Beiträge von Krambambuli

    Ich kleine Person hab meine 42kg Pflegehündin auch schon aufm arm gehabt, weil ein Miniyorki in suizidaler Absicht sich mit ihr schlagen wollte.
    Und die Besitzerin, brüllte nur: Daaaaas kläääären die unter eiiiiinaaaandeeeeeer!
    Neee ist klaaaar, nen 42kg Hund mit Drahtkorb auf der Nase, absolut unverträglich klärt, dass wohl innerhalb von Sekunden,... Nur eben nicht sooo wie sich die Besitzerin das wünscht.

    Hmmm, ich habe trotzdem das Ziel dass mein mann entweder gerne mitgeht, oder ich lass es sein ;) Egal ob Oper oder Theater, das nichts lebensnotwendiges, Kontrolle am Wild für meinen Hund sehr wohl.
    Und auch da versuche ich so viel wie möglich über Freude an der Arbeit zumachen und so wenig wie möglich über Gehorsam, denn DASS macht wirklich verlässliche Hunde


    Ich schrieb ausserdem ja, dass ich NICHT der Meinung bin, dass ein Hund seinen Jagdtrieb; NICHT ausleben darf. Rettungshundearbeit ist nichts anderes als eine Stöbersuche , aber eben nach Mensch und nicht nach Wild ;) Trotzdem muss ein Hund auch da wildrein sein, denn es geht nunmal um Menschen die vermisst wer5den und ein Hund der leiber die nächste Wildstur nimmt oder dem nächsten Fuchs hinterherspringt ist völlig nutzlos.


    Was den Einsatz von Jagdhunden angeht, kannst du nicht einen Ottoonormalhund mit einem jagdlich geführten Hund vergleichen, ich vergleiche meine Zeiten beim Halbmarathon ja schließlich nicht mit Lornah Kiplagat. Die Ausbildung eines Jagdhundes im jagdlichen Einsatz ist mit nichten mit dem von Haushunden zu vergleiche, da der Jagdhund jagen soll und dabei kontrollierbar sein muss, man den Familienhund sich erst garnicht in eine solche Trieblage hineinsteigern lassen muss.
    Es ist ungleich schwerer einen Drahti in voller Hatz zu stoppen, als bei einem Pudel das Starten generell zu verhindern.
    Was die Haltung von Hunden angeht, vertrete ich die unpopuläre Meinung, dass es viel weniger " Probleme" gäbe, wenn sich jeder den Hund holen würde den er braucht und jeder Hund seinen Anlagen entsprechend geführt werden würde.

    DSH-Bauer es spricht aber für eine konfliktbehaftete Beziehung, wenn ich meinem Mann einen Opernbesuch nicht schmackhaft machen kann ohne dass ich ihm eine Szene machen und dafür Fußball versprechen muss.


    Nein es bedeutet keine Selbstaufgabe, in keinster Weise, aber mir ist es immer och 100000000x mal lieber ein Hund hat Freude an der zusammenarbeit mit mir, als dass er mich als notwendiges Übel sieht um iwann endlich an sein Ziel zukommen.
    Außerdem mache ich mich sehr ungern von extrenen Verstärkern abhängig und erstrecht nicht von welchen die ich in keinster Weise kontrollieren kann.

    Ich bin nicht der Meinung dass ein Hund seinen Jagdtriebüberhaupt nicht ausleben darf, sonst würde ich sicher keine Rettungshundearbeit machen.

    Dass Trainingssituationen NIE die Realität abbilden ist auch mir klar. NUR versuche ich Situationen die einen Hund noch überfordern, in denen er überhaupt nicht zu einer Zusammen Arbeit fähig ist, so lange zu vermeiden, bis ich wirklich in jeder anderen Situation Einfluss auf den Hund habe Gerade beim Jagen ist das durch eine Absicherung durch eine Schleppleine recht gut machbar, anders als z.B bei Aggressionsproblemen
    Ich vermeide Zwang soweit wie möglich, denn jeder Hund hat die Chance verdient Spaß an der Arbeit mit dem Menschen zu empfinden, auch wenn das sehr lange dauert.

    Ich denke schon, dass ich lesen kann ;)
    Was ändert es, wenn der Hund ein Komando zum Buddeln bekommt und dann den Hundeführer einfach weiterhin ausblendet?
    Ausser dass es gewollt wirkt vielleicht?
    Die Bestätigung erfolgt wieder fern vom Hundeführer ohne jeglichen bezug zu diesem. Wäre es nicht viel schöner wenn es mir gelingt die selber Trieblage in Zusammenarbeit mit dem Hundeführer zu erarbeiten ?
    Auch wenn der Hund eine adequate Impulskontrolle besitzt, als stopp und Kontrollierbar ist, ist und bleibt das Gehorsam und keine Bindung. Denn der Hund empfindet weiterhin etwas anderes als den Hundeführer und die Zusammenarbeit mit ihm als die Erfüllung seiner Wünschen.
    Er hat lediglich gelernt: Ich muss folgen, sonst gibts Ärger oder ich komm nicht ans Ziel.

    Aber vielleicht habe ich da einfach zuhohe Ansprüchen an meine Zusammenarbeit mit den Hund.

    Murmel meine Heldin!

