Beiträge von schnauzermädel

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    Mein Ziel dieses Threads ist es nicht, Diskussionen anzuziehen oder zu eröffnen. Ich mag einfach nur die jeweiligen, individuellen Meinungen der Menschen hören, die ihre Hunde haben kastrieren lassen.
    Ich selbst verurteile weder den, der sie ohne med. Indik. kastrieren lässt noch den, der es nicht tut.
    Werde aber zu 90 % verurteilt, weil ich eine Kastration bei meiner Hündin vornehmen lassen werde. Was natürlich auch mehrere Gründe hat, u. a. die Tatsache, dass sie in ihrer Läufigkeit in 1 Stunde 17 mal den Teddy gerammelt hat, sie jeden Rüden anpienst, dem wir begegnet sind, sie an der Leine zieht wie blöd sobald ein Rüde kommt, ich das Risiko der Mamartumoren so gut es geht vermindern möchte usw. Es gibt noch einige Gründe mehr.

    Ich weiß, ich bin jetzt ganz böse :ops: ,

    aber die meisten augezählten Gründe sind, dass der süsse Schoßhund sich erlaubt eine eigene Sexualität zu haben.
    Und dann die Tomorgeschichte.
    Was ist mit den anderen Tumoren, deren Wahrscheinlichkeit man dann erhöht?
    Was ist mit den weiteren gesundheitlichen Risiken?

    LG
    das Schnauzermädel

    Also so darf dein Hund dort problemlos arbeiten.
    Ob es notwendig ist, dass der Hund im SD "mehr" lernt, hängt vom Arbeitgeber ab. Zu beachten ist dann aber, dass so ein Hund in einigen Bundesländern als "gefährlicher Hund" gilt.
    Daher ist es besser, wenn der Hund nur mit seinen Ausbildungskennzeichen ohne weitergehendes Training mitgeht.
    Regelmäßiges Training mind. einmal in der Woche sollte bei einem seriösen Abreitgeber Pflicht sein. Ob das betriebsintern läuft oder der Besuch einen Hundeplatzes mit SD ausreicht, hängt vom Arbeitgeber ab.
    Der Hund sollte nicht länger als 2 Stunden am Stück arbeiten und einen geeigneten Rückzugsort für 2 Stunden Pause haben.
    Oft wird jährlich eine neue Prüfung gefordert, das sollte auch so sein.

    LG
    das Schnauzermädel

    Ich hatte einen sehr spät aus gesundheitlichen Grünen kastrierten Rüden. Er bekam ein schlimmes Kastratenfell, dass ihm insbesondere wegen seiner schlechten Hüfte Probleme machte und er bekam Verständigungsprobleme mit anderen Rüden, die fanden ihn dufte, er sah sich aber als ganzer Kerl und deckte auch noch.

    Eine Hündin mussten wir 6-jährig kastrieren, sie hatte eine vereiterte Gebärmutter. Sie wurde schnell inkontinent und sprach auf Medis immer nur sehr kurze Zeit an. Ihre wegen Dauerlecken wunden Hinterbeine waren keine Freude.

    Eine Hündin haben wir 4-jährig wegen extrem verlängerter Hitze mit deutlich gesteigerter Aggressivität kastrieren lassen, hier verlief alles wunschgemäß und es war besser für den Hund.

    Ansonsten leb(t)en hier nur intakte.

    LG
    das Schnauzermädel

    Das Tierschutzgesetz ist dazu eigentlich eindeutig, aber es wurde eben nicht zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden.
    Die Unfruchtbarmachung ist dort u.a. zur Verhinderung unerwünschten Nachwuchses, um die weitere Haltung zu ermöglichen oder eben zur Nutzbarmachung erlaubt.

    Dass z.B. die Geburtenkontrolle bei einem Einzelhund kein schlagendes Argument ist, haben Gerichte in Bezug auf Abgabeverträge von Tierschutzorgas bereits entschieden, dort sind Kastrationsklauseln durchaus ungültig.

    Die Nutzbarmachung betrifft eigentlich Nutztiere, Eberfleisch schmeckt "interessant", finden zumindest Deutsche, Hengste sind etwas schwerer zu halten (sagt man zumindest, es gibt massig Gegenbeispiele)...

    Aber, grade bei Haushunden kann einfach zur Geburtenkontrolle kastriert werdem, wenn keine tieräztlichen Bedenken entgegenstehen. Die sollten zwar da sein, sind es aber eben oft nicht.

    Hier hast du den entsprechenden Abschnitt aus dem Tierschutzgesetz: http://bundesrecht.juris.de/tierschg/BJNR0…72BJNG000403377

    Und hier ein Merkblatt, da sieht man dann, was Geld bringt, wird auch erlaubt: http://www.tierschutz-tvt.de/merkblatt120.pdf

    Interessanterweise ist das "Kapaunisieren", also das Kastrieren von Hähnen in D verboten, obwohl das Ergebnis sehr lecker schmeckt.

    LG
    das Schnauzermädel

    Nö, das merkt er nicht.
    Er schaut einfach, wie es denn jetzt grad ausschaut, Dass sich da nichts ändert, ist nicht interessant.
    Kleiner Exkurs zum Rüden:
    Das Verhalten eines Rüden wird zu einem Teil von seinen Hormonen bestimmt.
    Aber ein Rüde hat durch einen Testosteronschub im Mutterleib auch die typischen Hirnstrukturen und somit Verhaltensweisen eines Rüden bekommen.
    Ob nun sein Hirn oder seine Hormone für sein Verhalten verantwortlich sind, sieht man erst nach einer Kastration.
    Übrigens ist nach einer Kastration der Testosteronspiegel bereits nach wenigen Stunden unten, das Verhalten ändert sich , wenn überhaupt, nach Wochen und Monaten.

    Daher heben die einen Kastraten nicht einmal mehr ihr Bein und andere können und wollen sogar noch decken ;) .
    Logisches Denken findet aber in diesem Bereich weniger statt. mein Rüde hat zwar aus schmerzlicher Erfahrung gelernt, dass man Hündinnen während der Hitze, außerhalb der Stehtage nicht belästigt. Aber dass nach einer Läufigkeit monatelang Ruhe herrscht, das versteht er nicht, da muss er auch immer gucken :lachtot: .

    EDIT wegen was vergessen:
    Wenn die Hündin nicht wegen einer akuten Erkrankung kastriert wurde, dann ist der Gebärmutterkörper noch drin und produziert Östrogen. Sie richt dann nicht neutral.

    LG
    das Schnauzermädel