Das ganze ist ein schwieriges Thema, dass einem die Tränen in die Augen treibt.
Ich bin ja nun mehr bei anderen Gebrauchshunden unterwegs, aber dort bietet sich das gleiche Bild.
Dass die typischen Gebrauchshunderassen für Dienst und Sport mussten die Hunde natürlich im Vergelich zu vor 30 Jahren "entschärf" werden, das war gut und richtig, denn nur so passen diese Hunde noch in angemessener Zahl in die heutige Gesellschaft. Die Wohnverhältnisse und das Freizeitverhalten haben sich geändert, dem muss man Rechnung tragen.
Dass aber viele Arbeitsrassen mit individuellen Eigenheiten und Vorzügen zu temperaments- und trieblosen, übergroßen Fellmonstern mutieren und sich nur noch optisch voneinander unterscheiden ist eine fürchterliche Entwicklung.
Noch schlimmer finde ich das planlose Verpaaren ohne einen einzigen Blick aufs Wesen, das vollkommen unberechenbare Exemplare hervorbringt, die weder für Dienst noch für Sport geeignet sind und normale Familien ebenfalls gandenlos überfordern.
Wobei man da die entsprechenden Rassehundezuchtvereine natürlich nicht vergessen darf. Im SV wird eine VPG1 zur Zuchtzulassung gefordert, aber wenn man sich bei manchen Hochzuchthunden die Arbeit ansieht, dann wird einem einfach nur schlecht. Solche Pseudo-Vorgaben helfen genauso wenig, wie Verbände, die einen Gebrauchshund betreuen und bis auf HD und Ausstellungsergebnisse gar keine Vorgaben machen. Hier ist zu hoffen, dass die Umsetzung der neuen VDH-ZO zur Einführung vernünftiger Kriterien genutzt werden.
Ansonsten wird es wohl allen Rassen so ergehen, wie dem Schäferhund. Neben den "Schönen" wird es eine kleinere Gruppe der "Gebrauchsfähigen" geben, die sich im Bereich Optik und Wesen immer mehr zur eigenständigen Rasse entwickelt
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deprimierte Grüße
das Schnauzermädel