Beiträge von Bonadea

    Shelties gibts ja gefühlt in allen Größen, da kann man schon fündig werden. Allerdings weiß man es eben auch nicht immer vorher xD

    Das gleiche bei Fell und Wesen ... ein bisschen Überraschung ist halt immer dabei! In meinem ersten Wurf variieren die Größen zwischen 31-43cm.

    Bzgl. "Rotti" kann ich auch noch was anbieten, haha.

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    Oder wohl eher Terrier xD

    edit: gibt schon genug Shelties, die genug "Wums" haben.

    Mein Vater und seine Frau sind ja auch eher die "adopt, dont shop" Typen und haben fast alle Hunde bis jetzt aus dem Auslands-TS geholt.

    Ich war mal bei einer Vorkontrolle dabei, da wurde der Hund mitgebracht. Mein Vater hat die allerbesten Voraussetzungen: Geld, Haus, Garten, Zeit ... allerdings war der vorgestellte Hund bds. an der Hüfte operiert mit Femurkopfresektion und noch nicht ausgewachsen, Endgröße des Hundes ganz sicher über 60cm und eher im schweren Windhundtyp. Mein Vater fragte wirklich 5mal nach ob er mit dem Hund denn später auch Fahrrad fahren und joggen kann (er ist sehr sportlich und sehr aktiv und das war einer der wenigen Sachen, die ihm schon wichtig waren) - ihm wurde die ganze Zeit versichert, dass das ÜBERHAUPT kein Problem ist.

    Er hatte mich vorher gebeten bei der Vorkontrolle anwesend zu sein, damit ich ihm da aus fachlicher Sicht etwas beistehen kann. Ich habe dann sehr sachlich zwischendurch angemerkt, dass man das durchaus erstmal abwarten müsse, wie belastbar der Hund später ist und ich mich total freuen würde, wenn sie mir die Röntgenbilder zukommen lassen würden. Ich hatte das Gefühl, dass die Damen von der Orga das richtig scheiße fanden und sie haben dann 1 Tag später angerufen und meinem Vater abgesagt "sie hätten das Gefühl, es würde nicht passen".

    Joah. Gut, ich hatte meinem Vater eh abgeraten. Ich hab nur das Gefühl, dass sie nur abgesagt haben, weil sie die "nervige Tierarzttochter" nicht mochten. Schlimm ist doch eher, dass ein beeinträchtigter Hund einfach so lapidar mit den Worten "das ist alles kein Problem" abgegeben wird ...

    Alle anderen Vereine, die meinem Vater Hunde vermittelt haben, haben keine persönliche VK gemacht. Einen Hund haben sie direkt aus Portugal mitgebracht vor einigen Jahren (und das war meiner Meinung nach irgendwie die gelungenste "Vermittlung", bzw. war sie das gar nicht mal direkt, weil die da spontan im TH waren und den Hund von dort direkt aus dem Urlaub aus mitgenommen haben) und die anderen dann über Telefonkontakt und Online, bzw. zwei dann auf neutralem, deutschen Boden mit Treffen und erstmal gegenseitig Kennenlernen. Einmal Galgo aus Spanien, wo die mit etwas Menschenkontakt in einem Shelter gelebt hatten (der Hund kam praktisch per Foto nach Deutschland und die hat schon etwas gebraucht um mit "Deutschland" fertig zu werden, sie verstarb ein Jahr später an ungeklärter Ursache), einmal Greyhound aus Irland (war richtig schlimm und musste wenige Monate später bereits euthanasiert werden, sie war einfach nur ein körperliches Wrack und von der Rennbahn zerstört, von Greyhoundsperre bis zu massiven Herzproblemen hatte die alles), einmal Grey aus ... ich weiß gar nicht genau von wo, aber eben mit Pflegestelle und mit Kennelernen vorher - also absolut in Ordnung, Hund auch getestet usw. - wobei auch da mit positivem Titer und relativ wenig Info, bis auf "ja müsst ihr dann nochmal testen". Ein Auge hat sie raus, aber Hund ist bis jetzt fit.

    Also für mich ganz persönlich ist diese Art der "Hundevermittlung" einfach nichts. Ja ... wenn ich mich im Urlaub einfach verliebe und ich merke, der Hund passt, dann könnte ich mir das wirklich vorstellen, den mitzunehmen. So war es ja bei meinem Vater in Portugal und das war wirklich ein wunderbarer Hund wo von der ersten Sekunde an die Chemie gestimmt hat.

    Oder wenn mal wieder einer auf der Arbeit hängenbleibt, weil Besitzer keine Kohle haben und den Hund nicht mehr zurück haben wollen, oder der Hund aus einer Sicherstellung kommt oder man einen vor der Euthanasie rettet, weil ihm die OP nicht gegönnt wird - das wären Situationen, wo ich durchaus bereit wäre, einen "TS-Hund" aufzunehmen.

