Hihihihi, ich versuche mich mit meiner Antwort auch kurz zu fassen.
Wird aber glaubei ich schwierig, bei der Vorlage. *gg*
Vieeeeelen Dank für diese tolle Antwort!!!
Und Apollo ist auch ein sehr schöner Name!! 
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Gibt es denn etwas, Spielzeug vielleicht, wofür er sich total begeistert?
Das ist leider das Problem. Es gibt nichts, mit dem ich ihn richtig von anderen Hunden ablenken kann, wenn es darauf ankommt. Er liebt Tennisbälle, oder leckeres Futter hihi, aber wennn er einen Hund sieht zieht das einfach nicht mehr. Haben heute auch von Weitem einen Hund gesehen und schwuuuups war die superduper leckere Wurst nebensächlich. Bei Glenn ist das nämlich so, dass sich ein ausgetüftelter Gedanke breit macht: "Zuerst gehe ich mir den Hund mal anschauen und die Wurst kann ich mir später noch holen, die läuft nicht davon". Oder so ähnlich. Am besten ist dann, wenn er den Hund anschauen will und den Kopf an der Futterhand vorbeischiebt nach dem Motto: "Mensch, siehst du nicht, dass ich mit Futter gerade gar nichts anfangen kann Frauchen?!". Das ist wirklich schwer bei ihm... Ich beneide jeden Hundehalter, der seinen Hund mit irgendetwas fesseln kann, aber ich habe das Zaubermittel leider noch nicht gefunden. 
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Nur bei seinem Erzfeind halt, da geht das Gequietsche los.
Das zusammen sch... ich könnte mir das in dem Moment vielleicht als Übersprungshandlung vorstellen. Das Quietschen ist vielleicht die Ungeduld... und wenn der andere endlich da ist, dann platzt das aus Glenn raus, weil er so aufgeregt ist.
Also quietscht er, wenn er seinen Erzfeind sieht und danach geht dann das Gepöbel los, oder bleibt es beim Quietschen??
Das ist interessant wie unterschiedlich das Quietschen genutzt wird...
Ja, das mit der Ungeduld kann gut sein.
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oder draußen was ganz furchtbar aufregendes entdeckt hat und mir das mitteilt, so Marke "Die Olle steht eh immer aufm Schlauch, da muss man (Hund) ja schon deutlicher werden!"
Hihi, ja das kenne ich auch. Und dann schaut er mich oftmals mit ganz großen Augen an und möchte, dass wir auf den wildesten Wanderwegen irgendeine superinteressante Spur verfolgen.
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Ich hab nur gedacht bzw. rausgelesen, dass du ihn jedes Mal bei Hundebegegnungen so am Halsband nimmst.
Nein, nein, ich glaube das habe ich nicht richtig deutlich beschrieben. Dann hättet ihr ja vollkommen recht, dass ich ihm damit deutlich mache: "Achtung Hund, sofort in Habacht-Stellung". Das am Halsband nehmen kommt nur dann zum Zug, wenn ich weiß ich muss jetzt an dem anderen Hund vorbei und es könnte gleich Ärger geben/gibt gleich Ärger.
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Die Sache mit den Ausweichmöglichkeiten ist für mich auch nicht so leicht gewesen. Ich sollte dazu erwähnen, ich sitze im Rollstuhl.
Finde ich wirklich richtig toll, dass du das trotzdem alles so gut hinbekommst. Da könnten sich viele von dir einige Scheibchen abschneiden. 
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Ich habe gezielt daran gearbeitet, die Distanzen in jeder Beziehung (also vor mir ein anderer Hund oder hinter mir usw.) nach und nach zu verringern. Dauert ellenlang und es gab auch oft Situationen, wo ich eben nicht ausweichen konnte. Schwamm drüber, nächstes Mal klappt es besser.
