Beiträge von schnauzermädel

    Fangen wir mit dem Verknüpfungsproblem an:
    Ein Tele muss sehr eng und hoch am Hals sitzen, es hat ein gewisses Gewicht. Ohne vernünftige Vorbereitung kommt es sehr leicht zu der Verknüpfung, dass das HB schmerzauslösend ist und Hund ohne HB locker flockig jagen gehen kann.

    Dann das Training:
    Was du beschreibst, ist ein schlüssiger Aufbau. Den macht aber kaum ein geneigter Anwender.
    Außerdem kann sich kaum jemand für den gesamten Trainingszeitraum einen erfahrenen Trainer immer an die Seite stellen.
    In fast allen Fällen kommt bereits der Rückruf zu spät, da hat man dann auch mit einem Tele verloren. Bei manchem Hund ist bereits das Loslaufen deutlich zu spät.
    Einige Tage bis Wochen nach dem erfolgreichen Einsatz wird ein Rückfall kommen, meist ist dann aber kein Trainer dabei und der Hundehalter wieder deutlich zu langsam.
    Ist ein Hund aber einmal locker durch den Reiz gelaufen, hat man in den meisten Fällen verspielt.

    Das Fell hat übrigens absolut keine isolierende Wirkung, die Kontakte müssen auf der Haut sitzen.
    Und wenn ich das Gerät dauerhaft für den Gassigang brauche, dann ist in der Anwendung etwas deutlich falsch gelaufen, selbst wenn ich nicht drücken muss.
    Man muss es realistisch sehen, von den Millionen Hundehaltern in D haben nur eine Hand voll die Kenntnisse so ein Gerät sinnvoll anzuwenden. Auch die meisten Menschen mit Sachkundebescheinigung können es nicht.
    Außerdem ist die Anwendung eben verboten, daher steht sie eigentlich nicht zur Diskussion.

    LG
    das Schnauzermädel

    Wenn ich eure Einteilung auf unsere hier übertrage, dann wäre das ein "Grenzfall" also HD C, damit wäre der Hund bei uns in manchem Verband sogar bedingt zuchttauglich, in meinem Verein aber z.B. nicht.
    Machen sollte man da gar nichts, solche Hunde können normalerweise sogar eine Sportkarriere starten.

    So, und jetzt zum Gewicht:
    Das klingt hart, ist aber einfach so ;) .
    Das ist ein Hund, kein Mensch. Er kann nicht an den Schrank mit den Süssigkeiten, er kann den Kühlschrank nicht plündern, er kann nicht beim Essen nachnehmen.
    Also könnt ihr problemlos seine Diät steuern.
    Eine deutlich reduzierte Portion Fertigfutter (also die Futtermenge für sein Idealgewicht nehmen und 10-30% abziehen), zur Sättigung notfalls geraspeltes Gemüse zugeben, sollte ein Muskelabbau stattfinden, etwas Hähnchen- oder Putenbrust ergänzen.
    Dazu vermehrt bewegen, damit die Muskeln erhalten und vergrößert werden, für euren bietet sich Schwimmen an.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    ob es auch langfristig gut für den hund ist? :???:

    Die Testkriterien sollte man aber schon kennen, bevor man das Futter wegen des Testergebnisses lobt.
    Wenn es gesetzeskonform deklariert wurde, die Vitaminzusätze den Bedarfswerten entsprechen und es mikrobiologisch einwandfrei ist, dann bekommt bei diesem Test auch ein Futter aus Sägespänen, Schuhsohlen, Klärschlamm und Altöl ein "sehr gut".


    LG
    das Schnauzermädel

    Wild nachhetzen = selbstbelohnend
    Schmerz wird in diesem Moment durch die Adrenalinausschüttung nur sehr im Hintergrund und verdeckt wahrgenommen, daher wird diese Verknüpfung beim wirklich passionierten Hund so nicht entstehen.

    Die alten Teletakts haben ordentlich Saft gehabt, sie sind aber lange vom Markt.
    Aber da die Anwendung in D generell verboten ist, stellt sich die Frage nach der Anwendung doch gar nicht, oder?
    Wobei mich interessieren würde, wie du dir die Ausbildung damit vorstellst. Wenn der Hund zu 100% gehorcht, brauche ich kein Tele ;) .

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Wieso sind Hasen, Tauben, Enten und das andere "Gedöns" leichter trainierbar? :???: Der Sinn erschliesst sich mir gerade überhaupt nicht! Aber Du musst das nicht beantworten! Wirklich!

    Ich habe den Link von Canis, M. Grewe hier reingestellt, um meine Meinung zum Einsatz von Reizstromgeräten verdeutlichen! Wenn Du den Artikel als flach empfindest, dann hast Du ihn entweder gar nicht, nicht richtig gelesen oder schlichtweg nicht verstanden!


    Das verdient keine Antwort! Ehrlich gesagt, erübrigt sich da jede weitere Diskussion!

    VG

    Grewe hat aber die Kehrseite der Medaille wenig beleuchtet. Grade bei den Hunden, wo er den Einsatz als durchaus sinnvoll erachtet, hilft ein Tele meist nicht.
    Wenn man nicht in der Lage ist seinen Hund konform zum Tierschutzgesetz so zu erziehen, dass er Freilauf genießen kann, dann hat man zig Möglichkeiten für Ausgleich zu sorgen. Listenhundehalter, Halter aggressiver Hunde und eben auch Halter jagdbegeisterter Hunde schaffen das. Man muss nur suchen und etwas mehr Aufwand in Kauf nehmen.

    LG
    das Schnauzermädel

    Da die Teles freiverkäuflich sind und viele Hundehalter den Dingern bei Akutproblemen nicht abgeneigt sind, hier mal Grundsätzliches:

    Es gibt sehr viele Punkte, die gegen ein Tele sprechen, man sollte sie also kennen.