    Dieses "Online-Shopping" per Foto ist mir irgendwie nix. Und so eine "selbsternannte Fachfrau" in meinem Wohnzimmer brauche ich jetzt auch nicht unbedingt xD

    Aber zum Glück stellt sich mir diese Frage ja sowieso nicht. Da aktuell eh kein Platz und auch keine zeitlichen Kapazitäten für einen "Nothund" da sind, wie ich ja auch ein paar Beiträge vorher schon mal erklärt habe.

    Ähm, auch beim Züchter bekommt man Hunde in der Regel nicht einfach "nachgeworfen", sondern muss sich durchaus auch mal kritischen Fragen stellen.

    Zu sagen, dass jeder, der im TS keinen Hund bekommt, beim Züchter sofort mit offenen Armen empfangen wird, ist ja genau so eine Verallgemeinerung, wie zu sagen, dass im TS nur übergriffige Kontrollen stattfinden.

    Ich persönlich würde mir im Bereich Tierschutz allgemein übrigens durchaus bei Weitem mehr Regulierung durch den Staat wünschen, als aktuell gegeben ist :smile: . Deutlich mehr. Aber eben auch bei entsprechender Finanzierung. Und die sehe ich nicht am Horizont.

    Da der Staat momentan viel sparen will wird da nichts kommen. Tiere haben keine starke Lobby.

    Doch, da wird was kommen. Sogar ziemlich bald, schätze ich :)

    Klar, wie es dann umgesetzt wird muss man natürlich abwarten.

    Alles gut.

    Passt schon.

    Aber das interessiert mich ja schon ... wozu hälst du einen Hund?

    Oft, ja. Nicht immer. Und ja, man muss ja oft bei den Begehrlichkeiten ansetzen. Muss es denn unbedingt ein Hund sein. Muss es denn unbedingt DER Hund sein. Muss es denn unbedingt ein großer Hund sein.


    Also ich bin jetzt einfach mal hart ehrlich ... ich möchte einfach einen "Gegenwert" bei der Hundehaltung. Ich habe relativ konkrete Vorstellungen daran, was sie ungefähr können und leisten sollten. Ich betreibe eine spezielle Sportart und ich schätze bestimmte Eigenschaften an meinen Hunden. Ich habe einen Fulltimejob, nur begrenzt Freizeit und sehr viel von meinem Geld, gebe ich dann auch gern und mit Leidenschaft wieder für meine Tiere aus. Sie sind mein Ausgleich, mein Hobby, meine Familienmitglieder. Sie geben mir so unheimlich viel.

    Ich gebe aber ganz offen und ehrlich zu - würde es nicht diese Art von Hund geben, die genau diese Kriterien erfüllen könnte, dann hätte ich keine Hunde. Weil ich dafür einfach nicht die Zeit und die Nerven hätte.

    Natürlich ist jeder Hund ein Individuum und natürlich muss hier gar nichts 100 Prozent funktionieren - aber der grobe Rahmen muss einfach stimmen.

    Andere Hundehalter haben ganz sicher andere intrinsische Motivationen für die Hundehaltung. Und ich denke so entstehen eben auch unterschiedliche Blickwinkel auf das Ganze ... aber niemand hält selbstlos Hunde. Das glaub ich einfach nicht.

    Natürlich kann man sich hier über "Moral" unterhalten. Aber das ist ein bisschen schwierig irgendwie. Denn die Anschaffung von "Konsumgütern" ist doch eh in jedem Fall in irgendeiner Form moralisch "verwerflich"?!

    Ich finde es zum Beispiel eher moralisch/ethisch bedenklich, sich Qualzuchten zu kaufen oder puppy mills und die Welpenmafia zu untersützen, weil man zu faul ist sich zu informieren und einfach fürs schnelle Geld was haben will.

    Ich finds auch ethisch richtig schlimm einen auf "Tierschützer" zu machen, aber gleichzeitig sich ein Schnitzel reinzupfeifen und Fleisch zu essen (gehört nicht hierhin, ist mir klar, aber ich möchte es als Beispiel trotzdem anführen, denn vor unserer Haustüre findet täglich grausame

    Vernachlässigung und Massentötung von wehrlosen Tieren statt).

    Seriöser Tierschutz und seriöse Zucht ist für mich - persönlich - ziemlich gleichwertig zu betrachten.

    Ich schließe auch nicht aus, dass irgendwann in Zukunft mal was aus dem TS einzieht. Aber aktuell passt es einfach nicht zu mir und meinem Leben.

    Wenn das jetzt für andere also moralisch verwerflich ist, dass ich meine Hunde vom Züchter habe und sogar selbst züchte, dann ist das so.

    Die Lebensrealitäten von Menschen können sich erheblich unterscheiden.

    Tierhaltung ist Luxus und ich schätze mal für 99% der privaten Hundehalter eine rein egoistisch motivierte Handlung. Ganz egal, ob vom Tierschutz oder vom Züchter - am Ende ist Hundehaltung niemals selbstlos motiviert und aus diesem Grund finde ich es auch etwas schwer, da zu argumentieren, man müsste bei den Begehrlichkeiten der Menschen ansetzen? Menschen stellen sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Hunde und ihren Alltag und sich einen Hund anzuschaffen ist immer eine egoistische Entscheidung.