Beiträge von Bonadea

    Ein Kurzhaarhund wird so niemals aussehen.

    Natürlich nicht. Aber ist die Lösung jetzt, dass wir keine Langhaarhunde mehr züchten? Nur weil Menschen es schaffen Hunde zu vernachlässigen?

    Nein, versteht mich bitte nicht falsch.

    Ich hab doch selbst Langhaarhunde!

    Das Ganze ist wohl eher eine ethisch/moralisch motivierte Frage ... bzw. einfach so ein "ungutes" Gefühl. Wenn man sich einfach diese armen Viecher anguckt und dass alleine Vernachlässigung bzw. fehlende Pflege dazu führt, dass sie am Ende sich nur noch in Filzplatten und eingetrockneter Kacke bewegen können ... kann es nicht in Worte fassen. Fühlt sich für mich einfach nicht gut an. Und das ist ja durchaus etwas, was man mit Zucht beeinflussen kann.

    Aber ja .. gilt halt dann auch für zig andere Rassen und schon klar ... Hunde sind keine Wölfe mehr. Wo zieht man da die Grenze. Da kommt man zu keinem Konsens.

    Passend zum Thema ...

    hat YT mir gerade vorgeschlagen. Also manchmal frage ich mich ja echt schon ein bisschen, warum es so viel Fell sein muss. Und schon klar, dass ein Hund mit vernünftiger Pflege so nicht aussehen muss. Dennoch ... manchmal .... kommt da in mir schon echt Unverständnis auf.

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    Was wäre denn die Alternative? "Billige" Medizin. Sprich, wenn der TA weniger bekommt, verdienen auch die angestellten weniger. Ich bin ehrlich froh, dass unsere TFAs mittlerweile besser verdienen, weil es einfach traurig ist, wie wenig man in diesem Job verdient. Aber - auch das ist an die Preise gekoppelt. Weniger Geld, was reinkommt - weniger Lohn für die Angestellten. Egal, ob Tierarzt oder TFA.

    Eine Erhöhung war absolut notwendig. Aber in dem Ausmaß? Ich kann es mir nicht vorstellen, aber da fehlt mir der Einblick.

    Allerdings wird es eventuell sogar ein Schuss nach hinten sein für die Angestellten. Wenn nämlich immer weniger Menschen Tiere halten bzw. sich nur noch weniger Tiere leisten können, werden die Einnahmen mengenmäßig auch weniger. Bleibt abzuwarten wie sich das entwickelt...

    Das würde vermutlich die Lage auf dem Markt eher "entspannen" bzw. ausgleichen - denn im Moment ist die Arbeit für die vorhandenen Tierärzte ja kaum zu schaffen und unter anderem ja auch ein Grund fürs Kliniksterben und die schlechte Notdienstversorgung.

    Mal abwarten. Ich glaub da ja nicht dran, dass es plötzlich so viel weniger Tiere gibt. Unser Wartezimmer ist jeden Tag bis unters Dach voll und unsere OP-Pläne platzen aus allen Nähten und wir stellen dauerhaft neue Mitarbeiter ein.

    Von einem Rückgang ist in unserer Region nullkommanull zu merken. Komischerweise gibts auch wenig Gejammer bei den Kunden, was die Preise angeht. Ich hatte mich da auf deutlich mehr "Diskussion" eingestellt - hab eher das Gefühl, dass durch die "skandalöse Berichterstattung um die Erhöhung der Preise" die Leute jetzt generell einfach bereit sind "viel Geld zu zahlen", weil sie eh schon damit rechnen, dass es teuer wird und oft sind sie sogar überrascht, wenn der Endpreis dann sogar noch deutlich unter dem liegt, was sie sich in ihren wilden Träumen an Fantasiepreisen ausgedacht haben.

    Aber ja ... die Zukunft wirds zeigen.

    Es ist egal ob ich jetzt 2.000, 5.000 oder 15.000 geschrieben hätte. Es geht um den Unterschied.

    Tut mir leid ich bin vielleicht zu realistisch, aber ich habe kenne die Menschen inzwischen ein bisschen. Und ich wundere mich nicht wenn die Abwägung mehr richtung "dafür kaufe ich mir nen neuen" gehen wird.

    Welchen Unterschied denn jetzt genau?

    Der Hund soll sterben, weil die Zahnsani jetzt nicht mehr 500, sondern 1000 kostet?

    Solche Leute, die bringen den Hund auch für 500 Euro nicht zur Zahnsani.

    Und bzgl. Heimtiere - aufgrund der Tatsache wie unfassbar aufwendig und schwierig die zu behandeln sind, würde bei mir niemals ein Kaninchen einziehen.

    Das gilt dann aber auch für Meerschweinchen, Hamster, Ratten, Mäuse, Degus (ganz schlimm mit den Zähnen) usw. Sind schwierige Patienten die oft völlig überzüchtet sind.

    Absolut. Diese Tiere sind einfach nicht fürs (Über)Leben gemacht.

    Das klingt jetzt vielleicht auch hart und etwas herzlos, aber was da teilweise investiert wird und wie hoffnungslos kaputt die oft sind und welch unfassbares Leid die oft stumm ertragen - unglaublich.

