Ich kann hier nur rassebezogene Erfahrungen beisteuern.
Bei den Riesen empfinde ich die Erziehung von Rüden anders. Die meisten Rüden lernen langsamer und sind eher bereit, den "Führungsanspruch" des Menschen in Frage zu stellen, notfalls auch mit den Zähnen. Man braucht für sie mehr Geduld und mehr Zeit, man muss ständig am Ball bleiben.
Wenn man sich aber durch diese Phase gekämpft hat, dann hat man einen zuverlässigen Hund, den man immer einschätzen kann und auf den Verlass ist.
Hündinnen lernen schneller und leichter, dafür halten sie sich meist die Option bei passender Gelegenheit eigenen Interessen nachzugehen offen. Hier neigt man zum entspannten laufen lassen und wird plötzlich überrascht.
Aber das sind nur Häufungen, es gibt natürlich auch Hunde des jeweils anderen Geschlechts, die sich so verhalten.
Hündinnen sind meist zäher und lebhafter. Rüden haben ihre 5 Minuten, aber irgendwann ist es dann auch genug und man "wandert" schnuppernd mit. Die meisten Hündinnen rennen die ganze Zeit fröhlich durch die Gegend. Jetzt würde man denken, dass dann der Spiel-/Beutetrieb bei Hündinnen ausgeprägter/anhaltender ist. Das ist aber nicht so, das gibt es Unterschiede von Hund zu Hund aber keine Häufungen nach Geschlecht.
Bei der Anhänglichkeit habe ich keine Unterschiede fest gestellt, alle meine Riesen waren und sind immer da, wo ich mich aufhalte. Alle unterstellen mir einen Fluchttunnel im Bad und campieren vor der Tür
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Leichtführig finde ich ebenfalls beide Geschlechter, sie haben Eigenheiten, die gehäuft geschlechtertypisch auftreten, aber das macht keinen Unterschied.
Was einfach bei dieser Rasse gehäuft vorkommt, ist dass Rüden sich massiv durchsetzen, wenn sie falsch behandelt werden. Hündinnen sind dann einfach ungehorsam. Das sieht man sehr schön, wenn man sich die Abgabehunde ansieht. Es sind gehäuft 2-3jährige Rüden, die der Besitzer nicht mehr kontrollieren kann.
LG
das Schnauzermädel