    Zuerst ist das die Frage der Handhabung. Die meisten Hundehalter können weder punktgenau loben, noch punktgenau ein Kommando geben oder gar strafen. Das Knöpfen muss aber punktgenau betätigt werden.
    Scheitert die Ausbildung also an Defiziten beim Besitzer und das ist über 90% der Fälle so, dann hilft auch kein Tele.

    Dann sollte man immer wissen, dass trotz modernster Technik die Stärke des Impulses extrem variiert.
    Das hängt einerseits mit dem individuellen Empfinden zusammen, das kennt jeder von Reizstrombehandlungen, der eine spürt sehr schnell das kribbeln, der andere merkt nichts und die Arzthelferin muss sehr weit aufdrehen. Das ist bei Hunden nicht anders. Dazu kommt es auf die Tagesform, die Luftfeuchtigkeit, evtl. Feuchtigkeit im Halsbereich, den individuellen Widerstand der Haut (der variiert auch bei einem Hund stark). So kann ein Impuls, der grade noch nicht störend war, kurze Zeit später sehr schmerzhaft sein, bzw. ein Impuls, der sehr schmerzhaft war, später keine Wirkung zeigen.
    Wenn man seinen Hund über Schmerzeinwirkung erziehen möchte, dann sollte man aber doch eigentlich wissen, was da grade tut, oder?

    Jetzt kommt der Ausbildungsstand des Hundes. Selbst wenn -wie in NRW- Strom unter Umständen über eine Ausnahmegenehmigung erlaubt wird, darf er nur das letzte Mittel nach erfolgter Grundausbildung sein. Fast alle gut erzogenen Familienhunde, die unnauffällig leben und viel Freilauf genießen, haben nicht den Ausbildungsstand, der vor der Anwendung nötig ist.
    Fühlt euch nicht auf den Schlips getreten, eure Hunde sind für euer Leben bestens erzogen und ausgebildet. Aber bevor man mit Strom an der Hund geht, muss noch mehr Ausbildung her. DAS ist der Punkt. Und wenn der geneigt Stromliebäugler sich diese Mühe machen würde (oder oft auch nur die Mühe, die ihr eich gemacht habt), dann würde er in den meisten Fällen gar kein Tele mehr brauchen. Der Innotek-Slogan "Quicker training, better Dogs" ist Werbung.

    Dann noch einiges zur Stärke der Impulse. Moderne Geräte kommen etwa einem elektrischen Weidezaun gleich, wenn man die höchste Stufe nutzt. Einen Hund, der grade wirklich hetzt halten die nicht auf. Schmerzen hat er aber trotzdem, Male am Hals, die wie die Verbrennung eines medizinisches Lasers aussehen oder nässende Wunden einige Tage später, kommen sicherlich nicht von ungefähr.
    Ist man jetzt noch so dumm und meint solche Geräte in Aggressionsbereichen einsetzen zu wollen, dann kann man sich später die hervorragenden Fehlverknüpfungen, die manchen Hund für den letzten Gang beim TA enden ließen, ansehen. Schön ist das nicht.

    Es gibt sicherlich ganz vereinzelt Hunde, die sich durch einen erfahrenen Ausbilder so korrigieren lassen. Aber bei den meisten Nutzern scheitert es ja bereits daran, dass der Hund das Halsband als Quelle des Übels verknüpft und es damit vollkommen sinnlos wird. Oder weil der Nutzer den passenden Zeitpunkt versemmelt, einen nicht ausreichend vorbereiteten Hund versucht zu trainieren, der dann in Panik verfällt, und so weiter und so fort...

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Stress? wie kann es Stress sein, seinen hund das futter zu bereiten??? was machen denn erst die barfer, die weitaus mehr zu tun haben, wie ne schippe trockefutter in den napf zu kippen und ne leckerei drüber zu tun. au man

    Es ist eine Sache, wenn ich meinen Hunden ihre Rationen zusammenstelle oder mal schaue, ob ich ihnen etwas besonders Leckeres dazugeben kann.
    Wenn ich ständig darüber nachgrübeln muss, mit welcher Verfeinerung Hund heute evtl. die Güte hätte zu fressen, dann ist das Stress.

    LG
    das Schnauzermädel

    Zitat

    Die Orgas, die ich kenne, versuchen gerade etwas ältere HUnde zu vermitteln. Klar, kommen WElpen vor, aber meist werden die in Tötungsstationen geboren.
    Ich finde die Situation in Deutschland auch traurig. Es werden immer mehr Mischlinge geboren und werden für Dumpingpreise verkauft. Trotzdem schreien alle auf, wenn das Thema Kastration aufkommt. Ich bin der Meinung, alle Hunde, Katzen, ect, die nicht zum Zug kommen dürfen, sollten kastriert werden. Das ist keine Ehtik Frage.
    Ich bin für eine Kastrationspflicht, in der ganzen EU. Und ich denke, nur so, werden wir das Ziel erreichen.

    Klar, Kastrationspflicht :zensur:
    Bis wann muss denn dann deiner Meinung nach entschieden sein, ob ein Hund jemals in die Zucht geht?
    Dann vergessen wir die Rassen doch gleich ganz und bleiben bei den Mixen von Leuten, die sich der Pflicht widersetzen und nicht aufpassen. Denn dann bleiben ja nur die Popular Sires und die Zucht geht den Bach runter.
    Die negativen Folgen einer Kastration sind auch egal?
    Man sollte nicht die Verhältnisse in verschiedenen Ländern vergleichen. So sinnvoll Kastrationen in einigen Ländern sind, so wenig sinnvoll sind sie hier.

    LG
    das Schnauzermädel