Zitat
Ich weis wie die Stöcke aussehen und benutzt werden, und ich habe das Video angesehen.
Der Vergleich mit dem Fuß in einen Dorn zu treten hinkt aber. Diesen Schmerz fügt mir ja dann kein anderer willentlich zu. (Nein nein Dornbüsche sind nicht böse ;))
Für mich ist Hundesport oder Hundetraining mit Schlägen, und somit mit Gewalt, einfach nicht akzeptabel.
Ich würde mich abartig mies fühlen wenn ich meinen Hund so Trainieren sollte.
Ich glaube, du verstehst da etwas grundsätzlich falsch.
Diese Arbeit mit dem Stock ist kein Bestandteil der Ausbildung, wie verschiedene Halsbänder, Leinenrucke oder ähnliches, was nun weder sinnvoll noch zwingend notwendig ist. Es geht dabei darum, die Triebveranlagungen und die Härte der Hunde zu überprüfen. Denn Gebrauchshunde müssen für eine sinnvolle Zucht in diesen Bereichen überprüft werden und eine andere Möglichkeit haben wir hier in D nicht. Wenn man die Hunde ohne Augenmerk auf die Gebrauchsfähigkeit vermehrt, bekommt man fast nur noch Hunde, die optisch zwar der Rasse entsprechen, aber eben nicht gebrauchsfähig sind. Im schlimmsten Fall bekommt man tickende Zeitbomben, da man z.B. einen Hund mit sehr schlechten Nerven mit eiem Hund mit niedriger Reizschwelle verpaart hat, das wird dann gefährlich.
Es ist kein reiner Sport, es geht um die Selektion fähiger Arbeitshunde. Diese Hunde müssen bestimmte Belastungen aushalten können, sonst sind sie nicht einsatzfähig.
Auch wenn es odt bestritten wird, dieser Sport gibt sehr genaue Informationen über einen Hund und seine gesamte Verwandtschaft. Viele Züchter überprüfen einen potentiellen Deckrüden mit dem eigenen Helfer, dann sieht man, was der Hund wirklich mitbringt und was auf Ausbildung beruht.
Das Video finde ich allerding eher ungünstig. Für mich zeigt der Hund keinen Wehrtrieb und kann es auf Grund seines Alters und der mangelnden Reife auch gar nicht. Dieser Hund ist noch viel zu jung und sollte noch gar nicht derart gearbeitet werden.
Ich finde dieses Video aussagekräftiger:
http://www.youtube.com/watch?v=wiJEVfuzwOY
Der Hund geht im Beutetrieb in den Ärmel, auch die erste Belastungsphase bleibt er weitgehend im Beutetrieb, er hält der Belastung stand, aber er lässt sich mitschleppen. In der zweiten Belastungsphase geht er in den Wehrtrieb, der Griff wird noch fester und der Hund drängt gegen den Helfer. Nach der Einstellung trennt der Hund deutlich langsamer und unwilliger, weil im Gegensatz zur ersten Belastungsphase ein Triebwechsel aus dem Wehr- in den Beutebereich erfolgen muss.
LG
das Schnauzermädel