Beiträge von schnauzermädel

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    Neulich habe ich allerdings in Unterlagen für den Jagdschein Sachen wie "Zwingerhaltung ist beim Jagdhund durchaus zu befürworten" gelesen.

    Ähm, ich habe ja Sofarutscher :D , aber je nach Rasse und Einsatzgebiet kann ich des Satz nachvollziehen.
    Ich meine jetzt nicht, dass der Hund ohne Familienanschluss die ganze Woche im Zwinger auf einen Ausflug ins Revier warten soll, vernünftig muss es schon sein.
    Aber mancher Hund braucht die Witterungseinflüsse damit er ein ordentliches Fell entwickelt, also muss Hund an die Luft. Denn ein Hund, der bei schlechtem Wetter im Revier friert oder gleich krank wird kann es auch nicht sein.
    Aber das muss eben differenziert sehen. Aber für manchen Jagdhund wird der teilweise Aufenthalt draußen durchaus nützlich sein. Übrigens finde ich die Zwinger, die in Jagdhundebüchern immer als Bauanleitung beschrieben werden, deutlich besser als die Käfige, in denen viele Sporthunde ihr Leben fristen müssen.

    LG
    das Schnauzermädel

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    schnauzermädel: Ja, dass es rechtlich geht, ist mir schon klar, aber sich solche Vorwände zu schaffen nur um dem Hund irgendwas abschneiden zu lassen finde ich krank.
    Weil Zufall kann es kaum sein, dass das bei manchen Zwingern ziemlich viele Hunde sind, die dann "zurückgenommen" wurden.

    Marion: das klingt bei denen aber auch nach krassen Leistungsverpaarungen :???: Ich muss zugeben, ich kenne mich mit den Linien da nicht wirklich aus, ich muss wohl einfach mal vorbeifahren und fragen :D

    Aber was hat leistung mit Kupieren zu tun?
    Irgendwie ticken die Uhren bei den Dobis anders.
    Als es in NRW die rieseig langen Listen gab, hat es der Dobi geschafft, aus der Liste gestrichen zu werden. (Listen sind falsch, da meine ich nicht, ich meine nur die offensichtlichen Beziehungen des Vorstands) und dort werden heute noch massig Hunde kupiert.
    Bei den Riesen gibt es deutlich krassere Leistungsverpaarungen, aber kupiert wird trotzdem nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

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    schnauzermädel: viele haben Namen von wirklich deutschen Zwingern, aus Deutschland. Müssen also ins Ausland vekauft und dann zurückgekauft worden sein.

    Und das ist für mich irgendwie zu viel des "guten" nur um einen kupierten Hund zu bekommen. Vor allem das kupieren der Rute in einem fortgeschrittenen Alter ist eine tierschutzrelevante Angelegenheit...

    Nein, das ist es je nach Land eben ganz und gar nicht.
    Ich weiß, dass viele Züchterfreunde bei uns im Verein nur mit sehr gemischten Gefühlen in bestimmte Länder verkaufen, wenn sie die Käufer dort persönlich kennen. Trotzdem wurden dann immer noch manche Hunde kupiert.
    In die USA werden die Welpen meist später abgegeben, das es unter 3 Monate zwar ohne Tollwutimpfung ginge, aber die Hunde da einfach noch nicht stabil genug sind für die Strapazen eines so langen Fluges. Dort ist es z.B. gar kein Problem, wenn der Hund älter ist, daher werden viele Kaufanfragen abgelehnt.
    Aber im Süden und Osten Europas ist das in einigen Ländern genauso unproblematisch.
    Also unerschreibt mir XY in Ungarn einen Kaufvertrag, wir machen mit dem Hund dort Urlaub und das es ja der Hund von XY ist, wird er dort wunschgemäß und offziell kupiert. Wenn XY den Hund jetzt doch nicht möchte, muss ich - als verantwortungsvoller Züchter- den Hund doch zurücknehmen, oder?!

    LG
    das Schnauzermädel

    Das ist ganz einfach:

    Du züchtest einen Wurf.
    Du verkauft einen Welpen ins Ausland, dort wird er erlaubt und offiziell "nachkupiert".
    Dann lässt du den Hund entweder dort, bis er alle Ausstellungtitel hat oder du kaufst ihn direkt wieder und fährst für die Titel Ausland.
    Prüfungen, ZTP und Körung kannst du in D machen.
    Das macht aber bei weitem nicht jeder, die meisten Zuchthunde werden im Auslang gekauft und sind eben kupiert, weil man den Hund ja erst entdeckt, wenn er durch Titel auf sich aufmerksam macht. Übrigens haben grade bei den deutschen Gebrauchshhunderassen viel ausländische Zwinger deutsche Namen. Das ist hier bei ausländischen Rassen auch oft so, dass der Zwingername zum Ursprungsland passt.

    LG
    das Schnauzermädel

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    Unsere Sabberbacken würden sich jederzeit in den Napf greifen bzw. sogar ganz wegnehmen lassen. Ohne dass dies speziell trainiert worden wäre. Ich verstehe den Sinn ´dieser Übung auch nicht - wenn ich dem Hund seinen Napf vorsetzte dann bin ich doch in dem Moment damit einverstanden dass Er frißt was ER frißt (was für ein Satz :ops: ). Warum muß Er ihn sich dann wieder wegnehmen lassen. Für mich und jeden Anderen ist dies dann eine Tabu-Zone.

