Sascha
Nein, ich mache das ganze nicht nur am Alter fest, wobei bei 7 Monaten, braucht man im Prinzip kaum zu diskutieren bei dem Ausbildungsstand. Das heißt nämlich, dass mit den Hund vor der Zahnung viel gemacht wurde und nach der Zahnung direkt sozusagen jede Übungsstunde weitergearbeitet wurde.
Jetzt kommt aber das, was Steffen ansprach, der Hund macht trieblich in der Ausbildung eine Entwicklung.
Anfangs reagiert er Hund mit dem reinen Beutetrieb, aus Hundesicht ist die ganze Sache ein Spiel. Wenn der Helfer sich entsprechend eindrucksvoll aufbauen würde oder deutlich abwehrende Bewegungen machen würde, würden fast alle Junghunde nicht zur Beute gehen. Ein guter Helfer gibt dem Hund zuerst immer das Gefühl, dass er schwach ist und der Hund der starke, der immer leicht gewinnt.
Wenn man jetzt in der Ausbildung weitergeht, dann wird der Hund mental sehr belastet. Ihm passiert absolut nichts, aber ein mehr gegen den Hund gehen, ein längeres Kämpfen um den Ärmel, ein über den Hund beugen, das alles sind sehr einschüchternde Aktionen. Hier reicht der reine Beutetrieb nicht mehr, hier muss der Hund in den Wehrtrieb wechseln können, der hilft ihm durch diese Phase. Das kann ein junger Hund aber nicht!
Um das zu veranschaulichen, gehen wir einmal weg vom SD. Schau dir junge Hunde unter 1 bis anderthalb Jahren an. Junge Hunde in diesem Alter können ältere Artgenossen noch nicht souverän und kurz in die Schranken weisen. Junge Hündinnen lassen sich ewig beschnuppern, sie wollen es nicht, sie wirken sehr unsicher, aber es fehlt ihnen die Reife sich zu wehren. Wenn sie es tun, dann werden sie eher hysterisch und sind bei weiteren Begegnungen dieser Art eher noch angespannter. Rüden geht es bei Rüdenbegnungen nicht anders.
So, jetzt ist SD zwar etwas ganz anderes und durch den gezielten Aufbau reift ein Hund dort u.U. schneller als in seinem restlichen Leben, aber Zeit braucht man trotzdem.
Speziell bei diesem Hund sieht man auch die Probleme, er zeigt über das Training hinweg immer schlechtere Griffe. Er möchte den Ärmel zwar unbedingt haben, aber er fasst ihn immer spitzer, immer mehr nur mit den vorderen Zähnen, weil ihm einfach Sicherheit fehlt. Je mehr der Beuterieb über das Training hinweg ermüdet, desto mehr kommt die Unsicherheit heraus.
@noam
Beutesicherung ist doch kein generelles Problem, man muss sich den Hund und das Gespann ansehen.
Ich nehme mal meine Hündin. Anfangs hat sie den Ärmel extrem gesichert, beim aus dem Ärmel holen musste ich aufpassen, dass ich keinen Schmiss bekomme.
Nur gibt dieser Hund jede andere Sache von jeher gut ab. Spielzeug zur Bestätigung kann außerhalb des Platzes liegen, sie holt es und bringt es ohne Kommando zuverlässig zu mir.
Mit steigendem Gehorsam im SD ist es auch kein Thema mehr auf mein Aus zu reagieren. Sie kommt mit dem Ärmel zu mir, das tat sie auch am Anfang, sie ließ nur nicht ab. Das Aus am Helfer verinnerlichte sie sofort, weil sie dort ja fast immer danach einen neuen Anbiss bekam
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Eine Macke hat sie behalten, man muss sie im Auge behalten, wenn der Helfer sich den Ärmel holt, dann könnte sie auf dumme Ideen kommen.
Nur das ist ja kein Problem, denn es beschränkt sich auf diese eine Situation. Einbrecher lässt sie erwiesenermaßen rein, sie ist freundlich zu allem und jedem, ansonsten auch zu ihren Helfern
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LG
das Schnauzermädel,
das bereits darüber nachgedacht hat, am Haupteinbruchspunkt des Hauses einen Ärmel auszulegen 