Beiträge von schnauzermädel

    :D Ich würde es gerne versuchen. Meinst Englisch-LK, etwas eingerostet aber nicht ganz vergessen, reicht mit viel Einsatz um das zu bewältigen?

    Du kennst doch deutsche TAs, ich möchte jetzt nicht viel Geld für ein wahrscheinlich wenig erquickendes Beratungsgeschpräch ausgeben. Vorher möchte ich schon einschätzen können, ob das überhaupt etwas für ihn sein könnte.
    Also ich würde mich sehr über Post freuen!

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Pferd, Wild, Huhn und Fisch.

    Das Problem an den meisten Trockenfutter ist aber, dass oft tierisches Fett deklariert ist und auf Nachfrage beim Hersteller dann Rind nicht ausgeschlossen wird.

    Dann ist für euch ja ein Futter wie das von James Wellbeloved ja ein echter Segen, weil dort das Fett zur Fleischquelle passt.
    Eigentlich finde ich so Großkonzernfutter übel, aber in speziellen Fällen können die ja auch mal gute Ideen haben.
    Aber wenn man kein Lamm braucht, dann gibts das von Josera viel günstiger.
    Bei Flockenfuttern wirds natürlich eng.

    LG
    das Schnauzermädel

    mexnicky

    Ich kann gar nicht sagen, wie es genau angefangen hat. Der Hund war ja bereits sehr alt für seine Größe und hatte nur noch ein Auge. Vieles hat man ja zuerst gar nicht bewusst wahrgenommen, der Hund veränderte sich schleichend und er war ja ein Opi.
    Ob das jetzt Demenz beim Hund war, weiß ich nicht, aber der Begriff beschreibt es einfach am Besten. Rückblickend wurde der Hund zuerst irgendwie unruhig, er lag nicht mehr so lange an einem Platz und wanderte viel mehr scheinbar ziellos durch die Wohnung. Er stieß sich öfter den Kopf, wenn er mit der Seite ohne Auge neben einem Hindernis sass oder stand. Das hatte er früher nur sehr selten gemacht, er wusste meist, dass dort etwas im Weg ist. Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass er schlechter hört. Insbesondere im Freilauf reagierte er manchmal gar nicht, dann schob ich das aber wieder beiseite, weil er "die Flöhe Husten" hörte. Irgendwann ging es dann ganz schnell. Plötzlich kam die Verwirrung mit den richtigen Türen. Bereits kurz danach kam er im Feilauf angerannt, stand vor uns, knurrte, zeigte die Zähne und wusste gar nicht, ob er uns jetzt angehen möchte oder doch lieber weglaufen. Nach wenigen Sekunden war der Spuk vorbei und er freute sich, als ob wir lange weg gewesen wären. Es war in der Dämmerung, ich machte erstmal einen Termin beim Augenspezialisten, weil ich dachte, jetzt sieht er nicht mehr viel auf dem verbliebenen Auge. Dass er uns hätte Riechen müssen, habe ich gar nicht bedacht. Diesen Termin haben wir allerdings nur pro forma wahrgenommen, weil die "Ausfälle" zunahmen. Er sass knurrend in der Box im Kombi, er sass knurrend im Körchen. Er er kannte uns zeitweise gar nicht und hatt eindeutig richtig Angst vor uns. Da hatte damals das Medikament sehr gut gewirkt.

