Das Futterdrama ist vollkommen normal
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Bei einem Hund ist es genetisch nicht vorgesehen Futter wieder abzugeben. Selbst in einem Rudel darf der Schwächste Futter verteidigen, dass die Stärkeren liegen gelassen haben.
Nun ist eine Familie kein Hunderudel und es gelten andere Regeln, damit ein reibungsloses Zusammenleben möglich ist.
Also ist es bei aller Normalität ein Problem, an dem gearbeitet werden sollte.
Üb zuerst mit dem Hund das Tauschen. So lernt der Hund, dass Abgeben Vorteile bringt, denn man bekommt etwas besseres
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Danach kann man das Abgeben und wieder Zurückgeben üben. Dann bemerkt der Hund, dass er gar nichts verliert.
Zusätzlich immer schön üben, dass der eigene Mensch sich alles ganz genau ansehen darf. Also immer schön Pfoten, Ohren und Zähne kontrollieren und das ganze konsequent durchziehen und belohnen. Dabei kann man sehr schön üben, dass Gegenwehr wenig bringt, Kooperation sich aber lohnt.
Hat der Hund etwas erwischt, das er gar nicht haben darf, dann nicht ängstlich oder Zurückhaltend an die Sache herangehen. Ein beherzter Griff ins Halsband und ein Zangengriff ums Maul (von Oben mit Daumen und Zeigefinger die Lefzen so kräftig wie nötig gegen die Zähne drücken) öffnet das Maul zuverlässig und dir kann nichts passieren
. Dann erst die losgelassene "Beute" aufheben und dann den Hund loslassen. Das ist zwar nicht nett, aber es ist u.U. eine lebensrettende Massnahme. Ist das Objekt der Begierde zu tief im Rachen, fängt man genauso an. Aber wenn das Maul mit dem Zangengriff fixiert ist, nimmst du die Hand vom Hals und drückst mit dem Handballen den Unterkiefer runter, dann kommt man an alles ran.
Allerdings sollten solche Massnahmen nach ausreichendem Training nicht notwendig sein.
LG
das Schnauzermädel