Beiträge von Krambambuli

    Zitat

    Dem schließe ich mich an!
    Wobei ich noch hinzufügen möchte, dass wenn der Hund vorher immer unauffällig war, ein Gesundheitscheck anstehen würde - denn so ein Angriff ohne Vorwarnung aus dem nichts heraus kann auch auf einen Hirntumor oder anderes schließen.

    Was änderet es wenn der Hund eine Tumor hat?
    Die meisten Tumore sind nicht therapierbar.
    Wie garantiert ihr denn dass euer Hund nicht zu beißt?
    Ich kann für "meine" Hunde mit Fug und Recht behaupten, dass sie über eine weit höhere Reizschwelle verfügen als die allermeisten Familienhunde, dennoch bin ich mir bewusst dass sie weitaus heftiger sind wenn man sie überschreitet.
    Nein man kann Verhalten nicht löschen nur bahnen.
    Ich vergleiche das gerne mit einem Wildbach, die Reizschwelle ist der Staudamm den ich aufbaue, je höher und je stabiler ich die mache umso geringer die wahrscheinlichkeit dass der Damm bricht, das Flußbett dahinter bleibt bestehe, die Kraft des Baches bleibt bestehen.
    Darum baut man andere Abflussmöglichkeit auf, Anfangs sind das Rinnsale, aber setig benutzt werden das auch große Flußbette, dieses Bild steht für Alternativverhalten.
    Trotzdem besteht immer die Gefahr eines Dammbruchs, nur rechtfertigt das die Tötung des Hundes?


    @ Abessinerin: meine Matras sind:

    1. Ich liebe diese Töle
    2. Es gibt nicht, rein garnichts was der Hund tun könnte um etwas daran zu ändern
    3. Ich sehe jedes sich mir stellende Problem, als eine Herausforderung die mein Hund und ich gemeinsam lösen können
    4. ein Hund der mich angeht hat Persönlichkeit!

    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    So ist es für mich auch bei den Hunden.
    Ein Hund ist roh nichts anderes als ein Stück Erz und gerade die harten schwer zu schmiedenden bringen den härtesten Stahl hervor, die frage ist bin ich in der Lage aus einem klumpen Erz ein Katana zu schmieden, oder ob man so einen Hund überhaupt möchte. ;)

    Sie hat noch Baustellen, Hunde werden tolleriert sofern sie 2m Abstand halten, näher geht bisher einfach nicht.
    Also muß man eben vorrausschauend führen, aber sie lässt sich problemlos auf den Arm nehmen, wenn ein Hund doch unerwartet näher kommt.
    Alltagssituationen sind inzwischen ansonsten kein Problem, der Jagdtrieb kontrollierbar, aber nicht völlig verschwunden.
    Sollte es zu einem Überfall auf mich oder meinen Mann kommen, weiß ich dass dieser Hund reagieren wird.
    Schutzdienst selber geht nur mit Vollschutz und erfahrenem Helfer, weiter daran arbeiten kann ich aber auf Grund ihrer Gesundheit nicht.
    Sie würde ich nun nicht vor einemm Geschäft anbinden und einkaufen gehen. Wenn ich sie beim Bummeln dabei hab setze ich sie so ab, dass keiner ihr versehendlich weh tun kann, ebenso im Restaurant.
    Beim Ta trägt sie Korb, wobei sie in meiner Anwesenheit alles über sich ergehen lässt.
    Wenn ich sehe sie spannt den Hintern an und ihr Schwanz beginnt zu peitschen, dann nehme ich sie soweit aus der Situation, dass sie wieder abkühlen kann.

    Pass auf ich hab hier einen Rüden, der sich für einen Weltenbeherrscher hält und schon immer gehalten hat, schon mit 6 Wochen als ich ihn zum erstenmal gesehen hab, hatte der ein Ego das zum Himmel stank.
    Der Bub hat sich nie die Butter vom Brot nehmen lassen und schon als Welpe seinen Willen gegen andere durchgesetzt und das mit allen Konsequensen.
    Nun hab ich von anfang an sein Ego belassen ihm aber versucht eine sehr große Reizschwelle an zu trainieren, was mir auch in meinen Augen gelungen ist. Er ist ein Hund der über Dingen stehen kann mit denen andere/ "normale" Hunde doch Probleme hätten, er hat Manieren, dennoch lässt er sich nicht zwingen von anderen ausser mir.
    So nun bekam ich eine Hündin die sich ebenso für absolut untotbar und unbesiegbar hielt und eben gelernt hat ihren Willen mit den Zähnen durch zu setzen und das vehement und unerbittlich.
    Gleicher Typ Hund völlig anderes Ergebnis.

    @ Abessinerin:
    Das Training an der Reizschwelle ist der essentiellste Teil der Arbeit mit Hunden mit Aggressionsproblemen.
    Gehorsam und Kontrolle ist schön und gut, aber nicht jeder Situation ist vorhersehbar und kontrollierbar, nur mit Gehorsam ist wie der Tanz auf dem Vulkan.
    Das Problem ist in meinen Augen nicht das ein Hund keine Reizschwelle erarbeiten kann, sondern dass diese Hunde um ein vielfaches heftiger reagieren und so bitter es klingt über genügen "Erfahrung" verfügen, dass sie ungleich mehr Schaden anrichten, wenn man denn ihre Reizschwelle übertritt.
    Man sollte sich auch von der "traumatisierten Hund" Vorstellung verabschieden, es sind höchst selten mishandelte und gequälte Hunde die wirklich schwere Beißvorfälle verursachen, sondern Hunde die eher robust sind von ihrerm Ego her und an denen mit ungeeigneten Erziehungsmethoden herumgedocktort wurde und sich so die Spirale der Aggression bis ins Unendliche geschraubt hat.

    Zitat

    Die Langhaarzottel aus deutscher Zucht tendieren zur Hektik und zu Umweltprobleme im Sinne von Ängstlichkeit, haben deutlich wenige Kampftrieb und meist weniger Beutetrieb, sind weichführiger und insgesammt zart.
    Bei den Malis hängt es stark von der Blutlinie ab, da gibts von hysterisch übedreht bis ruhige aber knallharte linkslastige Zecke alles, insgesamt aber oft mehr Kampf und Beutetrieb und eben gern die Rambomanieren.
    Die Rauhen kommts wieder drauf an welche Linie, tendenziell ruhiger und weniger Beutetrieb, dafür oft schüchtern, oder distanziert.

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)
    Und ich persönlich kenne viele Belgier und hab keinen einzigen DEUTSCHEN Langhaarigen, der so forsch und selbstbewusst wie ein durchschnitts DMC-Mali ist.