Ich versuchs mal:
Sie können nicht billiger verkaufen, sie müssen
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Man züchtet ja nicht, weil man Geld verdienen möchte. Die meisten Züchter möchten mit einer Hündin, die ihnen gefällt, die Rasse verbessern. Ziel ist immer, dass die Welpen die Elterntiere in Schönheit. Leistung und Gesundheit übertreffen.
Man hat also eine tolle Hündin, diese erlangt die Zuchtzulassung und man möchte nun mit ihr züchten.
Die allein bis jetzt anfallenden Kosten deckt der Verkauf des ersten Wurfes normalerweise nicht, selbst wenn die Welpen je etwa 1000€ kosten.
Jetzt werden aber sehr viele Welpen bei den DSH gezüchtet. Die Aussteller bevorzugen genauso bestimmte Abstammungen wie die Sportler. Dazu bevorzugt man Elterntiere, die eine sehr hohe Zuchtwertschätzung haben und wo Nachkommen bereits erfolgreich sind. Als kleiner Neuzüchter hat man da ein Problem. Hat man eine Bekannte Linie, züchten die auch andere, die bereits einen Ruf haben. Hat man eine unbekanntere Linie, ist man auch nicht gefragter. Dazu bekommt man meist nicht den Zugang zu den wirklich gefragten Deckrüden, da ein Rüde im SV "nur" 60 Hündinnen pro Jahr im Inland decken darf. Mit so einem Rüden macht der Besitzer aber meist keine Experimente, weil dessen Beliebtheit nachlässt, sollte die Nachzucht nicht so gut sein. Da geht es dann ja auch um viel Geld.
Wenn also nun die Welpen da sind, werden nur Käufer kommen, wenn diese nicht zu teuer sind. Bleiben die Welpen länger, kosten sie jede Woche deutlich mehr Geld und brauchen mehr Zuwendung. Das wird schwierig, also wird es wieder günstiger, weil man die Verluste begrenzen muss.
Wenn dann viele Züchter in der Nachbarschaft auch Welpen haben, wird es nochmal schwieriger mit dem Verkauf.
Zur Zwingerhaltung kann ich dir wenig sagen. Bei den DSH stört es wenige Käufer, dazu haben die meisten Züchter viele Hunde, da wird die Haltung unkomplizierter. Gut finde ich es nicht, aber es war wohl schon immer so und ändert sich erst langsam.
LG
das Schnauzermädel