Beiträge von schnauzermädel

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    so hart könnte ich nicht sein! Ich möchte doch schließlich das es meinem Hund auch schmeckt, da würde ich lieber das Trockenfutter mit etwas Hüttenkäse oder irgendetwas anderem aufpeppen, sofern es dem Hund dann schmeckt. Du würdest das Trockenfutter schließlich auch irgendwann essen, wenn du nichts anderes bekommen würdest :smile: , schmecken würde es dir trotzdem nicht. Sollte er es aber trotz etwas Dosenfutter, Hüttenkäse und sonstigem nicht fressen wollen, dann ist er wohl wirklich etwas anspruchsvoll, da würde ich dann auch hart bleiben.

    LG
    Sabine

    Wenn du dir einen schten Mäkler herangezogen hast, dann wirst du irgendwann so hart.
    Ich denke an unsere erste Hündin und meine Mutter :schockiert: :
    Zuerst kam "Ich mag kein Frischfleisch mehr!" aber Trofu ist toll.
    Dann "Ihhh, Trofu, Ihhh Fleisch!" Dose ist lecker!
    Dann "Ähhh, die ollen Kamellen, das ess ich alles nicht!" Gib mal Mittagessen her.
    Danach auch das alles nicht mehr, Milchprodukte sind aber essbar.
    Meine Mutter blieb nicht einmal hart. Zum Schluss hatte der Hund eine riesige Speisekammer, unendliche Mengen Futter landeten in der Mülltonne, weil die Dame zwar generell XY frisst, aber heute eben nur YZ nimmt. Jede Fütterung wurde zum großen Rätselraten, denn man musste ja x Varianten vorsetzen, damit der Hund sich bequemte seinen Napf zu leeren... Den tägl. Nervenkrieg und die enormen Kosten bei einem 50kg-Hund kann man sich leicht vorstellen. Neben diesem Hund hätte man leicht noch 2 Kinder in der 3. Welt ernähren können :hust: .
    Seit dem hungern Mäkler bei mir konsequent! Mein letzter hat 9 Tage nicht gefressen! Das ist mir mittlerweile vollkommen egal, wenn der Hund gesund ist. Von mir aus kann er sich zum Gerippe runterhungern.
    Wenn der Hund dann frisst, hat bisher jeder Hund offensichtlich gern gefressen. Ich füttere sehr abwechlungsreich, meist gibt es roh, manchmal gekocht, selten Dose und mal Trockenfutter. Es gibt verschiedenste Leckerchen (Backwaren oder Trockenfleisch) und als absolutes Highlight Katzenfutterschälchen für gute Arbeit. Wenn ein Hund ein bestimmtes Futtermittel ablehnt oder schlechter verträgt, muss er das nicht fressen. Aber etwas erst gut finden und dann stehen lassen, weil es langweilig ist, das lasse ich nicht mehr durchgehen.

    LG
    das Schnauzermädel

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    WIESO willst du es denn überhaupt abbauen?


    Na, weil man im Alltag doch nicht ständig und immer Leckerchen mit hat :D .
    Ich gebe ja nun auch nicht für jedes mittlerweile alltägliche Sitz am Bordsteinrand oder an der roten Ampel, für jedes brav im Kofferraum auf Kommando Warten oder eben nicht an der Leine ziehen ein Leckerchen ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Ja, das ist etwas ganz anderes!
    Wenn ich mir die erreichbare Praxis ansehe, dann würde der Hund ausgiebig beobachtet, etwas getestet, es gäbe ein sehr langes Gespräch und durchaus Blutuntersuchungen.
    Irgendwann kämen dann die Medis zum Einsatz und man hätte dort zusätzlich Übungsstunden und viel Tefeonkontakt. Aber den größten Teil des Tages wäre man mit dem Hund natürlich allein. Und das möchte ich nun gar nicht ausprobieren.
    Trotzdem finde ich es sehr interessant, solche Möglichkeiten zumindest theoretisch kennenzulernen und zu verstehen. Irgendwann kann man solch ein Wissen sicherlich brauchen. Außerdem erweitert das Wissen auch ohne Medikamentenansatz die Möglichkeiten der Gestaltung des konventionellen Trainings.
    :gut: tagakm!

