Stell dich einfach darauf ein, dass es die erste Zeit etwas stressig werden kann.
Als zu unserer Hündin der Rüde kam, haben wir alles Spielzeug weggeräumt, in allen Räumen, in denen die Hündin bereits einen Platz hatte, einen weiteren Schlafplatz geschaffen und erstmal die Möglichkeit zum getrennt füttern geschaffen.
Am Einzugstag haben wir die beiden draußen aufeinandertreffen lassen und haben erstmal eine große Runde gedreht, die vereinigte Hundschaft war begeistert.
Als wir jedoch unser Haus ansteuerten, wurde die Dame des Hauses nervös, zog, rempelte und drängelte, sie musste dringend die Wohnung zuerst betreten.
Dort besetzte sie sofort fletschend die Couch
.
So lange es sich im Rahmen hielt, durfte sie ihren Unmut kundtun. Von einem Liegeplatz aus drohen und einen Satz heiße Ohren verteilen, wenn der neue das missachtete, haben wir erlaubt.
Aktionen wie, ich drohe von der Couch runter und wenn du es wagst, das Wohnzimmer zu betreten, stürze ich mich auf dich, haben wir allerdings rigoros unterbunden.
Auch das strategisch günstige Platzieren in der Diele, damit der neue Krach bekommt, wenn er den Raum wechseln möchte, haben wir verboten. Dort gab es noch nie einen Liegeplatz, daher wird dort auch nichts verteidigt, war unsere klare Ansage.
Beim Füttern haben wir erstmal mit Kindergitter getrennt, unsere Hündin neigt nämlich dazu fremden Hunden zu erklären, das da ist mein Napf, wenn du den auch nur ansiehst, bist du tot. Und jetzt geh bei Seite, dein Essen ist auch meins!
. Um Konfklike auszuschließen, haben wir du Hunde erst getrennt abgelgt und dann das Futter vorbereitet und ausgeteilt.
Ähnlich haben wir es bei den Gassivorbereitungen gemacht. Damit nicht plötzlich 2 aufgedrehte Hunde an der Tür rumtanzen und evtl. Stress miteinander bekommen, wurden sie erst mit Abstand zueinander abgelegt, dann haben wir uns angezogen und die Hunde angeleint und dann ging es gesittet durch die Tür. Wobei das hat doch eine Weile Arbeit gemacht, die Hunde fanden die Idee doof.
Das ganze kann natürlich auch viel unproblematischer gehen. Nicht jeder hat so eine Ziege daheim wie wir.
Es hat einige Monate gedauert, bis die Situation ganz entspannt war. Und nach etwa einem Jahr hatten die beiden endlich so ein "Wir-Gefühl". Jetzt hängen sie sehr aneinander, schlafen häufig als "Hundehaufen" und wenn der eine knurrt, fragt der andere nicht mehr warum, sondern macht mit. Da muss man dann anfangen etwas gegenzusteuern, damit nicht 2 Hunde als mobbendes, starkes Rudel andere Artgenossen auf dem Spaziergang herunterputzen.
LG
das Schnauzermädel