    Beim jetzigen Chaoten bin ich gar nicht auf die Idee gekommen Medis einzusetzen. Ich wüsste auch gar nicht, wie man da ansetzen sollte. Es gibt hier mittlerweile eine verhaltenstherapeutische Praxis in erreichbarer Nähe, aber wie gesagt, ich hatte nie das Gefühl, dass das ein Problem dafür sein könnte. Daher finde ich einen Austausch mit tagakm, die mir nichts verkaufen möchte, sehr interessant.
    Jetzt ist ja der harte Teil des Zusammenwachsens gemeistert. Wenn ich die nötige Konzentration aufbringe, dann ist der Hund mittlerweile problemlos führbar. Im Haus ist er ein angenehmer Mitbwohner, der gar keine Anwandlungen mehr hat und der wunderbar mit unserem Kind spielt. Wenn er jetzt noch bestimmte Bewegungen einschätzen lernt und die menschliche Mimik besser deuten kann, dann kann er so bleiben, denn dann kann er endlich ganz entspannt leben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein, keine Hundefriseurin. Ich mache nur seit Jahren meine Riesenschnauzer und ab und an mal andere Hunde.
    Wenn man das ganze nicht selbst machen möchte, dann findet sich meist ein Züchter in der Nähe, der das übernimmt. Einen guten Hundesalon zum Zupfen zu finden, ist leider sehr schwer.
    Wenn du ein wenige Fell zwischen die Finger nimmst und alle oder zumindest ein Teil der Haare auf leichten Zug rausgeht, dann ist reifes Haar vorhanden.
    Wobei, wenn ich mir die Ursprungsrassen ansehe, dann würde ich den Hund wahrscheinlich nur regelmäßig gründlich bürsten, im Sommer evtl. mit Furmi oder Coat King bearbeiten, damit der Fellwechel zügig geht und zum Ausdünnen, falls dem Hund zu warm wird. Ist ein Hund, bei dem das Haar ganz besonders lang wird, würde ich evtl. störende Partien mit einer Schere einkürzen. Eigentlich dürfte der Hund kein typisches Trimmfell, wie manche Terrier oder eben Schnauzer mit guter Haarqualität haben, aber ich habe noch einen Elo angefasst ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Also :D ...
    In D wird Trimmen meist als Begriff für das Zupfen von (rauhhaarigen) Hunden verwendet, im Ausland ist das "Trimming" ganz allg. das Zurechtmachen und das Zupfen heißt "Stripping".
    Bei allen Hunden mit Unterwolle kann man diese Auskämmen, damit dem Hund im Sommer nicht zu warm wird (z.B. Golden Retriever, Neufundländer oder DSH).
    Bei den rauhhaarigen Hunden hat man eine Besonderheit. Diese Hunde verlieren das reife (also abgestorbene) Haar nicht von allein. In bestimmten Abständen (je nach Hund und Art der Pflege) muss man den Hund von seinem Fell befreien, weil das abgestorbene Haar sonst juckt und das neue Haar farblos und weich wird.
    Jetzt gibt es verschiedene Varianten:
    Man kann warten bis das Haar sehr reif ist, dann entfernt man das gesamte Deckhaar, also die Granne. Nach 2-4 Wochen ist genügend Granne nachgewachsen und man entfernt die gesamte Unterwolle. Das kann man, je nach Hund, 3-4 mal im Jahr machen.
    Oder man hält den Hund im sog. Rolling Coat. Daber entfernt man alle 2-4 Wochen einen Teil der Unterwolle und alle losen Grannen. So hat man immer verschiedene Wachstumsstadien am Hundekörper und der Hund sieht immer gepflegt aus. Auch dauert die Prozedur dann natürlich nicht so lange, die Gesamtarbeitszeit aufs Jahr gerechnet, ist aber höher.
    Dann gibt es noch Hunde, bei denen die Unterwolle länger als die Granne wird. Hier muss man immer wieder die Unterwolle entfernen, weil die Unterwolle sich sofort voll Wasser zieht und der Hund bereits bei leichtem Regen nass bis auf die Haut wird.
    Der Furminator beseitigt fast kein Grannenhaar. Auch die Unterwolle holt er nicht so gründlich heraus, wie ein gutes, fachgerecht eingesetztes Trimmmesser. Er eignet sich aber hevorragend zur schnellen Pflege zwischendurch oder zum Vorarbeiten.
    Wie und in welchen Abständen man den Hund bearbeiten muss, das hängt ganz von der jeweiligen Fellbeschaffenheit ab. Da gibt es riesige Unterschiede selst bei Hunden einer Rasse. Man muss seinen Weg finden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Aeskulap Favorita II, das Ding ist unschlagbar und unkaputtbar :D . Meine hat jetzt über 20 Jahre auf dem Buckel und läuft einwandfrei.
    Allerdings sind die arg teuer, es lohnt sich bei Ehaso mal wegen Gebrauchtgeräten anzurufen.
    Wahl Maschinen gehen auch halbwegs, die haben aber ein weniger schönes Schnittbild.
    Die Oster Golden A5 (hieß die genau so :???: ) ist auch ganz nett, aber wer jemals eine Favorita hatte, nimmt nicht anderes mehr.

