Ich hatte einen Riesen mit katastrophaler Hüfte.
Ich habe den Hund erwachsen übernommen und keinerlei Beschwerden festgestellt. Dem Züchter zu Liebe haben wir den Hund 9-jährig noch röntgen lassen. Da sind wir aus allen Wolken gefallen, die starken Deformationen an Kopf und Pfanne konnte jeder Laie erkennen, dazu kamen bei der Hüfte und dem Alter schwere Veränderungen durch Arthrose.
Wir haben damals lediglich alle Betätigungen vermieden, wo der Hund schnell startet oder stoppt, springt oder lange auf hartem Boden trabt und den Schutzdienst. Wir haben ihn immer an der Grenze zum Untergewicht gehalten und für gute Hinterhandmuskeln gesorgt, dazu gabs Canosan.
Er wurde 18 Jahre und hat bis zum Schlus immer nur für sehr kurze Zeit etwa 3 mal im Jahr Schmerzmedis gebraucht.
Es ist euer Hund und ihr müsst entscheiden. Ich würde bei einem jungen Hund, der wenig Beschwerden zeigt, keine neue Hüfte einsetzen lassen. Die Hüfte hält nicht ewig und kann nicht einfach erneuert werden.
Andere Methoden -wie die GA oder Denervation- lassen einem alle Wege offen, wenn es sich sehr verschlimmern sollte.
Der einzige Nachteil, der durch Warten entsteht, ist eine schlechtere Muskulatur in der Hinterhand, wenn der Hund durch Beschwerden schont. Das lässt sich aber mit Scherzmitteln vermeiden, wenn es schlimm werden sollte. So kann man dann die zeit zur OP überbrücken und der Hund baut nicht stark ab.
LG
das Schnauzermädel