    Ich finde es einfach albern und kindisch anderen Leuten vorschreiben zu wollen, wo und wann sie mit ihrem vermeindlich "unsozialen" aber durchaus kontrolliertem Hund spazieren gehen dürfen, bloß weil man selber weder in der Lage ist noch anscheinend die Notwendigkeit sieht seinen eigenen Hund zu kontrollieren.
    Kann es sein, dass sich gerade die leute am meisten über andere Hundehalter aufregen, die keinen Kontakt mit fremden Hunden wünschen, die ihren Hund nicht wirklich abrufen können? :hust:

    Zum Thema das klären die untereinander: Ganz ehrlich es gibt solche Unterschiede im Aggressionspotential und der körperlichen Statur zwischen Hunden, dass es absolut widersiinig ist sowas zufordern.
    Salopp gesagt: Ich ( 1,66m, 47 kg und sehr sportlich) steige auch nicht mit Klitschko in den Ring und "kläre" irgendetwas. Aber von einem Chihuahua wird erwartet dass er mit nem Schäfer was zuklären hat?

    Außerdem sollte man sich mal überlegen WAS es überhaupt zu klären gibt und was eine Klärung bedeuten würde:
    Rangfolge? Gibt es nur innerhalb eines bestehenden Rudels, fällt also weg.
    Terretorialaggression? Schön die gibts. Klärung bedeutet entweder einer verzieht sich für immer aus dem Revier oder einer ist tot. Da ich bezweifle dass iwer bereit ist wegzuziehen weil sein Hund unterlegen war und ebenso bezweifle dass jemand mit der letzten Lösung einverstanden ist, sofern es seinen Hund betrifft finde ich schon wieder da gibts nix zu klären.
    Resourcenkonflikte. Joah gibt es, aber auch die enden oft mit einer Vertreibung aus dem Revier, insbesondere wenn's um Geschlechtspartner geht.
    .....

    Ich glaube es wäre viel weniger kompliziert, wenn jeder auf seinen eigenen Hund achten würde, akzeptiert, wenn es zwischen zwei Hunden keinen Kontakt geben darf und einfach mal anleint.

    Ich sehe das ähnlich, der Hund ist rein auf externe Verstärker fixiert und nicht wirklich auf den Hundeführer.
    Ich baue Prüfungsfuß über mehrere Kleinschritte auf, ich zerlege es:
    1. Blickkontakt: der Hund bekommt auch im Alltag gezeigt, dass blickkontakt der Schlüssel zu jeglichem Erfolg ist, soll heißen: du willst Raus? Schau mich an. Du willst den Ball der 5m vor dir liegt? Schau mich an. Du willst das Futter in meiner Hand? Schau mich an.
    Ich arbeite dabei mit dem Clicker und ohne jedes Komando, sonder bestätige jeden zufälligen oder gewollten Blickkontakt.

    2. Korrekte Position: Hier arbeite ich auch mit Clicker und Target, bei Hunden ab Kniehöhe mit Handtarget, bei kleineren mit Knietarget.
    Beim handtarget lernt der hund mit der Schnauze die Hand des Hf vorwärts zutreiben, dadurch kann ich den Hund mittels der Hand in die richtige Grundposition manipulieren. Beim Knie target lernt der Hund mit seiner Schulter das Knie des Hundeführers zuberühren und den Kontakt zuhalten.

    3. Nachrutschen: auch hier mit Handtarget oder Knietarget, aber ich bewege mich nicht nur linear vorwärts sonder mache Drehungen in Grundposition rechts und links rum, sowie schreitte seit, vor und rückwärts.

    4. Clicken jeder zufälligen Einnahme der korrekten Position.

    4. Leinenrorientierung: hier mach ich Richtungswechel und Winkel. Ich drehe aber auch in den Hund hinein und dränge ihn ab, dass funktioniert allerdings nur, wenn der Hf rechtzeitig abdreht, also wenn der Hund anfängt vor zu prellen und nicht erst wenn der Hund schon mit den Hinterläufen auf Höhe des Oberschenkels rennt.

    Was die Motivation angeht, so haben ich auch hunden denen Futter wirklich schnuppe ist, aber sie bekommen Körperkontakt und Zuwendung primär für die Arbeit, ausserdem kann man auch für Beute ( ich meine jetzt nicht hirnloses Ballwerfen, sondern ein klares Zerrspiel) clickern.

    Lindt mag vielleicht etwas extrem in seiner Körpersprache sein, aber seine Ansätze zum Thema Spiel in der Unterordnung sind genial.

    Nunja wenn der Hund unabhängig, ohne jede Rückversicherung und mit bewusstem ausblenden des Hundeführers Mäuse buddelt ist dies sehr wohl ein Bindungsschädigendes Verhalten.
    Was die extremen Trieblagen angeht, so frage ich mich immer wieder, warum die Hundeführer ihren Hunde nicht die Zeit geben und sich die Mühe eines pedantischen Aufbaus einer Kontrolle machen und sich gleich auf die extremen Trieblagen versteifen.
    Sorry, wer nicht mal richtig laufen kann ist erstrecht mit nem Marathon überfordert.
    Deshalb empfehle ich erstmal Situationen zuvermeiden in denen der Hund auf Grund seines Ausbildungsstand nicht kontrollierbar ist, anstatt den Hund sich weiter in mangelnder Kontrolle und Triebübersteigerung festigen zulassen.

    Ich persönlich würde dem Hund das Mäusebuddeln verbieten, da es absolut abträglich zur Bindung zu dir ist. Der Hund holt sihc einen extrem hohe Bestätigung extern, also ohne dich, oder besser gesagt in dem er dich ausblendet.
    Es gibt andere Sachen bei denen der Hund nur über dich zu seiner Bestätigung kommt, Dummyarbeit, Apport, oder zu einem gewissen Maße auch Stöbersuchen.
    Ich halte nichts davon, dem Hund ein Triebverhalten zunehmen ohne ihm eine Alternative aufzubauen, also schau mal ob du Fährt3n, Trails oder eben Dummyarbeit machen kannst oder magst.