So what? Müssen andere Berufe auch.
Also soo schlimm ist das nu auch wieder nicht.
Beiträge von Krambambuli
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Im Ernst? Das überrascht mich. Die Gassigänger, die ich kenne, würden mich wohl eher für bescheuert erklären.
Und wenn ich Björns Kommentar hier lese "Warum haben denn Hundehalter da so einen Exklusivitätsanspruch?
Meine Spaziergänge, mein Zuhause - da gelten MEINE Regeln!" dann weiß ich ganz genau, wem ich meinen Hund nicht mitgeben würde.
Eben Fling
Ich hab verdammt viel Arbeit in meine Hunde gesteckt und meine Hunde sind sicher nicht der Typ Hund der sich von irgendeinem Sitter maßregeln lassen.
Wenn der Sitter ein Problem hat kann er sich an mich wenden und wir finden eine Lösung und wenn es bedeutet, dass ich ab und an ein kaputtes Hundehandtuch hab.
Es gibt genau eine Person die an auch nur einem meiner Hunde ohne meine Aufsicht neues trainiert.
Der geliebte Hausbock darf altbekanntes wie Feinstoffsuche oder wie sie schon schrieb Blödsinn clickern machen, alles andere gerne mit mir zusammen. -
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Aktuelles Beispiel:
Ich hab eine halbjährige Briadhündin in der Betreuung. Eigentlich ein netter, leichtführiger Hund...aber die zerrt an der Leine, sowas hab ich noch nie erlebt. Das wird jedes Mal schlimmer...und die wächst noch...
Bisher hab ich mir auch immer gedacht "Nee, Björn...ist nicht deine Aufgabe...soll sich mal die Besitzerin drum kümmern..."
Macht sie aber nicht.
Lass ich mich jetzt ständig von dem Hund durch die Gegend zerren oder wirke ich auf den Hund so ein, dass sie zumindest bei mir einigermaßen an der Leine geht? Übertrete ich damit meine Kompetenzen oder darf man als Gassigänger einen zumindest einigermaßen leinenführigen Hund erwarten?Ich würde meine Hunde aus recht gut erzogen bezeichnen, sie sind von eigentlich jedem zu bedienen, wenn er sich an die Regeln hält die ich vorgebe.
Sollte mein Hund am Halsband übermäßig ziehen, so wünsche ich defintiv informiert zu werden, aber auch ebenso klar keine unabgesprochene Einwirkung auf meinen Hund.
Sollte ich von so einem Alleingang ( nicht in extrem Situationen) Wind bekommen, dann werd ich ausgesprochen unangenehm.
Dafür bin ich unglaublich entspannt, wenn es zu Verletzungen kommt bei meinen Hunden, da waren alle Sitter bisher echt erstaunt. -
Ich hab bisher immer Dogsitter gehabt die meine Hunde für eine gewisse Zeit am Tag bespaßt haben.
Mit Spaß meine ich auch Spaß, Erziehung obliegt einzig und alleine mir.
Wenn es widererwarten zu kleineren Unstimmigkeiten kommen sollte, möchte ich darüber informiert werden um dann für eine Lösung zu sorgen.
Ich weiß, dass ich da extrem schwierig bin als Kunde. -
Ich fürchte ich hab so eine Aura des Kätzers um mich.
Klar einige Hundeausbildungsströmungen haben was fast sektenhaftes und okkultes, aber da hilft es sachlich zu bleiben und kritische Fragen zu stellen.
Mit "Weil es so ist!" hab ich mich nie abspeisen lassen. -
Ich finde es in der Tat auch bedauernswert, dass viele sich nicht die Mühe machen auch nicht mit der eigenen Meinung und Weltansicht übereinstimmende Aussagen mal offen zu nähern.
Ich hab mir in der Hundeszene ( um mal beim Thema zubleiben) von Al bis zu den echten Hardlinern alles angeguckt und das eben so unvoreingenommen wie möglich, komischerweise hab ich überall spannende Dinge entdeckt.
Auch hier im Df gibt es Leute, die vielleicht nicht gerade den Popularitätspreisgewinnen und Homecommingqueen werden, aber wenn man etwas Grips in der Birne hat und sich die Zeit nimmt ihre Denkmodelle durch zu denken, die einen echt weiter bringen!
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Huch, erstmal Danke Abessinerin, auch wenn ich nicht genau weiß wie ich zu der Ehre komme.
Was ist schon optimal?
Ich tu mir schwer damit, denn jeder Mensch legt doch Wert auf völlig unterschiedliche Dinge.
