Beiträge von Krambambuli

    Eines vorab: Ich finde es sehr schade, dass das prüfungsmäßige Fuß hier fast den Touch von Tierquälerei hat. :sad2: Es soll ja Teams geben denen sowas wirklich Spaß macht und ein korrektes Fuß würde vielen Hundehaltern einige Alltagssituationen erleichtern. Klar laufen auch unsere Hunde nicht konstant am Oberschenkel mit in den Nacken geworfenem Kopf neben uns her.

    Jetzt zum aktuellen Problem:
    Ich würde trennen, wenn der Hund an der Schleppleine geht
    Am Geschirr darf ein Hund bummeln und trödeln, am Halsband wird gearbeitet, oder eben umgekehrt, wenn man später nur Geschirr nützen möchte.
    Ich halte nicht viel von Locken mit Futter, weil ich ganz persönlich mich an Baumanns Grundregel halte: Aktio et reaktio.
    Also der Hund zeigt Aktivität und ich entscheide ob mir das so gut gefällt dass ich es bestätige
    Diese Methode führt einfach dazu dass der Hund lernt: Wenn ich Aufmerksamkeit, den Ball, das Futter, iwas will muss ich etwas anbieten.
    Macht also Hunde die sehr bemüht sind ihrem Hf zugefallen.

    Ich clicker jeden, wirklich jeden Blickkontakt an, bis der Hund nurnoch glotz.
    Dann kann man die Frequenz reduzieren. Allerdings benutze ich in der Ausbildung die Tagesration an Futter und teile die fest den Trainingseinheiten zu, was dabei nicht erarbeitet wurde geht zurrück in den Sack.
    Ins gesamt läuft am Anfang alles über Blickkontakt: Du willst zur Tür raus?
    -----> Schau mich an. Du willst an den Ball?-----> Schau mich an, etc

    Wenn ein Hund sich dringend lösen muss verlange ich bei einem Hund am Anfang der Ausbildung erst garkeine Leinenführigkeit, wer weiß wie unangenehm eine drückende Blase sein kann, der weiß auch wie schwer einem dann die Konzentration fällt.

    Wenn der Hund aber lediglich unkonzetriert ist und aufgekratzt, arbeite ich über Richtungswechsel und zwar so lange bis der Hund nur noch auf meine nächste Bewegung lauert, einen regelrecht hütet. Dann gibts ein Lächeln, ein Streicheln und gerne auch ein Stückfutter und weiter gehts.
    Bei dieser Übung geht es um Bindung nicht um hirnloses Hund hin und her geschleife, also kurze Strecken laufen und nicht allzu viel Leine lassen, ca 2,5m.

    Hunde mit einer engen Bindung verlassen meiner Erfahrung nach einen gewissen Radius nicht, ausser man bringt es ihnen situativ bei. Klar ist dieser Radius individuell unterschiedlich.

    Nochmal Heinrich Stahl hat diese Aussage nicht in disem Forum getätigt, dass waren andere.
    Wer sich herrausnimmt für andere pauschale und schwammige Aussagen zutätigen muss sich gefallen lassen, dass nachgefragt wird und sollte in der Lage sein diese Frage auch zubeantworten.
    Ansonsten könnte hier ja jeder alles behaupten und dann sich zurrückziehen mit der Aussage: Frag andere.


    Ich beantworte die Frage für mich nochmals: Ich will einen Hund der freudig und offen mit mir zusammen arbeitet.

    So nochmal: Was ist denn nun eurer Meinung nach das Ziel der Hundeausbildung

    Komm schon, das ist jetzt aber nicht war.
    Die Hunde sind unten auf dem Boden völlig anders von der Körperhaltung.
    Einen high-will-to-please haben diese Hunde sicher und das sie auch sicher eher devot sind vom Wesen.
    Aber ganz sicher kann man auch mit solchen Hunden so arbeiten, dass sie frei, freudig und offen mit ihrem Herren arbeiten
    Ich unterstelle HST nicht dass er die Hunde körperlich züchtigt, bei so weichen Hunde reicht schon mangelndes Feedback aus um sie aus der Fassung zubringen.
    Und der Hund bekommt auf dem Tisch kein für ihn adequates Feedback ;)
    Schön ist immer noch anders

    Für mich wird es dann inakzeptabel wenn ich deutlich sehe, dass die Freude an der Zusammenarbeit mit dem Menschen flöten geht.
    Ein Hund der nurnoch kooperiert weil er Angst vor Konsequenzen hat ist für mich absolut inakzeptabel, genauso wie einer der sich in die erlernte Hilflosigkeit ergeben hat.
    Mir ist durchaus klar dass es devotere und weniger devote Hunde gibt, aber auch mit meiner Strebermaus die absolut alles richtig machen will, kann man freudig arbeiten.

    Das jeder Hund anders ist bezweifelt hier wohl keiner, egal ob dein, mein,sein, die Frage ist nur welche Methoden sind akzeptabel.
    Ich bezweifle mit nichten dass nen Tritt in den Hintern bei einem Hund eine Wirkung erreicht, die Frage ist nur welche und ist sie die gewünschte.
    Jede Methode hat Wirkung und Nebenwirkung,nur sollte man immer bedenken das nicht jeder jede Methode anwenden kann und sollte und manche Methoden einfach obsolet sind