    No way. Und da bin ich auch ehrlich, ich würde keine 2000 Euro für irgendwelche Zahn-OPs eines Kaninchens investieren, ohne die Garantie, dass es danach noch lebt.

    Und aus dem Grund habe ich solche Tiere auch nicht. Weil ich mich diesem Konflikt gar nicht erst stellen will.

    So vereinzelt Landwirte und Jäger vielleicht. Aber selbst da hatte ich schon einige Landwirte, die ihre "nur" Hofhunde für sehr viel Geld haben "reparieren" lassen (Klassiker, mit dem Trecker drüber gefahren!) mit Intensivüberwachung, mehreren OPs, Bluttransfusionen etc. pp. und einfach nur dankbar und glücklich waren, dass der Hund überlebt hat.

    Finde solche Verallgemeinerungen da wirklich schwierig.

    Und bzgl. Heimtiere - aufgrund der Tatsache wie unfassbar aufwendig und schwierig die zu behandeln sind, würde bei mir niemals ein Kaninchen einziehen. Das ist für mich persönlich auch echt eine Grenze, wo ich mich manchmal frage, wie sinnvoll die Haltung von solchen Tieren überhaupt ist.

    Aber das muss eben jeder für sich selbst entscheiden - aber auch da, niemand wird zur Tierhaltung gezwungen.

    Ich denke es kommt in vielen Lebensbereichen gerade einiges zusammen (Inflation, Zinsen, steigende Lebensmittelpreise, steigende Mieten, steigende Spritkosten) - das dies in der Summe für viele Haushalte gerade ein Problem ist, ist absolut nachvollziehbar.

    Trotzdem ist die Schwelle zu sagen :"O.k. Das investiere ich" bei 500€ niedriger als bei 5.000€. Nicht wenn man...sorry aber so ist das nunmal für das Geld 5 neue Hunde kriegt.

    Und mir kann niemand sagen, dass nur Leute bei uns aufm Dorf so denken.

    Und was genau hat vor der nGOT 500 Euro gekostet und kostet jetzt 5000 ?!


    Ich weiß auch nicht, was das mit "auf dem Dorf leben" zutun hat - ich kenne viele Menschen vom Land, die ihre Tiere genauso adäquat medizinisch versorgen lassen, wie Stadtmenschen. Und andersherum es gibt Stadtmenschen, die sich gar nicht kümmern?!

    Da Hunde ja meistens auch einen emotionalen Wert haben, denke ich nicht, dass ein Großteil der Halter sich für das Geld lieber 5 neue Hunde kauft, statt sein vorhandenes Familienmitglied behandeln zu lassen.

    Und die, die so denken - die zahlen halt auch keine 500 Euro.

    Das ist einfach die Realität.

    Ich habe so viele sozialschwache Kunden, die ihr letztes Hemd für ihre Tiere geben - ich weiß wirklich nicht, was du mit diesem Vergleich sagen willst.

    ???

    Das kann ich dir sagen. Nicht jeder geht zum Tierarzt, nicht jeder zahlt jetzt schon freiwillig Geld und nicht jeder investiert im Zweifelsfall Geld fürs einschläfern wenn es wirklich teuer ist. Nicht wenn die Preise irgendwann zu hoch sind

    Ich wohne hier aufm Land, da ist nicht jeder Tierbesitzer so zart besaitet wie ich.

    Das ist doch schon lange vor der GOT-Erhöhung die pure Realität für so viele Tiere gewesen!

    Ich will gar nicht wissen, wie viele Tiere auch schon vor 10-20 Jahren einfach zu Hause verreckt sind, weil die Besitzer kein Geld ausgeben wollten.

    Ganz egal wie billig oder teuer die Versorgung von Tieren ist, es wird einfach IMMER Menschen geben, die entweder finanziell nicht in der Lage sind, oder ganz einfach nicht dafür bereit sind, Geld für ihr Tier auszugeben.

    Daran ändert auch eine angepasste GOT nichts.

    Und wer nicht mal Geld für eine adäquat durchgeführte Euthanasie hat, der sollte wirklich kein Tier halten.

    Ist eine Stumpfpyometra eigentlich etwas, was man verhindern kann, oder kann da jeder mit einer kastrierten Hündin Pech haben? (direkt ne neue Angst freigeschaltet, mach mir eh schon so Sorgen das meine Hündin irgendwelche Negativfolgen davon tragen könnte )

    Das tut mir Leid 🙈

    Bonadea oder corrier könnt ihr was off topic zum Thema Stumpfpyo sagen?

    Die Gebärmutter wird bei der OP an der Cervix, also dem Gebärmutterhals abgesetzt. Ist dieser durch die Pyo auch noch stark entzündet, oder der Körper reagiert auf das Nahtmaterial, kann es in Einzelfällen zu einer "Stumpfpyo" kommen - also, dass sich der abgebundene Rest nochmal eklig entzündet und später nochmal nachresiziert werden muss.

    Ist aber echt selten, wenn man vernünftig absetzt.

    Aber wie bei jedem Eingriff, gibt es eben auch immer mögliche Komplikationen, die auftreten können, ganz egal wie gut oder schlecht etwas gemacht wurde.