Wie gesagt, genügend TAs straffen gleich noch den Hodensack. Das ist aber unnötig und macht mehr Probleme, als wenn man einfach auf die natürliche Rückbildung wartet.
Aber man kann natürlich gut argumentieren und gleich den höheren Satz und eine ausführlichere Narkose abrechnen, weil die dann sehr sinnvoll ist, die OP dauert ja viel länger.
Nur mal als Beispiel, das war 1999:
Ich habe meinen Altrüden wegen Prostata und Herz kastrieren lassen. Ich habe bei meinem Lieblings-TA nur eine Injektionsnarkose machen lassen, weil die OP bereits gelaufen war, bevor man nach der Injektionsnarkose den Tubus geschoben, den Zugang gelegt und die Monitorüberwachung angeschlossen hätte. Ich hatte daheim in Absprache bereits rasiert, wir haben den liegenden Hund nur schnell auf den Tisch gepackt, desinfiziert und los ging es
. Das war für den alten Knaben der sinnvollste Weg. Bezahlt habe ich 150DM und der Hund konnte 30 Min. nach dem Nähen leicht ansprechbar wieder ins Auto. Wenige Stunden danach hob er wieder das Bein.
Eine Bekannte wollte die Kastration eines deutlich leichteren Hundes lieber in einer großen Klinik.
Sie bekam den Hund erst Stunden später wieder, es war ohne Absprache der gesamte Hodensack entfernt worden, die Narbe war gut 15cm. Der Hund hatte mehrere Tage Schmerzen und es dauerte Monate, bevor die zu straffe Haut nicht mehr störte. Sie war 900DM ärmer
.
In den ganzen Jahren mit Hund habe ich gelernt, dass ich ALLES aber wirklich ALLES ganz genau mit dem TA vorher abspreche. Unschöne Überraschungen erlebt man leider viel zu oft.
LG
das Schnauzermädel