Beiträge von schnauzermädel

    Mal sehen, was jetzt die Neuerungen bringen.
    Was auf jeden Fall sinnvoll wäre, wäre wenn die "Lange Flucht" abgeändert würde. Durch die viel schnelleren Hunde heutzutage, die nicht mehr im Wehrtrieb sondern im Beutetrieb in vollem Tempo anlaufen, ist dieser Teil der Prüfung zu einem enormen Verletzungsrisiko für Hund und Helfer geworden.
    Eigentlich sollte das kein Problem sein, aber bei der durchschnittlichen Qualität der Helfer würde hier vielen Hunden geholfen.
    Abrufen ist als Variante zumindest ein Denkmodell.
    Mal sehen, was die nächste PO bringt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das Problem ist ist doch, dass man durchaus etwas ändern möchte.
    Aber wenn VPG die einzige Möglichkeit bleibt und diese Art der Belastunge herausgenommen wird, dann werden meine zukünftigen Hunde aus dem Ausland kommen, weil hier keine brauchbaren Hunde mehr selektiert werden können.
    Und andere Änderungen sind fast nicht durchzubekommen, das ganze wird ein langer Weg bleiben.
    Hier ist es einfach so, dass ich in den Niederlanden KNPV trainieren kann. Der Hund wird also nach der Auslegung meines Bundeslandes auf Zivilschärfe gearbeitet. Ich tue das aber als anerkannte Sportat im Ausland, daher ist das kein Thema. Würde ich das hier trainieren, hätte ich den Amtsvet am Hals und der Hund müsste mit Maulkorb und Leine leben.
    Aber da ich das eben im Ausland mache, kann ich mit einem dort in einer hier verbotenen Sportart erworbenen Ausbildungskennzeichen in der Gebrauchshundeklasse ausstellen.
    Bei genügend Erfahrung werden auch gerne Seminare von den Diensthundestaffeln angenommen, glaub aber bloß nicht, dass mein Hund dann dort arbeiten dürfte. Dann wäre er ja auf Zivilschärfe gearbeitet. Aber das gelernte vermitteln darf man natürlich.
    Ich kann auch mit entsprechend geprüften x-Mechelaars züchten, der Nachwuchs wird auch gerne für den Dienst gekauft. Aber trainieren muss ich im Nachbarland.
    Das ist deutsche Logik.
    Dazu kommt, dass Mondio hier wenig Anhänger findet, denn KNPV, belg. und franz. Ring haben eine ganz andere Lobby, auch wenn man nichts davon in D flächendeckend etablieren kann, weil die meisten Ämter zicken.
    Auch die schweizer Regelungen sind kaum besser, dort ist der Stock zwar verboten, aber für eine WM im eigenen Land oder das Training für Prüfungen im Ausland gibts recht leicht Ausnahmegenehmigungen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Mensch,
    du hälst einen Hund, also ist es dein Job seinen Dreck wegzumachen.
    Ob da nun Mülleimer stehen oder Tütchenspender, das ist vollkommen irrelevant.
    In meiner alten Stadt lebten 12000 angemeldete Hunde, die meisten Hundehalter teilten leider deine Einstellung. Kannst du dir vorstellen, wie jede irgendwie grüne Fläche aussah? Jede Baumplatte war im wahrsten Sinne des Wortes beschissen, die Zugänge zu Grünanlagen und ähnlich hochfrequentierte Bereiche stanken im Sommer zum Himmel.
    So muss man sich nicht wundern, wenn die Hundehaltung immer weiter erschwert und teurer wird.

    Verständnislose Grüße
    das Schnauzermädel

    Bianca,

    du wirfst einfach 2 Sachen zusammen, die nichts miteinander zu tun haben.
    Die Hundesteuer ist eine Luxus- und Lenkungssteuer, die absolut nicht zweckgebunden ist. Du zahlst, weil du es dir leisten kannst einen Hund zu halten, den du nicht brauchst und damit du nicht auf die Idee kommst, noch mehr Hunde zu halten, die du nicht brauchst. Die eingenommenen Gelder kann die Gemeinde für alles verwenden, z.B. für den Kindergarten ;) .

    Aber das Ortsrecht jeder Gemeinde sieht auch vor, dass man die Verunreinungen seines Hundes zu entfernen hat. Du kannst auch nicht argumentieren, dass du bereits beim Erwerb einer Verpackung mit dem "Grünen Punkt" für die Entsorgung gezahlt hast und sie daher einfach liegenlassen kannst.
    Den Hundekot auf alen der Gemeinschaft zugänglichen Flächen zu entfernen gehört einfach zum guten Ton. Es ist auch für andere Hundehalter nicht lustig eine Tretmine zu treffen, Nichthundehalter finden das auch nicht schöner. Jeder muss zu einer funktionierenden Gemeinschaft beitragen, wenn man sich etwas ins Haus holt, das mehr Dreck verursacht, dann muss man eben auch mehr leisten.

