Beiträge von Bonadea

    Frisches Blut ist immer gut. Und die Amis haben schon auch viel "Gutes" gebracht. Ich denke aber nicht, dass sie "zur Wesensverbesserung" eingekreuzt wurden/werden.

    Gibt auch einige Züchter, die den "Amihype" konsequent ablehnen und unter dem Label "true british type" explizit auf Amiblut verzichten.

    Das Ganze ist wohl einfach Geschmackssache und je nachdem wen du fragst, wirst du unterschiedliche Antworten bekommen.

    Aber mittlerweile ist das Ganze eh schon so krass durchgemischt ... der Ottonormalhalter sieht da eh keinen Unterschied. Ich PERSÖNLICH mag Amiblut bis zu einem gewissen Grad und hab auch gerne Amis in den Ahnen.

    Den Amis sagt man tatsächlich das "ruhigere" und "stabilere" Wesen nach.

    Meiner Erfahrung nach ist das aber alles sehr variabel.

    Meine erste Hündin, 100% britisch, war die souveränste und selbstbewusstete Hündin, die ich bis jetzt hatte. Sie war einfach nur ein Träumchen in allen Belangen ...

    "Echte Amis" gibt es in Deutschland sowieso kaum, bzw. sind das dann Direktimporte (meist Rüden, die dann auch viel genutzt werden). Aber mir wäre kein einziger deutscher Züchter bekannt, der "nur amerikanisch züchtet". Was in Deutschland rumläuft sind einfach zum sehr, sehr großen Teil komplett durchgemischte Linien.

    Was man aber schon manchmal beobachten kann, sind "rein britische Linien", die schon sehr huschig sind vom Wesen.

    Würde mich im Endeffekt bei der Welpenwahl daran orientieren, wie die Elterntiere agieren und was der Züchter mit den Hunden macht.

    o.m.g.

    Irgendwie habe ich die Befürchtung, dass das leider kein Fake ist xD

    Wie geil!

    Wir hatten mal eine gegenteilige Begegnung. Wir sind den Wallberg raufgewandert, oben gibts auch Station und Gondel. Wir sitzen da im Restaurant und stärken uns, neben uns eine richtig adrette, top gestylte Dame in mega teurem Wanderoutfit. Wunderte mich schon, WIE GUT DIE AUSSAH NACH DREI STUNDEN BERG RAUF LAUFEN!!!1111!!!!!!!1

    Etwas später, trafen wir die nochmal kurz vor dem Abstieg Richtung Gondel. Sie sprach uns wegen den Hunden an, als wir sagten, ja, wir wandern jetzt wieder runter, sah sie uns entsetzt an. Als meine Freundin sagte "Wir sind auch raufgelaufen!" - fiel ihr alles aus dem Gesicht xD

    Nun gut, wozu auch immer man ein 1000 Euro Wanderoutfit braucht fürs mit der Gondel hochfahren und runterfahren - immerhin passte sie optisch in die Landschaft :lol: :lol: :lol:

    Kleines OT an der Stelle:

    Shelties sind eben aber auch Spezialisten gewesen. Natürlich wurden da mittlerweile auch die eher gemäßigten Vertreter verpaart - Aber es sind auch Spezialisten.

    Ich bin in Sheltie Historie nicht so bewandert und kann jetzt nicht sagen, ob die wirklich Spezialisten waren oder nicht doch eher - wie viele Hütehunde - Allrounder, aber unterm Strich kommt es auch darauf an, WORAUF eine Rasse spezialisiert ist/war und welche Charaktereigenschaften sie dafür gebraucht haben.

    Manche Rassen wie zB viele Retriever hatten Spezialgebiete, die Verhalten förderten, dass man sehr gut auf Alltagsbegleiter ummünzen kann. Gleiches bei vielen Hütern - wenn auch oft mit etwas mehr Einschränkung.

    Lese ich dann im Standard des Kopov bereits im zweiten Satz hingegen, dass sich dieser Hund durch seine Schäfe auszeichnet und deshalb zur Schwarzwild- und Raubwildjagd eingesetzt wird, stellt sich mir einfach die Frage, wieso ich einen solchen Hund als Familienbegleithund ohne Arbeitsgedanken haben möchte und die selbe Frage stelle ich mir bei sehr vielen anderen Spezialisten, die für ihren Arbeitseinsatz eine Härte, Schärfe oder Aggressionsbereitschaft benötigen, der deutlich über das hinausgeht, was man bei einem Familienhund als angenehm empfindet.

    Shelties sind und waren NIE Spezialisten.

    Die waren früher kleine Allrounder auf den Höfen. Die haben auf den Shetland Inseln das Vieh zusammengehalten und bewegt und die Vögel vom Hof und den Feldern lautstark verjagt.

    Also nein, sie hatten nie eine ganz besonders "spezielle" Aufgabe, sondern waren einfach kleine Helfer ohne konkrete Spezialisierung. Ein kleiner "Gebrauchsund", aber im Grunde einfach zufrieden zu stellen.

    Sie sind ja aus Islandhunden, Spitzen, Collies und Border Collies entstanden.

    Aber das ist doch ein Unterschied, ob ich meinen Hund auf ne Hundewiese rennen lasse, der dort alle einmal überfällt und direkt "einordnet" ... oder, ob ein unerzogener Junghund sich z.B. im Kontext von einem Althund mal zurechtweisen lassen muss?!

    Das sind doch ganz unterschiedliche Dinge in meinem Verständnis.