Für Prüfungen machst du dir und dem Hund die Sache leichter, wenn du das ortsbezogene Lernen nutzt.
Der Hund muss als Kommando Platz wirklich kennen und bereits ein Weilchen liegenbleiben, also nicht sofort wieder aufspringen
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Dann übst du anfangs nur am Ablageplatz des Hundeplatzes und an einer mittelmäßig frequentierten Stelle auf einem Spaziergang. So kannst du tägl. üben.
Ablenkung darf ruhig da sein, denn du kannst ja jederzeit eingreifen.
Jetzt gehts ritualisiert weiter. Im Fuß zur Ablagestelle gehen, Grundstellung, Karabinerhaken der Leine klicken lassen, Leine fallenlassen und Kommando Platz, Fuß auf die Leine stellen. Etwas warten und möglichst auflösen ins Sitz, bevor der Hund selbst aktiv wird. Regt sich der Hund, erneut Platz sagen aber nicht nervös oder genervt werden.
Wenn der hund wirklich sicher liegt, auch wenn es wirklich lange dauert, wenn andere Hunde vorbeigehen, wenn ein Ball geworfen wird, wenn es im Versteck klappert, wenn man ein Apportierholz etwa einen Meter aufrecht vor ihn auf den Boden stellt und was dir noch so einfällt, dann kann man anfangen sich zu entfernen.
Der Ablauf bleibt der gleiche, nur klickst du jetzt nicht mit dem Kakarbiner, sondern entfernst die Führleine und legst eine lange Sicherungsleine an, die in der Nähe festgebunden ist. Dein Hund darf nie Erfolg haben und sich entfernen können, wenn er aufstehen sollte.
Jetzt wird wieder ganz behutsam Entfernung, Dauer und Ablenkung gesteigert.
Nach etwa 4 -6 Monaten liegt der Hund sicher. Du kannst jetzt anfangen, die Ablage auch an fremden Plätzen zu üben. Auch hier wieder kleine Schritte.
Wenn der Hund behutsam genug aufgebaut wird und keine Chancen bekommt echte fehler zu machen und daraus Unerwünschtes zu lernen, dann wird er später immer und überall sicher liegen, auch wenn du vollkommen außer Sicht bist
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LG
das Schnauzermädel