    LG
    das Schnauzermädel

    Was möchtest du erreichen?
    Ein alltagstaugliches neben dir Gehen oder ein am Bein Kleben und Himmeln?
    Für den Alltag kann man irgendwann die Belohnung ganz abbauen, bzw. durch verbales Lob oder Streicheln ersetzen. Aber auch da braucht es mehr als 5 Tage.
    Für den Hundesport hoch konzentriert am Bein kleben ist eine Höchstleistung, die den Hund wirklich sehr anstrengt. So eine besondere Leistung sollte immer wieder einmal belohnt werden, dabei ist es egal ob mit Leckerchen oder Spiel. Da sollte der Hund aber immer einen Anreiz haben, die Aufgabe sehr gut zu erfüllen und nie wissen, wann das Lob kommt.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Oh, wir gehen auch gleich zum Trimmen.

    Alle 12 Wochen gehe ich mit meinem Westie zu seiner "Frisörin" :lol:

    Einen Westie mit normaler Haarqualität zupft man ja auch. Beim Elo kan ich mir das nicht wirklich vorstellen, weil die Ausgangsrassen zwar alle Unterwolle haben aber kein "Trimmfell".

    LG
    das Schnauzermädel

    Danke tagakm!
    Jetzt sehe ich beim Serotonin klarer.

    Ich denke, MASSA hat in so weit Recht, dass das Verhalten des Hundes unter den gegebenen Umständen normal ist. Ein Hund mit seinen Wesensmerkmalen und seinen Erfahrungen kann gar nicht anders reagieren. Das ist natürlich kein erwünschtes Verhalten, es entspricht nicht den üblichen Normen, aber für diesen Hund ist das Verhalten in diesem Abschnitt der Arbeit normal ;) .
    Wobei ich auch denke, das MASSA den Hund für eine Analyse wohl eher schon mal gesehen haben müsste, weil Ferndiagnosen sind unmöglich.
    Mangels Erfahrung bin ich allerdings weiterhin beim Einsatz von Medis skeptisch. Ich kann den Hund mittlerweile sehr gut einschätzen, seit Monaten benutze ich z.B. keine Unterziehmanschetten mehr, weil ich meine Arme nicht mehr schützen muss. Vor veränderten Reaktionen seinerseits hätte ich Angst. Für so etwas brauchte man wohl wirklich einen erfahrenen Begleiter auf diesem Gebiet.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nach einem ersten Überblick, musst du mir jetzt mal helfen, ob ich auf dem richtige Weg bin :hilfe: .
    Er hat also wahrscheinlich eine "Fehlsteuerung" in der Amygdala, die jetzt auf bestimmte Bewegungen unabhängig vom Kontext mit Panik reagiert. Das blockiert oder stört zumindest das lernverhalten.
    Man könnte also Benzodiazepam geben, aber wahrscheinlich ist das eher ungeeignet, weil es eher für planbare Ereignisse geeignet ist.
    Trizyklische Antidepressiva könnten unterstützen. Aber sie haben starke Nebenwirkungen und sollten nur unter regelmäßiger Überwachung der Herzfunktion eingesetzt werden. Clomipramin wäre ein Wirkstoff, der motorisch neutral wirkt, das könnte man also in Betracht ziehen.
    Serotonin-Antagonisten wären auch eine Variante, aber ich steige nicht durch warum :hilfe: . Die senken doch den Spiegel, oder? Oder besetzen zumindest die Rezeptoren? Soll bei Angststörungen nicht gesteigerter Serotoninspiegel hilfreich sein? Hilfe, ich bin verwirrt"

