Beiträge von schnauzermädel

    Bei Durchfall solltest du ja eh 24 Stunden nichts geben.

    Danach gibt es viele Rezepte. Spontan habe ich im Angebot:

    Matschig gekochter Reis mit Hüttenkäse und einem kleinen Klecks Dosenfutter.
    Das Ganze mit Kartoffelbrei.
    Statt Geflügel darf es auch Kaninchen oder anderes sehr mageres Fleisch sein, wenn du so ein "Standardrezept" kochen möchtest.
    Und dann noch die Morosche Möhrensuppe: http://www.kritische-tiermedizin.de/ernaehrung/karotten.htm

    LG
    das Schnauzermädel

    Grade erste Läufigkeiten verlaufen manchmal unrund, der Körper übt noch ;) .
    Achte darauf, ob deine Hündin plötzlich zuviel Durst bekommt, dann sollte sie ein TA anschauen. Nimm jeden Tag etwas von dem Ausfluß mit einem sauberen Tuch ab und schaue, ob es eitrig riecht, auch dann braucht Hund einen TA.

    Zum Hundeplatz:
    Frage nach.
    Ich selbst erwarte, dass eine läufige Hündin trainieren darf (und ich selbst habe Rüde und Hündin), zu Prüfungen darf man mit ihr schließlich auch und so können die Rüden üben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Oh, das kommt wohl ganz auf den körperlichen Zustand an.
    Aus meiner Sicht jetzt, denke ich, dass ich mit 70 keinem Riesenschnauzerjunghund mehr gerecht werden kann. Wenn Hund und ich gemeinsam ihn Ehren gealtert sind, dann werden wir wohl auch als Rentnerpaar zusammen klar kommen.
    Aber ich kenne eben auch einige sehr rüstige Rentner, die mit ihrem Jungspund bestens harmonieren.
    Ansonsten bleiben wohl immer dieselben Fragen aktuell. Zum Beispiel:Wer kümmert sich um den Hund, wenn ich im Krankenhaus bin? Aber das trifft auch auf jüngere Menschen zu.

    LG
    das Schnauzermädel

    :D , denn du bist ja bereits sachkunding.

    Du muss die Sachkunde nur erbringen, wenn der Ersthund ohne Sachkunde zu halten war oder wenn der Zweithund im Gegensatz zum ersten ein SOKA ist.
    Sonderregelung in Hessen bei SOKAS: Die Sachkundeprüfung muss immer mit dem betreffenden Hund abgelegt werden, also für jeden Hund neu.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nein, das ist schon richtig so.
    Bei einer Ausschlussdiät nimmt man tatsächlich 6-8 Wochen nur eine Fleischquelle und nur ein Gemüse oder eine Kohlenhydratquelle. Häufige Kombinationen sind Pferd/Kartoffel oder Kaninchen/Zucchini ;) , es kommt darauf an, welche Produkte Hund noch nicht kennt.

    Ein erwachsener Hund bekommt in dieser Zeit keine Mangelerscheinungen, erst wenn die Probleme verschwunden sind und auch etwa 2 Wochen nicht mehr wiederkommen, kann man wochenweise je eine neue Zutat versuchen, Buch führen ist sehr hilfreich.
    Was man dann zugibt, hängt von der zukünftigen Fütterungsweise ab. Entweder man versucht einen abwechslungreichen Futterplan zusammenzubasteln, oder man testet die Bestandteile eines möglichen Fertigfutters.

