vereine ansehen, die Schwankungen sind enorm.

    "Rassehundezucht" ohne Papiere oder in Vereinen mit sehr niedrigen Anforderungen sind daher logischerweise "gefährlich". Gefestigt wird auch da Gutes wie Schlechtes, aber niemand kann mehr nachvollziehen, was woher kommt. Man kann es also nicht vermeiden. Außerdem gehen Hunde in die Zucht, die erblich gesehen nicht gesund genug sind.

    Mischlinge sind nun weder gesünder , noch kränker. Man weiß halt gar nicht, was man bekommt. Man kann Glück haben oder Pech. Wer weiß schon, wer die Eltern waren und was sie mitbringen. Den Heterosiseffekt kann man für Mischlinge in den seltensten Fällen anführen, die wenigsten Mixe stammen von 2 sehr reinerbigen Eltern ab. Und die positiven Eigenschaften treffen auch nur auf die erste Generation zu.

    LG
    das Schnauzermädel