Meine Hunde sind allein wenn ich arbeite, 3-4 Tage/ Woche und es kommt nur mittags ein Sitter der meine Hunde bespaßt. Sicher nicht perfekt, aber für mich akzeptabel.
Ein Sitter der in irgendeinerweise erzieherisch an meinen Hunden tätig ist wäre für mich z.B. inakzeptabel.
Ich werd extrem pi**ig, wenn sich jemand über meine genauen Anweisungen hinweg setzt, bin auf derandere Seite wieder extrem entspannt wenn es mal zu Verletzungen gekommen ist bei meinen Kamikatzebombern.
Ich investiere sehr viel Zeit in Ausbildung und Auslastung meiner Hunde, sie sind für mich Arbeitskollgen, vergötterte spitzohrige Halbgötter und ein ganz wichtiges vitales, gesundes Gegengewicht zu meinem Job. -
Ich fasse es mal sehr grob zusammen, aber wirklich nur sehr grob.
Konditionierte Strafe ist die Möglíchkeit negative Emotionen/ Meideverhalten durch ein verbales Kommando hervor zu rufen. Der Aufbau läuft über klassische Konditionierung.
Bei einem Welpen und eine sehr sensiblen Hund funktioniert es dadurch, dass dem Kommando die Frustration folgt nicht an sein Ziel zu kommen. Einfachstes Beispiel : 8x darf der Hund über das Kommando nimm das Stück Wurst vom Boden aufnehmen, beim 9.x erfolgt das Tabuwort und dem Hund wird der Zugang zum Objekt verwehrt und bleibt ihm verwehrt. Der Hund bleibt solang in der Situation bis er in ECHTE Resignation verfällt und hiermit meine ich nicht strategisch kluges Zuwarten ob man durch vermeindliches Desintresse an sein Ziel kommt.
Diese Form der Konditionierung erfordert sehr viel Fingerspitzen gefühl und eben einen sehr leicht beeindruckbaren aber hochmotivierbaren Hund.
2. Möglichkeit ist dem Tabuwort folgt ein Strafreiz, Pietrella selbst arbeitet mit Bumper oder Sprühflasche, es gibt aber durchaus Hunde die auf ein scharfes Wort oder ein Bodyblock viel besser reagieren.
Die Konditionierung erfolgt in einer völlig neutralen Situation, emotionslos und klar, mehr als 1-3x sind meiner Erfahrung nach selbst beim härtesten Hund nicht von Nöten, danach kann man dieses Kommando bereits in mäßige emotionalen Situationen verwende und die Situationen langsam steigern.
Sehr schön zu diesem Thema finde ich das Zitat:
"Abschliessend möchte ich bemerken, dass der Begriff Strafe in unserer Begriffswelt andere Begriffe wie Schuld und Sühne mit umschliesst. Er hat eine moralische Dimension.
Diese ist dem Hund völlig unbekannt und bleibt ihm unverständlich. Deswegen sind gestaffelte Strafen (je nach Schwere des "Vergehens" unsinnig.( ...)Der Vorteil einer so konditionierten "Strafe" ist, dass wir die eigentliche Strafe überhaupt nicht mehr anwenden müssen!" -
Konditionierte Strafe ist eine klassische Konditionierung einer negativen Emotion auf ein verbales Signal und das eben so, dass man sehr schnell auf den die negative Emotion auslösenden Reiz verzichten kann.
Be sehr sensiblen hunden oder Hunden in der Prägephase hat sich in meiner Erfahrung negative Strafe durch aus bewährt, bei älteren, robusteren Hunden kommt man über einen aversiven Reiz nicht herum.
Und bevor ich gevierteilt und über den Df-markplartz geschleift werde: NEIN es bedeutet nicht, dass man einen Hund mißhandeln muss.
Genau aus diesem Grund konditioniert man diese Signal in einer Situation in der der Hund nicht sonderlich erregt ist. -
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Weil ein Klaps, wenn er in weniger "krassen" Situationen manchmal angewendet wurde, in Anderen nicht mehr zieht.
Nach dem Schema
Und genau da liegt für mich der Fehler.
Wer aversiv arbeitet sollte den Reiz so wählen dass er definitiv die gewünschte Wirkung zeigt.
Ich persönlich arbeite übrigends mit konditionierter Strafe ( übrigends nach dem Clickerpapst Pietrella) und etabliere diese in einer Situation durchaus glaubhaft in der der Hund emotional nicht sonderlich aufgeladen ist.
Der Versuch sowas in Extremsituationen zu etablieren kann nur scheitern.