    LG
    das Schnauzermädel

    @rochychamp

    Sei dankbar, dass es so gegangen ist. Mancher Mensch hat ja auch das Glück für sein Alter sehr rüstig zu sein und dann einfach umzufallen/einzuschlafen. Seine Lieben zu verlieren ist immer schlimm, aber wenn die bis zum Schluss zufrieden leben konnten, dann ist das ein Geschenk.
    Sicherlich ist unser Schnauzer biblisch alt geworden, aber das Leben aktiv beenden zu müssen ist immer ein ganz schwerer Schritt. Man möchte keine Sekunde lebenswertes Leben nehmen und keine Sekunde unnötiges Leid zulassen. Das ist eine Gratwanderung, wie kann man schon entscheiden, was für einen anderen lebenswert oder zu viel Leid ist?
    Ob nun der Körper versagt und der Geist noch fit ist oder wenn der Geist schwindet und der Körper ist noch fit, das ändert nichts, wenn man in der Situation steckt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wir haben medikamentös seinen Dopaminspiegel erhöht, das hat einige Jahre gut funktioniert.
    Als Medikament haben wir damals Selgian verwendet, der Wirkstoff ist beim Menschen in der Parkinsonbehandlung bekannt, es ist ein MAO-Hemmer.
    Haupverwendungszweck von Selgian ist die Behandlung von Verhaltensstörungen in Kombination mit einer Verhaltenstherapie und einer Änderung der Haltungsbedingungen.
    Man kann es aber auch bei "Demenz" geben und bei unkompliziertem Cushing.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wir hatten einen Riesen, der "bereits" mit 13 oder 14 Jahren deutliche "Demenzerscheinungen" hatte.
    Wann es genau anfing, kann keiner von uns richtig sagen, es war so schleichend, vieles sah man und schob es dann beisete, weil es erstmal nicht wieder auftrat. Grade die Verhaltensprobleme wurden von uns lange ganz anders bewertet, weil der Dicke ein Problemfall, der auf Zivilschärfe gearbeitet wurde, war, als er zu uns kam.
    Irgendwann wurde er unruhig, er wanderte oft und leckte stundenlang Teppiche. Schmerzen konnten keine gefunden werden (Schmerzmittel verbesserten auch nichts), der Magen war gesund, wir ließen irgendwann spiegeln.
    Ab und zu lief er im Schlaf aus, bzw. direkt nach dem Aufstehen, dann konnte er es auch nicht stoppen.
    Er zeigte an der falschen Tür an, dass er mal musste und war kaum dazu zu bewegen, den richtigen Weg mitzukommen.
    Draußen fand er viele alltägliche Dinge und Passanten plötzlich sehr gefährlich. Er hatte zwar nur noch ein Auge, aber das funktionierte noch gut, wir waren natürlich beim DOK-TA.
    Im Freilauf reagierte er manchmal gar nicht auf Ruf, er blieb einfach stehen und schnupperte weiter. Kam man bei ihm an, dann zuckte er regelrecht zusammen und freute sich einen zu sehen. Sein Gehör war gut.
    Ab und zu kam er im Freilauf an und verbellte einen sehr energisch, man stand besser ganz still, er meinte es ernst. Er erkannte uns nicht. Fiel bei ihm der Groschen, dann begrüßte er einen sofort sichtlich erleichtert, wenn man das so menschlich sagen darf.

    Unser Haus-TA war bereit einen Versuch mir Karsivan zu machen, der leider nicht half. Weil es für den Hund nicht schön war und für die Umwelt gefährlich (wir reden immerhin von einem orientierungslosen Riesenschnauzer), wollte mein TA einschläfern.
    Ich wühlte mich durch Literatur und fand eine evtl. Behandlungsmöglichkeit. Mein TA lehnte wegen Gefährlichkeit ab, was ich ihm absolut nicht übel nehme. Also fand ich ein Praxis für Verhaltenstherapie, die nach ausführlicher Voruntersuchung und Vorgespräch den Versuch der Behandlung machte.
    Die Behandlung brachte uns unseren Hund für noch etwa 3 Jahre zurück. Danach kamen die Probleme so massiv und plötzlich, dass wir uns innerhalb weniger entschlossen den Hund erlösen zu lassen. Er erkannte den größten Teil des Tages gar nichts mehr und sass in seiner Box und biss und tobte, wenn man zu nah kam. Er hatte von jetzt auf gleich kaum noch klare Momente, aber er hatte Angst.
    Weihnachten wurde er komisch, ab Sylvester wurde es richtig schlimm, in der ersten Woche des neuen Jahres ließen wir ihn gehen. Er wurde 18 Jahre alt und sein Körper hätte noch gekonnt.
    Ach Dicker, du fehlst mir so.

    LG
    das Schnauzermädel