    LG
    das Schnauzermädel

    Beim Mondio kann der Hund auf die unterschiedlichsten Arten belastet werden, weil der Ablauf nicht so ritualisiert ist und der Helfer durch den Vollschutzanzug viel beweglicher ist.
    Diese Arbeit ist aber in weiten Teilen von D verboten, da hier immer unterstellt wird, dass ein Vollschutzanzug Zivilschärfe bedeutet.
    Von den verschiedenen Vereinen wird sicherlich keine Unterstützung kommen, denn die meisten Gebrauchshunderassen in D sind bereits so wenig auf Leistung gezogen, dass sie diese Anforderungen nicht mehr bestehen würden.
    Und sicherlich muss man diese ganzen Belastungen langsam trainieren, weil ein Hund sonst vollkommen überfordert wird, bzw. seine Trieblage unkontrollierbar wird. Auch Diensthunde werden nicht einfach auf einen sich wehrenden Täter losgelassen und man schaut, was passiert ;) .
    Beim Schutzdienst ist es übrigens ziemlich egal, ob der Hund abrufbar ist. Das ganze wird ortsgebunden und ritualisiert aufgebaut (das fordert z.B. auch das Landeshundegesetz NRW), dass der Hund dieses Verhalten woanders nicht einfach zeigen wird.
    Anders ist es, wenn man z.B. Mondio macht oder in den Niederlanden arbeitet. Dort ist das Abrufen im Angriff Pflicht, die ganzen Übungen finden viel weniger ritualisiert statt und auch in freier Wildbahn ;) . Meine Hunde sind abrufbar, da wir oft in den Niederlanden für PH1 trainieren. Trotzdem wird das Kommando im deutschen SD sehr zögerlich umgesetzt, das es den Hund vollkommen verwirrt, da er die Rituale und die "vorprogrammierten" Handlungen gewöhnt ist.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Ich weis wie die Stöcke aussehen und benutzt werden, und ich habe das Video angesehen.
    Der Vergleich mit dem Fuß in einen Dorn zu treten hinkt aber. Diesen Schmerz fügt mir ja dann kein anderer willentlich zu. (Nein nein Dornbüsche sind nicht böse ;))
    Für mich ist Hundesport oder Hundetraining mit Schlägen, und somit mit Gewalt, einfach nicht akzeptabel.
    Ich würde mich abartig mies fühlen wenn ich meinen Hund so Trainieren sollte.

    Ich glaube, du verstehst da etwas grundsätzlich falsch.
    Diese Arbeit mit dem Stock ist kein Bestandteil der Ausbildung, wie verschiedene Halsbänder, Leinenrucke oder ähnliches, was nun weder sinnvoll noch zwingend notwendig ist. Es geht dabei darum, die Triebveranlagungen und die Härte der Hunde zu überprüfen. Denn Gebrauchshunde müssen für eine sinnvolle Zucht in diesen Bereichen überprüft werden und eine andere Möglichkeit haben wir hier in D nicht. Wenn man die Hunde ohne Augenmerk auf die Gebrauchsfähigkeit vermehrt, bekommt man fast nur noch Hunde, die optisch zwar der Rasse entsprechen, aber eben nicht gebrauchsfähig sind. Im schlimmsten Fall bekommt man tickende Zeitbomben, da man z.B. einen Hund mit sehr schlechten Nerven mit eiem Hund mit niedriger Reizschwelle verpaart hat, das wird dann gefährlich.
    Es ist kein reiner Sport, es geht um die Selektion fähiger Arbeitshunde. Diese Hunde müssen bestimmte Belastungen aushalten können, sonst sind sie nicht einsatzfähig.

    Auch wenn es odt bestritten wird, dieser Sport gibt sehr genaue Informationen über einen Hund und seine gesamte Verwandtschaft. Viele Züchter überprüfen einen potentiellen Deckrüden mit dem eigenen Helfer, dann sieht man, was der Hund wirklich mitbringt und was auf Ausbildung beruht.

