Beiträge von schnauzermädel

    Ich schreibe mal mit einem dicken Kloß im Hals von meinem ersten "Spinner":

    Der Dicke war, als ich ihn das erste mal sah, ein ganz klapperdürrer, dazu hatte er kaum Fell.
    Ich war seit Monaten im TH und suchte meinen neuen Partner, aber es hatte nicht gefunkt. Ich war mit dem festen Vorsatz dort, heute die alte Deutsch-Kurzhaar-Hündin mitzunehmen, die seit 8 Jahren dort sass und nicht mal mehr auf Besucher reagierte. Sie war nicht mein Traum, aber wenn ich "meinen" Hund dort nicht fand, dann sollte wenigstens sie nicht im TH sterben.
    Auf dem Schild am Zwinger neben ihr stand Riesenschnauzer, interessiert, aber mit wenig Hoffnung rief ich den Hund.
    Er kam sofort durch die Klappe aus dem Aussenzwinger und stand da. Ich sagte "Sitz", er setzte sich prompt, packte eine Pfote ins Gitter und schaute durch die spärlichen Ponysträhnen. Angeblich war er ein Fundhund.
    Dieser Hund war klapperdürr, er wog grade mal 29kg, er hatte kaum Fell, die Haut war gerötet und nässte, er lahmte. Aber DAS was ER!
    Ich setzte alles in Bewegung und 3 Tage später zog er ein. Angeblich war das Fell nur wegen einer Flohallergie so schlecht und die Lahmheit sei eine Verstauchung wegen der Springerei ins Gitter.
    Also Hund eingepackt und ab zum Haus-TA. Dort kamen die ersten Unregelmäßigkeiten. Mein neuer Hund begrüßte den TA überschänglich im Wartezimmer, ließ sich kraulen und beschloss plötzlich "Jetzt fresse ich den Doc!". Er ließ sich kaum beruhigen und setzte immer wieder nach.
    Nach einer Weile war eine Untersuchung möglich. Die kleine Verstauchung war eine Knochenhautentzündung, die Hüfte war grausam, die Haut eine einzige Entzündung und der Hund hatte eine alte Augenverletzung. Der TA riet dringend den Hund wieder wegzubringen, sollte man ihn behalten, dann sollte man nachts wenigstens die Tür schließen.
    Mir war das egal, ich wollte diesen Hund! Ein großer Dank an meinen TA, der mich immer in allen Belangen unterstützt hat und für die ständigen Behandlungen immer recht wenig Geld nahm.

    3 Tage war er ein unauffälliger Hund, man durfte ihm nur nicht an den Hals fassen.
    Dann kamen die Probleme, als ob jemand einen Schalter umgelegt hätte.
    Der Dicke besaß die Diele im wahrsten Sinne des Wortes, dort durfte niemand mehr durchgehen.
    Nachts wurde man von einem Knurren geweckt, weil der Hund das Bett für sich beanspruchte.
    Mein Partner stand mehrfach mit dem Rücken zur Wand.
    Draußen flippte er für alles aus. Menschen, Hunde, sonstige Tiere, einfach alles führte zu einem extrem tickenden Hund, wurde die Leine dann straff, ging er gegen den, der die Leine hielt.

    Ich war hoffnungslos überfordert. Damals gab es kaum Hundeschulen und die, die es gab, wollten ihn nicht haben.

    Wieder hat mein TA mir viel geholfen. Er hatte Erziehungstips und war bereit, den Hund notfalls einzuschläfern. Das gab mir einen Ausweg, allein das Gefühl ihn nicht wieder in dieses TH bringen zu müssen half.

    Es war eine schlimme Zeit. Ohne Haus mit Garten hätten wir es nicht geschafft. Seine Behandlung war einfach teuer, wir mussten wegen Haut und Auge zu Spezialisten. Sein Auge konnten wir nicht retten, aber die Haut und die Verdauung wurde über eine Ausschlussdiät wieder gut, denn der Hund hatte nicht "nur" eine Flohallergie, die hatte neben zig anderen Allergien.

    Nach 2 Jahren, die ich teilweise heulend irgendwo draußen gesessen habe, vielen zerrissenen Jacken und einigen fiesen Wunden wurden wir ein Team.

    Mein Dicker behielt immer einen enormen Schutztrieb, er ließ sich nie von fremden anfassen. Aber er vertraute mir, ließ sich alles gefallen, gehorchte ausnehmend gut und begleitete mich überall hin. Er wurde verträglich mit anderen Hunden und konnte überall frei laufen.
    Wir hatten noch wundervolle 7 Jahre, ich möchte keinen Tag mit ihm missen.
    Er hat tiefen Eindruck (nicht nur wortwörtlich :D ) hinterlassen und ein große Lücke. Kein Hund hat mich mehr über Hunde gelehrt.

    Seit er nicht mehr bei uns ist, haben wir immer einen Hund vom Züchter und einen vollkommen verkorksten, der nicht vermittelbar ist. Das sind wir ihm schuldig, denn er hat uns gezeigt, wie man es macht. Er hat trotz schlimmer Vergangenheit unsere Fehler ertragen und wir wurden ein Team. Jetzt profitieren andere von seinem Erbe.