    LG
    das Schnauzermädel

    Selgian enthälz den Wirkstoff eines Parkinsonmedikamentes für Menschen. Mittlerweile setzt man es bei Hunden zur Unterstützung vom Lernverhalten bei Ängsten ein. Es ist kein Beruhigungsmittel, sondern es erhöht die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit bei bestehender Angst.
    Man kann es aber auch einsetzen wenn ein Hund "Demenz" hat. Unser alter Rüde (er wurde 18) zeigt etwa mit 14 Jahren merkwürdige Anwandlungen. Er zeigt an, dass er mal muss. Das tat er aber an einer völlig falschen Tür. Also er hielt z.B. die Badezimmertür für die Wohnungstür, zeigte dor an, dass er muss und wollte auch unbedingt dort hinausgehen. Er sträubte sich zur echten Wohnungstür zu gehen, war offensichtlich verwirrt und hatte Angst. Er erkannte uns zeitweise nicht mehr, er stand im Freilauf plötzlich vor uns und knurrte, dann erkannte er uns und freute sich, als ob wir ihn grade nach Stunden draußen aufgelesen hätten. Teilweise bekam er Angst vor bekannten Möbeln.
    Wir ließen die Augen untersuchen, schauten nach der Hirndurchblutung und gaben Karsivan. Dann stand Einschläfern im Raum, weil ein verwirrter Riesenschnauzer ist ja nicht grad ungefährlich. Ich machte mich schlau und stieß auf einen gestörten Dopaminhaushalt im Gehirn als mögliche Ursache. Selgian sollte helfen, aber kein TA wollte es verschreiben, weil sich vorhandene Aggressionen verstärken könnten. Aber wir haben jemanden gefunden und noch 3 weitere Jahre mit unserem Hund verbringen dürfen, er war dann wieder ganz der alte.
    Aber in den USA ist man viel weiter, was die Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten angeht. Ich kenne mich da aber eben gar nicht aus.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ach Bibi, ich meine dich gar nicht.
    Alina, hat bei diesem Themenkomplex irgendwie eine merkwürdige Ansicht. Alina, du weißt, ich schätze deine Beiträge sehr, aber hier empfinde ich deine Haltung als bequemes Wettern bei gleichzeitigem Augen Verschließen.
    Bessere Hundeplätze gibt es. Aber erstens haben die meist keinen besoders guten Helfer, auf den ich aber sehr großen Wert lege, weil ich ihm meine Hunde anvertrauen muss, zweitens können dort die Leute doch problemlos hingehen, die es anders wollen.
    Das ändert aber nichts an den Zuständen auf den anderen Plätzen. Die sterben nicht aus, denn es bleiben immer wieder genügend Neulinge dort hängen, weil es für sie überzeugend klingt.
    Aber man ist einem Hundeplatz nicht wehrlos ausgeliefert. Man kann dort viel ändern. Obwohl ich nur Gast bin, trainieren immer Leute mit mir. Nach einiger Zeit trainieren sie lieber allein als mit dem alten Ausbildungswart. Irgendeiner lässt sich motivieren den Sachkundenachweis zu machen und siehe da: Spätestens nach 2 Jahren gibt es auf vielen Plätzen einen neuen Ausbildungswart und es weht ein neuer Wind.
    Oder man sieht die Leute mit den Harten Methoden scheitern. Wenn sie nicht mehr weiterwissen, sind sie bereit auszuprobieren. Und wenn es denn klappt, dann hat man einen Ausbildungsschritt schlagartig geändert. Menschen lernen langsam, aber sie lernen.
    Das bringt viel mehr als Meckern und Meiden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein, das ist hier in D ja sehr unbekannt.
    Als ich für meinen Altrüden Selgian brauchte, was ihm noch einige gute Jahre gebracht hat, wolle das kein TA verschreiben, weil der Hund so groß und u.U. eben so gefährlich sei. ich durfte ewig weit fahren, damit ich einen auf Verhalten spezialisierten TA aufgetrieben habe, der die Rezepte schrieb...
    Also ich habe da gar keine Ahnung von, das Selgian habe ich mir damals mühsam selbst herausgesucht... Und bekam dann von dem letzten TA auch die Bestätigung, dass ich richtig geforscht hatte. Was kann man denn da machen und wie wirkt so etwas dann?

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Er muss ja nicht jeden Rueden moegen.....solange er sich nicht unprovoziert auf fremde Rueden stuerzt ist's doch ok.

    Das sehe ich ja auch so. Nur kommt in einem Freilaufgebiet eben meist irgendwann ein Hund einfach angelaufen, da kann man den eigenen noch so schön im Fuß haben. Und spätestens wenn er einfach beschnuppert wird, wird meiner mit dem anderen den Boden aufwischen. Er zeigt dann zwar keine Verletzungsabsicht, aber die meisten Hundebesitzer kriegen die totale Panik. Ich möchte auch nicht wissen, was passiert, wenn der andere ihn verletzt. Zusätzlich wird die Sache brisant, falls der andere Hundebesitzer sich einmischt oder mich anschreit, dann wird er den Hund Hund sein lassen. Ich finde es sowohl diesem Hund alsauch der Umwelt gegenüber nur fair und vernünftig mit so einem Hund kein Auslaufgebiet zu betreten. Es gibt schließlich genügend Flächen, wo man seinen Hund ruft, wenn der andere gerufen wird und die sind für uns geeigneter. Zusätzlich ist da noch die Frage meiner Konzentrationsfähigkeit, wenn ich nicht 100% da bin, dann explodiert er bereits für einen Hund am Horizont oder nutzt meine Unkonzentriertheit für einen Angriff auf mich. Nur weiß ich nun auch nicht, was man da jetzt schnell mal ändern sollte. Für einen Hund, der bisher als Kandidat für die Spritze oder den Objektschutz angesehen wurde, hat er sich bisher gut entwickelt. Ganz normal wird er mit der Vorgeschichte wohl nie mehr.

    LG
    das Schnauzermädel