Wir werden auch weiterhin ganz feste daran arbeiten mit unserem Dickschädel Dalmi. Hihi
Ich habe eben das Problem dahingehend gesehen, dass er durch dieses "ich kann mich so nicht wehrern" unter Umständen Unsicherheiten entwickelt hat, die er in leinenfreien Hundebegegnungen dann zeigt in Form von anbellen etc. Zumindest war es für mich das naheliegendste.
Das habe ich mir auch schon gedacht. Teilweise wird das wahrscheinlich auch dazu beigetragen haben. Das Problem war in letzter Zeit nämlich, dass wir eigentlich nur zwei Wege haben, wo wir Glenn frei laufen lassen können. Früher waren es drei, aber auf dem dritten läuft sein Erzfeind, früher öfters auch mal unangeleint. Und komischerweise immer dann, wenn man Glenn dann mal springen lassen wollte sah man ihn sich aus der Entfernung nähern....
Weg zwei ist im Wald, in dem wir im Sommer aber leider überhaupt nicht laufen können, weil wir dann einen Zeckenzoo mit nach Hause bringen...
Und Weg Nummer drei, auf dem wir ihn jetzt wieder springen lassen können waren die letzten Monate über Hunde unterwegs, die man natürlich BEI JEDEM SPAZIERGANG treffen musste, die unangeleint auf Glenn losgegangen sind. Mit Herrchen, die total uneinsichtig sind, und ihre Hunde auch nicht an die Leine nehmen wollen. Zum Glück sind es kleine Hunde ein Jack Russel und ein kleiner Mischling, aber der Jackie macht oftmlals auch Eigenspaziergänge und dann muss man sich ganz schön ins Zeug legen den kleinen Stänkerer abzuwehren....
Aber hilft ja alles nichts der LAUFHUND MUSS LAUFEN!!!!!!!!
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Ist es für den Besitzer okay und der Hund ist Glenn gewachsen, würde ich den Kontakt nicht unterbinden. Allerdings musst du in der Lage sein, Glenn, wenn er seine Grenzen überschreitet und wieder mit Pöbeln anfängt, sofort aus dem Geschehen zu nehmen. Du bestimmst, was er darf und was nicht. Und bei mir z. B. wird nicht gepöbelt. Sonst ist zack die Leine wieder dran.
Bei leinenlosen Begegnungen hat er sehr schnell gemerkt, dass er eben nicht machen darf, was er will. Ich stell die Regeln auf, in deren Rahmen er sich bewegen darf und auch handeln darf. Benimmt er sich nicht entsprechend, gibt es ein passendes Signal ("raus"). Raus ist meine Standard-Ansage für Situationen, die er sofort verlassen soll.
Also ich überlege mir jetzt einmal eine Situation: Glenn trifft ungefähr gleich großen Hund. Glenn fängt an ihn anzupöbeln. Würdest du dann erst einmal beobachten, wie sich die Situation entwickelt? Das gefähliche daran ist leider immer, dass es von einer auf die andere Sekunde in einen Kampf ausarten kann und davon ist das andere Herrchen bestimmt nicht besonders begeistert... Oder hast du schon die Erfahrung gemacht, dass sich die Situation meist friedlich löst?? Auch, wenn am Anfang gestänkert wird? Mein Problem ist, dass die meisten Hundehalter, auch wenn sie vorbereitet sind in so einem Fall Angst bekommen und eingreifen. Dann muss ich natürlich auch eingreifen.
Kannst du Apollo mit dem Signal sofort aus der Situation abrufen?? Das ist toll!!! Das würde bei Glenn in einem solchen Fall wahrscheinlich zu höchstens 30% klappen. Wie hast du das mit Apollo trainiert?