    LG
    das Schnauzermädel,
    heute aus gegebenem Anlass etwas pathetisch

    Die msiten THs sind verpflichtet Fundtiere aufzunehmen, weil sie meist die Aufnahme, Versorgung und ggfls. Vermittlung von Fundtieren für die umliegenden Städte und Gemeinden übernehmen und dafür von den Städten Geld bekommen. Eigentlich wäre das Aufgabe der Städte und Gemeinden.

    Abgabetiere müssen THs nicht annehmen.
    Die meisten THs nehmen keine freilebenden Katzen (nicht zu verwechseln mit Freigängern), keine ungeimpften und oft eine keine unkastrierten. Zusätzlich wird meist eine Gebühr für die Abgabe fällig.
    Entweder du findest ein TH, dass den Kater aufnimmt, weil es ihn als "Quasi-Fundtier" einstuft, oder du wirst den Kater erst Impfen und Kastrieren lassen müssen, dazu tierärztlich versorgen und dann nach frühestens 2 Wochen abgeben, wenn sie denn Platz für ihn haben.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Gechipped und tätowiert, ah so....

    Irgendwie doppelt gemoppelt....

    Finde die Anzeige ziemlich dubios.

    LG
    Angie

    Was ist daran merkwürdig?

    Selbst in D wird im SV, bis auf einige Versuchregionen noch tätowiert. Also hat man z.B. in NRW auch viele Welpen, die erst tötowiert werden und dann den Chip für die Anmeldung beim Ordnungsamt bekommen. Wenn der dortige Verband das so vorschreibt, dann sind die Welpen eben tätowiert, für den Grenzübertritt ist aber ein Chip vorgeschrieben, also kommt der noch dazu.

    LG
    das Schnauzermädel

    Die Hunde sind in Polen, dort ist es erlaubt und bringt auch keine Nachteile auf Ausstellungen, eher das gegenteil ist der Fall.
    Der Reiz die Hunde über Freunde/Verwandte in zu verkaufen ist groß, weil hier eine Nachfrage nach kupierten Hunden besteht und der Preis eben höher ist als im eigenen Land.

    LG
    das Schnauzermädel

    Idealerweise lässt du den Hund einsteigen, drehst dann die Box so, dass sie mit der Längsseite an der Rücksitzbank steht und sicherst mit 2 Gurten , die um die Längsseite der Box gelegt werden an den Ösen beim Rücksitz.
    Das ist aber jedes mal ein Staatsakt, dass macht keiner regelmäßig.
    Also wirst du mit der Box längs im Kofferraum besser zurechtkommen. Spanngurte durch die Ösen an einer Seite ziehen und auslegen, dann die Box hinstellen und Gurte schließen, wir die praktikabelste Lösung sein.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Habe noch etwas vergessen.
    Die Rüden dürfen 90 mal im Jahr decken.
    Die Hündinnen 2mal im Jahr belegt werden wenn die Welpenzahl nicht über 8 ist.Nach 2 Kaiserschnitten ist ende.


    Ich ergänze ;) :
    Bei mehr als 8 Welpen auch 2 mal im Jahr, wenn eine Amme genutzt wird.
    Und die Rüden dürfen 90 mal ingesamt, aber das wird nochmal eingeschränkt auf in- und Ausland, 90 mal decken in D geht nicht.

    LG
    das Schnauzermädel

    Beim KfT dürfen Hündinnen 2 Würfe im Jahr haben, wenn die, je nach Rasse, nicht mehr als 4-6 Welpen aufgezogen haben. Ammen sind erlaubt und erwünscht.
    Nach 2 direkt aufeinanderfolgenden Würfen muss eine Pause von 12 Monaten eingehalten werden.

    LG
    das Schnauzermädel

    Auch wenn der Standard durch das standardgebende Land bereits geändert wurde, heißt das nicht, dass die Hunde im Ausland nicht weiterhin kupiert werden.
    Teil- oder vollkupierte Hund sind in vielen der FCI angeschlossenen Ländern, die kein Kupierverbot haben, noch die Regel.
    Ein Hund mit VDH-Papieren hat automatisch FCI-Papiere. Einen in D gezogenen Rottweiler würde man aber mit ADRK-Papieren anbieten, weil das der Rassezuchtverein für Rottweiler im VDH ist.
    Die Hunde werden aus dem Auland kommen, der Zwingername der Eltern klingt nicht deutsch und in D hätten die Hunde auch keine Titel sammeln können.
    Außerdem sind die Hunde für eine deutsche ADRK-Zucht zu günstig.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Echt, gibt es da keine hohe Welpenanzahl bei der die Hündin dann eine längere zeit gesperrt ist?

    Im SV sind ja sogar 2 Würfe im Jahr erlaubt, wenn man für "überzählige" Welpen eine Amme nutzt.
    Bei uns kann der Zuchtwart bei der Wurfabnahme eine längere Wartezeit verordnen, wenn die Hündin einen sehr großen Wurf hatte oder durch einen Zwischenfall in schlechtem Zustand ist.

    LG
    das Schnauzermädel