    Falls ich nerve, ignorier mich! :D

    LG
    das Schnauzermädel

    Ferndiagnosen sind ja nicht möglich, aber ich versuche mal meine Gedanken dazu aufzuschreiben. Du schaust dann, ob etwas davon passt.
    Einen so jungen Hund würde ich nur ganz selten mit dem Helfer spielen lassen. Nur soviel, dass der Hund weiß, dass der mit dem Helfer Spass haben kann. Mehr würde ich gar nicht machen. Der hund dreht sonst zu hoch, der Gehorsam ist noch nicht da und man macht sich viel kaputt. Ich lasse meine Welpen wenige Male mit dem Helfer zergeln, dann Zahnungspause und danach nur etwa einmal im Monat ein wenig Beißen bis der Hund etwa 11 Monate alt ist, dann fange ich erst richtig an, dass kann sich aber auch noch etwas nach hinten schieben je nach reife des Hundes.
    In dem Alter mache ich auch noch nicht viel Unterordnung, eigentlich nur Futtertreiben, aber das ist ja bi jedem anders.
    Allerdings zergle ich mit meinen Hunden und spiele viel mit Beißwurst, denn das möchte ich ja als Lieblingsspiel für die Zukunft etablieren. ich lege sehr früh wert auf ein sicheres Aus und einen Hund, der dann mich anschaut.
    Das baue ich so auf: ich zergle mit dem Hund, dann nehme die Beute ganz körpernah und halte sie ganz still. Jetzt warte ich, bis der Hund loslässt. Wenn der Hund die Zähne lockert, sage ich ruhig und leise "Aus". Hat der Hund losgelassen, dann geht es sofort weiter. Der Hund soll lernen, dass beim zergeln irgendwann die Beute "stirbt" und langweilig wird. Loslassen belebt sie sofort wieder.
    Hat der Hund das verstanden, dann spreche ich ihn nach dem Auslassen an. Schaut er kurz von der Beute weg zu mir, dann wird sofort gespielt.
    Bald hat man einen Hund, der gut loslässt und sofort seinen Menschen anschaut.
    Jetzt kann man die Phasen des Wartens langsam ausbauen. Wird gehampelt, dann kommt die Beute weg. Wird vollkommen aufgedreht, gibt es eine Denkpause im Auto. Klappt das Warten gut, kann man kleine Gehorsamsübungen einbauen und die bestätigen. Irgendwann frage ich dann so das beim Futtertreiben geübte Verhalten ab.
    Übrigens gehen meine Hunde auch sofort zurück ins Auto, wenn sie auf dem Weg zum Platz unansprechbar hampeln.
    Diese Arbeitsweise hat mir auch im SD viel geholfen. Wenn meine Hunde (auch älter übernommene) das "Aus und Schau" beim Spielzeug verinnerlicht hatten, dann haben sie bereits nach wenigen Wiederholungen beim Einstellen im SD ohne Hörzeichen ausgelassen und den Helfer und nicht den Ärmel fixiert. Aber sie werden auch im SD nach dem Motto "erwünschtes Verhalten gibt einen Anbiss" gearbeitet.
    So, jetzt schau mal, ob du irgend etwas damit anfangen kannst.

    LG
    das Schnauzermädel

    Koebers ist auch kaltgepresst oder kaltgepresst gemixt mit Flocken. der Fleischanteil ist ok, aber nicht berauschend. Einige Sorten haben ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis, wenn man ein deutsches Produkt ohne Schnickschnack aber meist mit Weizen ok findet. Manche Hunde vertragen es nur schlecht, andere besser als alles andere. Man muss es ausprobieren.
    Ich habe immer mal einen Sack als Notfallfutter zusätzlich zur Rohfütterung da. Bisher habe ich auf für jeden Hund irgendeine Sorte gefunden, die er vertrug, aber ich kann auch mal eben vorbeifahren oder mir mal was zum Hundeplatz mitbringen lassen ;) .
    Aber Sorten wie Josera oder MM haben auch nicht weniger Fleisch und sind leichter zu beziehen, wenn man nicht grad in Werksnähe wohnt.

    LG
    das Schnauzermädel