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Und seither gibt es auch einige Hunde, die mag er einfach nicht. Ich mag auch nicht jeden, für mich ist das okay. Nur sein Gezeter ist halt für mich nicht okay, aber daran arbeiten wir
Genau so sehe ich das auch. (Mir fehlen meine Smileys.... *heul*)
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Dazu allerdings noch ein paar Infos: Apollos Leinenaggro kommt nicht von ungefähr, er ist innerhalb eines Monats (da war er ungefähr ein Jahr alt) von fünf unterschiedlichen Hunden an der Leine angegriffen und auch gebissen worden. Seitdem war Essig mit ruhigen Hundebegegnungen an der Leine. Dazu kam seine Pubertät, das machte es nicht besser. Und sein Ex-Herrchen (mein Ex-Freund) hat ihn mit der Leine verprügelt... was ich leider erst rausfand, nachdem ich zu diesem Menschen keinen Kontakt mehr hatte. War alles nicht leicht, aber so langsam wird es, es wird!
Ahhhh, das ist aber mehr als fies... Da kann man Apollo aber auch wirklich verstehen...
Glenn wurde zum Glück nie an der Leine gebissen, obwohl der Jackie ihn glaube ich einmal ziemlich bedrängt hat, als er wieder auf Alleingang war und sich von hinten angeschlichen hat. *ärger* Aber einen Kampf mit einem Ridgeback musste er auch schon ertragen.
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Hat Glenn in diesen Situationen jemals Kontra bekommen von einem anderen Hund? Wenn nicht, denke ich, dass er sich in seinem Verhalten dann auch bestätigt sieht, genau wie meiner damals.
Ja, Kontra hat er schon öfters bekommen. Vor allem als er klein war und ziemlich frech. Das hat er für's spielen aber gerne auf sich genommen. Er ist dann, wenn es zu viel war wie ein kleiner Düsenjet aus der Reichweite des Hundes geflitzt. Hat aber auch nicht immer gereicht...
So immer auf der Flucht bei den Spaziergängen ist echt nicht das Wahre. Behalt die Ruhe und greif im nötigen Moment auch ein. Aber wenn du dich von allen Hunden, die Glenn anpöbelt, fern hältst, hast du irgendwann ziemlich einsame Spaziergänge. Und ein Dalmi ist ein unheimlich sozialer Hund, der diese Kontakte auch braucht (meiner auf jeden Fall, sonst wird er richtig zickig). Es wäre schade drum.
Ja, das stimmt. Dann würde Glenni glaube ich eingehen. So ganz ohne sein geliebtes Spielen. Auch, wenn die Spielepartner jetzt auserlesen werden. Hihi
Was mir heute noch eingefallen ist, ist, dass Glenn vielleicht genau weiß bei welchen Hunden er sich das Pöbeln erlauben kann. Denn bis jetzt hat ihm noch kein Hund Kontra gegeben. Außerdem waren alle Pöbeleien an die ich mich jetzt erinnern kann, als er "frisch" von der Leine ab war. Kann es sein, dass er dann noch nicht richtig realisiert, dass er wirklich Freiraum hat und deshalb lieber mal Bescheid sagt?? Ich werde jetzt mal genau beobachten wie eine Begegnung verläuft bei der er vorher schon kurze Zeit frei gesprungen ist.
Als eine Phase würde ich das jetzt jedenfalls nicht sehen. Mit drei Jahren ist Glenn erwachsen. Und wenn du jetzt nicht entsprechend gegen steuerst, verfestigt sich das Ganze. Und mit viel Pech ist der Zug dann irgendwann abgefahren und das hast wirklich einen unverträglichen Hund.
So weit lassen wir es nicht kommen!!!! *anstreng* *anstreng* *ganz arg anstreng* Ein unverträglicher Dalmi ist doch mal gar nichts akzeptabel, oder???
Der nächste Beitrag wird kürzer, versprochen!!!
Tut mir leid, dass mein Beitrag so lang wurde. Aber es gibt einfach so viel zu schreiben. Ich hattte mir auch fest vorgenommen möglichst kurz zu antworten. Das ging wohl nach hinten los.
Zum Abschluss noch mal VIELEN DANK für die viele Mühe und die tolle Hilfe!!!