    Das Video finde ich allerding eher ungünstig. Für mich zeigt der Hund keinen Wehrtrieb und kann es auf Grund seines Alters und der mangelnden Reife auch gar nicht. Dieser Hund ist noch viel zu jung und sollte noch gar nicht derart gearbeitet werden.
    Ich finde dieses Video aussagekräftiger:
    http://www.youtube.com/watch?v=wiJEVfuzwOY

    Der Hund geht im Beutetrieb in den Ärmel, auch die erste Belastungsphase bleibt er weitgehend im Beutetrieb, er hält der Belastung stand, aber er lässt sich mitschleppen. In der zweiten Belastungsphase geht er in den Wehrtrieb, der Griff wird noch fester und der Hund drängt gegen den Helfer. Nach der Einstellung trennt der Hund deutlich langsamer und unwilliger, weil im Gegensatz zur ersten Belastungsphase ein Triebwechsel aus dem Wehr- in den Beutebereich erfolgen muss.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das einzige, was wirklich hilft ist hungern lassen und ignorieren.
    Lass das Nassfutter weg, wenn du auch Trofu geben möchtest. Dann gibt es so lange nur eine Sorte Trofu bis anstandlos gefressen wird.
    Stell deinem Hund 2 mal am Tag sein Futter für 5 Minuten hin. Rufe ihn nicht, locke nicht, bettle nicht! Nimm den Napf, stell ihn an den Futterplatz und geh weg. Setzt dich auf die Couch und lies ein Buch oder schau in den Fernseher ;) . Was dein Hund tut, interessiert dich absolut nicht! So lange der Hund schlecht frisst, biete immer nur eine halbe Ration an, er soll durchaus Knappheit spüren. Brauchst du leckerchen, dann nimm dieses eine Trofu und davon möglichst wenig.
    Das klingt jetzt schlimm, aber zur Aufmunterung beschreibe ich dir meinen schlimmsten Fall:
    Unser derzeitiger Rüde war bei seinem Vorbesitzer zum erfahrenen Extremmäkler mutiert. Er fraß nur wenig und auch nur, wenn die Portion gut verfeinert und möglichst mit viel Tüddelei per Hand gegeben wurde. Bei der Übernahme wog er 30 kg (er war rappeldürr!).
    Bei uns verweigerte er konsequent sein mitgebrachtes Trofu, auch das bei uns übliche Rohfutter rührte er nicht an.
    Er hat 9 Tage gehungert, ab dem 6. Tag habe ich die Ration unserer Hündin gekürzt und ihr nach angemessener Zeit erlaubt seinen Napf zu leeren. Ich hatte einfach keine Lust mehr, ständig teures Fleisch zu entsorgen.
    Am 10. Tag fraß er :D .
    Er hat jetzt die normalen 45kg, frisst roh, Trofu, Dose, Gekochtes, nimmt Superleckerlie und mäkelt nicht. Er mag nicht jedes Trofu und verschmäht Wild und Kaninchenleber. Er muss auch nicht alles mögen, aber er darf nicht mäkeln, weil er genau heute etwas anderes möchte.
    Halte durch, es entspannt die Situation für beide Seiten. Dein Hund frisst vernünftig und du musst nicht ständig überlegen, ob er noch frisst, wenn er eine Leckerei bekommt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein, eigentlich ist es genau richtig vom Endgewicht auszugehen ;) .
    Wie groß und wie schwer ein Hund wird, geben seine Gene vor. Daher gibt auch sein Körper vor, wann er wieviel wächst und Gewicht zulegt. Daher wird ein Hund auch bei mangelnder Ernährung wachsen, dann aber eben in "schlechterer Qualität", nur bei extremem Mangel wird eine Wachstumsstörng eintreten.
    Wenn aber nun z.B. der schwächste eines Wurfes wegen seines vergleichsweise geringen Gewichts nach dem aktuellen Gewicht gefüttert wird, setzt man die Mangelernährung fort und bemerkt es kaum, weil man es eben erst bei gravierenden Mängeln sieht.
    Aber auch bei Rassehunden kann man das Endgewicht ja nur schätzen. Daher muss man jeden Welpen mit Augenmass füttern. Ein Welpe darf immer hungrig sein, in Wachtumsphasen wird man kaum satt bekommen. Er sollte weder klapperdürr noch speckig sein. Vielfach muss man die Futtermenge alle paar Tage anpassen, weil der Hund, der grade noch im Wachtumsschub zu dünn wirkte, plötzlich eine Pause einlegt und zu rund wird :D .

    LG
    das Schnauzermädel

    Also nur zur Beruhigung: Wenn der Hund angeschrien wird oder gar mit einem Stock bedroht, dann darf er erschrecken oder auch bellen und knurren. Du musst ihn allerdings schnell beruhigen können und er sollte sich den "bedrohenden" Personen gegenüber wieder ganz neutral verhalten, wenn die Situation vorbei ist. Das ist bei einem normalen Hund meist kein großes Problem.
    Meist kann man gut und kostengünstig auf einem ADRK-Platz üben, die haben auch durchaus ein Herz für Mixe ;) .

    LG
    das Schnauzermädel