Alina, ich zitiere ketzt nicht alles, versuche aber umfassend zu antworten
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Warum du nur solche Bilder siehst, kann ich dir nun auch nicht sagen. Aber nur weil du es nicht anders kennst, heißt das doch nicht, dass es nicht genügend Hundehalter anders machen. Was soll ich daran ändern? Ich kann nur anders trainieren und beweisen, dass es anders besser geht.
Ähm, eine Kettenhalsband schlackert am Hals herum, es klirrt manchmal, es trägt sich einfach ganz anders als ein Leder- oder Nylonhalsband. Natürlich muss sich ein Hund daran gewöhnen. Wenn du plötzlich deutlich schwerere Ohrringe trägst, die herunterhängen, dann empfindest du das auch erstmal als ungewohnt. Das nimmt man doch nicht erst in der Prüfungssituation. Außerdem ist das Halsband eine Hilfe. Kettenhalsband heißt bei meinen Hunden arbeiten, Böttcher-Suchgeschirr heißt es geht in die Fährte. Warum soll man es sich nicht leicht machen und seinen Hund einstimmen. Meine Hunde bemerken bereits an der Art des Lobes in der Grundststellung, welche Übung als nächste kommt.
Da VPG in nächster Zeit nicht verboten wird, ist es wohl sinnvoller den Sport vernünftig auszuüben, als das Feld den ewig gestrigen zu überlassen. Ändern kann man in diesem Bereich nur etwas, wenn man es erfolgreich vormacht. Und zum Vormachen gehören Prüfungsergebnisse, denn das, was man auf dem Platz zeigt, ändert gar nichts, wenn es nicht untermauert ist.
Du hast keine Ahnung von diesem Sport, du hast nur die üblichen Bilder im Kopf. Mit welchem Recht machst du aber auch alles schlecht? Nur weil du es dir nicht vorstellen kannst? Warum wetterst du eigentlich nicht gegen Fährtenarbeit? Nur weil du noch kein Suchgeschirr nach Raiser gesehen hast? Weil du noch keine Fährtenarbeit mit Stachel gesehen hast? Dort, wo Menschen Erfolge erringen können, wird es immer schwarze Schafe geben. Dann darf man gar keine Tiere mehr halten, denn immer wenn Tiere zur Freude des Menschen gehalten werden, werden Tiere auch gequält. Dabei ist es vollkommen egal, um was für ein Tier es sich handelt.
Und wenn ein Hund-Halter-Team mit einem vernünftig eingesetzten Hilfsmittel ein Problem lösen kann, dann sollte man das nicht per se schlecht machen. Denn ein Hund hat nach ein paar Wochen Training sicherlich mehr vom Leben, als wenn er nur in den Garten gelassen wird, weil sich niemand mit ihm heraus traut. Nachhaltige Schäden kann man auch mit einem Geschirr oder einem normalen Halsband anrichten. Hände und Füße hat man immer dabei. Wenn ich nur an meinen aktuellen Nothund denke, dann wäre ich dankbar, wenn dort ein Halti benutzt worden wäre und nicht Stachel, Schlinge und TIG. Das ganze wurde übrigens in einer Hundeschule angerichtet. Aber die Arbeit hinterher haben sich Vereinskollegen von einem Ach-so-bösen-VPG-Platz gemacht, ohne deren Hilfe ich nie hätte mit diesem Hund arbeiten können.
LG
das Schnauzermädel