    Draußen ist dies was Anderes und kann unter Umständen das Leben des Hundes retten - da macht dies denn auch Sinn. Unsere lasen auf "spucks aus" sofort Alles fallen und bei "Pfui" wirds garnicht erst in die Schnute genommen :roll:

    Es kommt ganz darauf an, was man für einen Hund hat.
    Unsere Hündin vertreibt andere Hunde nachdrücklich von ihrem Napf, wir dürfen alle in ihre Nähe kommen, notfalls kann das Kind auf den fressenden Hund fallen. Ähm, das ist allerdings nur einmal aus Versehen passiert, das sollte man nicht anstreben.
    Unser Rüde hat nach der Übernnahme niemanden an seinem Napf toleriert, da durfte man nichteinmal vorbeigehen. Für ein reibunsgloses Zusammenleben muss man dann üben, da besteht dann einfach Handlungsbedarf. Allerdings sehe hier eben kein Dominanzproblem, der Hund verhält sich durchaus artgemäß. Aber artgemäßes Verhalten ist beim Leben mit Menschen eben nicht immer akzeptabel, Katzen jagen geht schließlich auch nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Die heutige Sporthundeausbildung macht ja keinen beißenden Hund mehr, es ist ein Sport und der Hund möchte nur diesen Ärmel haben.
    Aber da aus diesen Sporthunden auch die zukünftigen Diensthunde stammen, müssen die Hunde einige spezielle Qualitäten haben, das ist bei anderen "Spezialrassen" ja auch der Fall (Hütehunde, Jagdhunde, etc.).
    Wer nicht die Prüfungen für einen zukünftigen Zuchthund anstrebt, macht es eigentlich nur zum Spaß, aber wenn der Hund zu bestimmten Rassen gehört, dann sind die Ergebnisse eben doch für die Züchter wichtig.
    Ist der Hund ein Mischling (da gibts allerdings in den Niederlanden Ausnahmen, da sind "Spezialmischungen" üblich, deren Vorfahren und Gesundheit genauso festgehalten werden wie bei Rassehunden) oder hat eine exotische Rasse, die eigentlich etwas ganz anderes macht, dann hat es -außer der gemeinsamen Beschäftigung- keinen besonderen Zweck.

    Wobei man ganz klar sagen muss, dass die Hunde bei dieser Sportart nicht für die Ausbildung geschlagen werden. Zwar ist -wegen der langen Geschichte des Sports- eine eher zwangsorientierte Ausbildung leider noch verbreitet, aber das ist absolut unnötig und immer mehr Menschen machen es anders. Dann bleiben die in der Prüfungsordnung klar definierten Schläge durch den Helfer im Schutzdienst. An diese wird der Hund langsam herangeführt.
    Wenn wir im Schutzdienstbereich komplett anders arbeiten dürften, dann wären die Schläge unnötig. Es gibt verwandte Sportarten wie Mondioring, wo die Hunde nicht geschlagen werden. Sie werden durchaus mit allem Möglichen überrascht, aber es wird nicht auf sie eingewirkt. Das ist als Überprüfung der Belastbarkeit genauso gut geeignet, wenn nicht gar besser, weil es eben keinen schematischen Ablauf gibt, auf den man den Hund vorbereiten kann. Die Helfer dort sind sehr einfallsreich. Leider ist es D in den meisten Bundesländern verboten und der Hauptverband steht gar nicht dahinter.

    LG
    das Schnauzermädel

    Onelove, dazu musst du einige Dinge wissen.

    Diese Sportart ist uralt.
    Früher ging es um die Ausbildung von Wach-, Schutz-, und Diensthunden, die Hunde sahen im Ärmel kein Beuteobjekt, sie meinten es ernst, denn so haben sie es gelernt.
    Wenn man einen Hund im täglichen Leben oder im Dienst als echten Schutzhund einsetzt, dann muss der Hund auch gegenwehr aushalten, weil ein Angreifer wohl kaum wehrlos abwarten wird und ein Hund, der dann flüchtet, ist unbrauchbar.
    Heute steht der Sport allen Rassen und Mischungen offen, es ist ein Sport, der Hund möchte den Ärmel (so wie andere Hund ihren Ball) haben.
    Aber die Gebrauchshunde, die noch wirklich arbeiten, werden bis heute nur über diesen Sport selektiert. Man muss also wissen, ob ein Hund eine Belastung aushält. Das könnte man auch anders machen, aber die anderen Möglichkeiten sind uns in D verboten. Dazu wird der Sport von bestimmten Vereinen dominiert, die ganz stark an der Ausarbeitung der Regeln beteiligt sind und keine Veränderung wünschen.
    Es wird durchaus daran gearbeitet, denn die Nervenstärke eines Hundes kann man anders prüfen.
    Dazu kommt das Problem, dass man es immer nicht allen Recht machen kann. Von bestimmten Rassen sind für die Zuchtplanung die Daten von möglichst vielen Hunden nötig (also die potenziellen Zuchthunde und möglichst viel Verwandtschaft, denn ein einzelner guter hilft wenig). Aber wenn der Sport nur bestimmten Rassehunden offensteht, dann wird auch wieder gemeckert und Klagen eingereicht, also darf es jetzt jeder.

    Noch irgendwelche Fragen?

    LG
    das Schnauzermädel

    Also dann machen gleich mal mit der Theorie weiter :D .

    Wenn ein Hund Futter ergattert hat, weil er es gefunden hat oder weil es ihm überlassen wird, dann ist es SEINS. Seine Stellung im Rudel hat damit nichts zu tun, er darf es auch gegen den stärksten Hund verteidigen.

    Also wird man einen Hund höchstens schwer verunsichern und zu Gegenwehr animieren.
    Sicherlich sollte man seinem Hund gefundenes Futter wegnehmen können und er sollte auch seinen Napf nicht verteidigen, aber das übt am Besten durch Futtertausch und ein für den Hund lohnenswertes, positiv besetztes Aus.

    LG
    das Schnauzermädel