ei uns war das echt Zufall. Nach dem Tod des ersten Riesen sollte es ein TH-Hund werden. Laut TH ein Fundhund, der erzogen, stubenrein, kinderfreundlich, usw. war. Wir waren einmal mit ihm spazieren, da zog er nur wie irre durchs Niemandsland, dann sollten wir uns entscheiden. Also kam er mit.
Zu Haus gab es dann echte Probleme, er war nicht stubenrein, besetzte den Flur und ließ keinen Raumwechsel mehr zu, stand nachts knurrend vor dem Bett, zeigte Aggressionen gegen jeden Begegnungsverkehr draußen und noch so einiges.
Ich war einfach überfordert und verzweifelt. Ins TH, das ihn als netten Familienhund vermittelt, wollte ich ihn nicht geben. Unser TA, der sehr vernünftig ist, hätte ihn auch eingeschläfert. Durch eine optimale Wohnsituation konnten wir lange Zeit auf Gassigänge verzichten und uns langsam herantasten. Die ersten Monate gab es nur Wohnung, Garten und Hundeplatz. Und ich habe mich oft hingesetzt und eine Runde geheult.
Nach gut einem Jahr wurde es sichtlich entspannter und irgendwann war er ein normaler Hund. Er hat Nerven gekostet, aber es hat sich gelohnt. Er wurde steinalt. Danach habe ich gesagt, nie wieder so einen Hund
und es gab wieder einen Welpen vom Züchter. Der blieb nicht lange allein, weil wieder ein "Ekel" einen Platz brauchte... Ich ließ mich überreden. Mittlerweile sagen wir für uns: Für jeden Züchterhund einen Nothund. Trotzdem muss die Grundchemie stimmen, sonst wird das nichts. Und ohne meine geduldigen Helferlein, die durchaus sagen Maulkorb drauf und verhauen, aber mich trotzdem auf meinem Weg unterstützen, könnte ich das nicht
. Wir suchen solche Hunde auch nicht, wir sehen uns den Hund an, wenn wir etwas hören und Platz haben. Wenn dann die ganze Familie sagt, den möchten wir, dann zieht er ein. Früher hatten wir mehr Möglichkeiten, aber jetzt mit Kind ist nur Platz und Zeit für 2.
LG
das Schnauzermädel