Beiträge von schnauzermädel

    Ähm, soll es jetzt darum gehen einen Hund auf Biegen und Brechen am Leben zu erhalten?

    Wer sind wir, dass wir die Lebensqualität von Pepper einschätzen können?
    Das kann Murmel, und das können Leute, die den Hund kennen.
    Und wenn der Punkt da ist, dass aus Leben Leiden wird, dann zählt das Hier und Jetzt und keine eventuelle "Rettung" in Monaten. Es ist ja nun nicht so, dass man gar nichts weiß und keinerlei Diagnostik gelaufen wäre.

    Es ist die eine Sache einem Hund sehr viel Leid, das er verständnislos ertragen muss, zuzumuten, wenn man weiß, dass er wieder gesund wird, bzw. dass er sehr gute Chancen hat.
    Aber wenn man weiß, wie es wird wenn und seinem Hund das nicht mehr zumuten möchte, wenn man eben keine Alternativen hat, dann sollte das wohl niemand verurteilen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das kann man an Hunden, die durchaus für ihre Umwelt "gefährliche" Anlagen haben sehr schnell erklären. :D

    Nehmen wir mal meinen Riesenschnauzerrüden.
    Er ist von einem seriösen Züchter, der seit über 25 Jahren seine Mutterlinie festigt, sich wirklich Gedanken macht nicht der erstbesten Rüden nimmt, etc, also alles eigentlich bestens. Leider nur eigentlich, denn das Wesen und die Gebrauchsfähigkeit, das waren leider keine Themen. Und nein, er züchtet nicht mit Hunden, die man als wesenschwach bezeichnen würde, aber viel weiß man halt nicht, denn wenn man einen Hund nicht ausbildet und nicht belastet, dann bleiben sehr wichtige Punkte einfach verborgen. Weil reines Ausstellungstraining und Gassi im gewohnten Umfeld zeigen den Kern des Hundes nicht. Es scheint also alles in bester Ordnung und die Biester sind traumhaft schön und dabei tatsächlich standardgerecht.
    Und dann fällt dieser eine Wurf. Der Vater ist bewährt, der hat es maximal in der Kombination mit ausgerechnet dieser Mutter vererbt, wahrscheinlicher kommt es aber über die Mutterlinie, weil die anderen Kinder von ihm das nicht haben... Ganz ohne sind die Damen auch nicht, aber es ist beherrschbar, einen Kopf macht man sich nicht, ist halt ein Schnauzer. :hilfe:
    Das alte Schnauzererbe schlägt voll durch. Der Hund ist extrem territorial veranlagt, Besuch wird zum echten Problem. Der Hund ist sehr misstrauisch gegen Fremde, sprich harmlose Passanten sollten besser weit genug weg bleiben. Gleichgeschlechtliche Artgenossen gehen kaum. Der Hund geht sofort in Wehrbereiche und das nicht aus Angst, das setzt er auch gegen Bezugspersonen um.
    Als einzigen Pluspunkt dieses Hundes muss man seine guten Nerven und seine mittlere Reizschwelle nennen, hätte der noch die Flatteritis, dann möchte ich da gar nicht drüber nachdenken.
    Leider hat er weitere, elementare Nachteile, weil nie darauf geachtet wurde.
    Heute besteht ein Riese im PSK den Wesenstest nicht, wenn er nicht spielt. Das hat Gründe. Möchte ich einen Hund ausbilden, dann brauche ich einen Hund, der spielt und frisst. Tut er nichts von beidem, habe ich nur noch Zwang und wer möchte das schon? So, dieser Hund, der dringend erzogen werden MUSS, spielt aber nicht und arbeitet auch nicht wirklich für Futter, außer man lässt ihn hungern. Koorperationsbreit mit seinem Menschen ist er auch nicht, Lob interessiert ihn nicht.
    Dazu kommt deutlich mangelnde Härte, der Hund verträgt keine Hitze und sobald es ansatzweise antrengend wird, verweigert er sich völlig. Nein, er ist kerngesund und temperamentvoll, aber letzteres nur, wenn ihm danach ist.

    Als Familienhund ist der gnadenlos in die Hose gegangen, obwohl sein Besitzer doch bewusst einen ruhigen, schönen Hund gewählt hatte. :hust:
    Sportler, die den Hund eher händeln könnten, wollen ihn nicht. Was sollen sie damit? Sport macht mit diesem Hund keinen Spass und dem Hund selbst ganz sicher auch nicht.
    Und diesen Hund so zu erziehen, dass man sich locker mit ihm in der Welt bewegen kann, das war Knochenarbeit. Das hat weder mir, noch dem Hund viel Freude gebracht, egal wie sehr ich mich bemüht habe.
    Und seine Geschwister sind ähnlich. Und natürlich haben sich da welche vermehrt, weil sie doch so wunderschön sind.

    Und das ist der Grund, warum Gebrauchshunde "einfach so" gezüchtet, ein echtes Problem sind.
    Wenn der Beagle nur nicht sucht oder nicht mehr spurlaut ist, das ist für die Rasse zwar schade, aber für die Umwelt und den Besitzer weniger ein Thema. Aber wenn bei Dienst- oder anderen Jagdhunderassen die vorhandenen Aggressionen plötzlich unlenkbar hervorkommen, Hütehunde in Teilsequenzen und Stereotypien gefangen sind, dann ist das ein ganz anderes Thema.

    LG
    das Schnauzermädel

    Reife Auberginen sind aber sehr solaninarm, unreif sind sie eher ein Thema...
    Wieviel soll denn in 200ml Kochwasser sein? Solanin ist auch für Menschen giftig, und wir essen das Zeug ständig mit, weil man erstmal eine ordentliche Dosis braucht, passiert nichts. Mit Tomaten nehmen wir immer ganz viel auf.
    Und Hunde vertragen zum Glück gar nicht so wenig davon.

    LG
    das Schnauzermädel

    Leistungszucht heißt doch eben gerade nicht den zukünftigen Superdiensthund, Supersportler, Superjäger, Superhüter, etc. zu züchten.
    Es heißt doch nur, einen gut ausbildbaren Hund mit den nötigen Anlagen im passenden Gleichgewicht zu schaffen

    Dass der dann nicht nur auf dem Sofa sitzen kann, das sollte klar sein.

    Und doch, auch die Extreme sind nötig. Nicht unbedingt für irgendeinen Menschen, obwohl sich auch immer jemand findet, der Spass dran hat, sondern für die Zucht. Mit Bedacht eingesetzt, können Extreme den Querschnitt verbessern.

    LG
    das Schnauzermädel

    Kannst du geben, aber auf Dauer solltest du halt mal rechnen. Fleischige Hühnerknochen sind im Calcium-Phosphor-Verhältnis sehr eng, du kannst also problemlos den Bedarf deines Hundes decken, aber die reine Fleischportion hat einen Phosphorüberschuss, der dann eben das Verhältnis verschiebt. Den kann man dauerhaft eher schlecht nur mit Huhn kompensieren.
    Bei abwechslungsreicher Fütterung gar kein Thema, bei einem ausgewachsenen Hund auch recht lange ohne Auswirkungen machbar, beim Welpen wäre es ungünstig.

    Luftröhre sind Knorpel und Bindegewebe, wenig hochwertig, aber als bindewebiger Anteil toll zum Knabbern.

    LG
    das Schnauzermädel

    Viersen ist schon wieder Massenware, da sind die Pansen zwar recht sauber, aber sicherlich ganz konventionell und wo der evtl. Schaf herbekommt, das möchte ich gar nicht so genau wissen.
    Türkische Metzger kann man noch anfragen, da bekommt man zumindest Geflügel ganz toll.
    Und hier kannst du mal anrufen, falls dir das nicht zu weit ist. Von Viersen aus gesehen ca. 30km.
    http://thoenes-natur-verbund.de/ Bis 12 Uhr ist der passende Mensch, meine ich, da. Die sind sehr nett und bemüht.
    Irgendwo in Essen-Kettwig gibt es noch einen Schafzüchter, schau mal in die Datenbank bei den Gesundenhunden.
    Ich habe eine kleine Schafquelle, aber nur in ganz kleinem Rahmen, gibt es bei uns daher selten. Daher kann ich da leider wenig helfen.
    Übrigens kannst du ruhig in deinem Hegering anrufen, die meisten Jäger freuen sich und außerdem kann gleich ein Wenig Wild für dich mitkaufen, Preis und Qualität ist unschlagbar. :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Ihr habt wenigstens noch Hunde. :hilfe:

    Wie seht es denn bei anderen Rassen aus?
    Weg sind sie, die Fähigkeiten, die so lange angelegt wurden.
    Und die Ergebnisse machen keinen Spass.
    Sie funktionieren nicht einmal als "einfacher Familienhund". :roll:
    Und wer noch da ist, kämpft gegen Windmühlen, weil es genetisch einfach eng wird.

    Zumal dieses "Wir wollen nur einen Familienhund", der muss nix können.
    Hat sich jemand mal die Belastungen angesehen, die durchschnittliche Familienhunde so aushalten müssen. Ich meine, die, die bei Menschen leben, die einfach einen Hund haben? Kein Hundebuch lesen, keine Hundeschule- oder Verein besuchen, einfach Futter kaufen und eben mit Hund leben?
    Leicht erziehbar soll er sein, Fehler verzeihen, man hat ja keine Ahnung und auch keine wirkliche Lust, Heute ist er Kinderspielzeug, bei schönem Wetter möchte Papa aber dann doch 3 mal im Jahr die große Radtour mit dem Hund machen. Die Dame des Hauses treibt sporadisch Sport, da geht er mit. Dann müssen Wochen wieder 3 Runden um den Block reichen. Riesige Hunde leben in hohen Etagen ohne Aufzug. Das kann man endlos weiterführen...
    Und da soll nochmal jemand sagen, eine Familie braucht keinen nervenstarken, belastbaren und gesunden Hund.

    LG
    das Schnauzermädel