Beiträge von Krambambuli

    Zitat


    Das Kernziel dieser Sendung sehe ich darin, auf ansprechende Art und Weise die Zuschauer für die Bedürfnissen von Hunden zu sensibilisieren. Hier wird ein ganz wichtiger Beitrag zum gesellschaftlichen Umdenken geleistet - Hunde als empfindsame Lebewesen betrachten, mit denen man arbeiten, kommunizieren und gemeinsam lernen muss.

    Hier solls auch ruhig weiter um die absoluten Grundlagen gehen. Menschen, die darüber hinaus sind, informieren sich sowieso eigenmotiviert. Wichtiger als ein komplexes Training in Echtzeit zu senden, finde ich, genau die Leute, die noch heute an Alpha-Würfe und den Garten als einziges Ausflugsgebiet glauben, für gewaltfreie und hundegerechte Arbeit zu sensibilisieren. Und das geht meiner Meinung nach nur, wenns einigermaßen profan bleibt.

    Nee ist klar und die Welt ist ein Ponnyhof und wir lieben uns alle :roll:
    Das Kernziel der Sendung ist Unterhaltung-- Einschaltquoten--- Geld

    Rütter macht gute Comedy. Das tolle an Sendungen wie der von Rütter und Co ist doch das man zusammenschneiden kann und es nur ein sehr kurzer Abschnitt im Leben des Hundes gezeigt wird.
    Rütter kann sich gut verkaufen.
    Manche seiner Aussage finde ich neben der gewollten Komik auch sinnvoll und richtig.
    Nur tun mir einige Leute regelrecht leid die da im Fernsehen vorgeführt werden, dass ist aber leider nicht nur in seinen Sendungen so.
    Was mir aber absolut gegen den Strich geht, ist dass völlig normale Hunde die eher milderes Unerwünschtes Verhalten zeigen hier problematisiert werden.
    Hab in den Sendungen die ich gesehen habe( zugegeben bei weitem nicht alle) keinen einzigen schwer problematischen Hund gesehen.

    bordy: Wir besitzer überdrehter manipulativer und grundböser Hunde müssen doch zusammen Halten. :D

    @ Aussi: War klar das das von ner Obitrainerin stammt :hust: Leider sind dort zutriebige und fordernde Hunde nicht immer gern gesehen.
    Pass auf. NEIN es ist ÜBERHAUPT nicht schlimm, solange DU entscheidest welches Verhalten DU toll findest sitzt DU am längeren Hebel.
    Unangenehm wird es wenn der Hund im Frust eben Störverhalten zeigt und du es nicht abstellen kannst.
    Denk mal über einen NRW nach, damit beendest du das Überdrehen und sinnlose Abspulen von Verhalten.
    Ansonsten bleibt mir nur noch dir zu so einem aktiven Hund zu gratulieren, der total wild darauf ist etwas mit dir zu tun.

    Ich wundere mich immer wieder darüber, was zum Henker schlimm daran sein soll, dass ein Hund einen Menschen beeinflusst.
    Einerseits soll der Hund immer und überall fröhlich sein, aversive Reize und Meideverhalten sind verpönt, andereseits darf der Hund den Menschen nicht beeinflussen, er muss sich unterordenen..
    Für mich klingt das nach der Quadratur des Kreises. Entweder man hat einen aktiven fordernden Hund, oder eben einen passiven. Mir sind erstere lieber.
    Solange es das Leben mit meinen Hunden verpessert und vereinfacht lasse ich mich nur all zu gerne beeinflussen.
    Mein bestes Beispiel ist meine Puppe:
    Sie kam mit etwas mehr als einem Jahr zu mir und war passionierte Hasenjägerin. Ich hab mit ihr die Verhaltenskette: Hase= Platz= Spieli aufgestellt.
    Nun sehe ich nicht jeden Hase vor ihr, sehr wohl aber ihr Verhalten , nenne das Hasenalarm. Irgendwann fiel mir auf, dass der Hasenalarm sehr häufig dann auftrat wenn der kleinen Maus langweilig war, aber das Risiko eingehen dass der Hund doch mal voll durchstartet wollte ich nun auch nicht.
    Ja der Hund hat gelernt mich zu manipulieren und? Ich weiß inzwischen, dass sie bei Wildsichtung selbstständig und ohne Kommando ins Platz geht.
    Solange du dir bewusst bist, dass dein Hund das tut und damit bewusst umgehen kannst ist doch super dass dein Hund so clever ist.
    Was das clickern mit hochtriebigen Hunden angeht:
    Ich finde es sehr schwierig, weil vielen dieser Hunde neben dem Trieb eine geringe Frustrationstolleranz in die Wiege gelegt wurde und sie schnell hektisch werden oder Störverhalten zeigen.
    Je nach Hund kann man entweder das Triebziel weniger hochwählen, oder abbrechen sobald der Hund hochfährt.
    Ich kenne einen Hund der ohne Futter, ohne Beute nur für den Click , sobald etwas frust aufkommt, weil er nicht sofort begreift was gewünscht ist massives Störverhalten zeigt. So massiv dass man es nicht ignorieren kann. da hat ein Marker of nonreward geholfen, also ein Begrifft für: Hase du bist gerade auf dem Holzweg, versuch was anderes in Kombi mit Abbruch, wenn er trotzdem weiter Störverhalten gezeigt hat.

    Ich finde es etwas Zynisch einerseits die tollen guten alten Zeiten zu verklären, andererseits nicht sehen zu wollen, dass die Toleranz gegenüber gewissen Macken immer an die Pflichterfüllung des Hundes gekoppelt war.
    Solange ein Hund seinen Job macht, wurde über gewisse Macken hinweg gesehen, tat er das nicht wurde er einfach nicht mehr gebraucht.
    Hier wird aber all zu oft denjenigen, die genau diese sehr pragmatische Einstellung zum Hund haben unterstellt, sie seien herzlos und brutal. Der Hund als " Sportgerät" oder " Arbeitswerkzeug", dass für den Fall dass es eben nicht ausreichend taugt ersetzt wird ist heute ja fast schon Hochverrat.
    Klar hat mein Großonkel seine altgedienten Jagdhunde durchgefüttert, wenn sie nicht mehr zur Jagd taugten, aber wenn ein Junghund nicht das nötige Zeug hatte, war er ziemlich schnell weg. Meine Hunde müssen weder spielen, sich über jeden anderen Hund freuen und sich immer und überall von jedem weh tun lassen, ich kann damit leben das das ein oder andere kaput geht, ABER ich mir ist überhaupt nicht gleichgültig ob meine Hund zur Arbeit taugen.

    Nun für mich ist die Selektion ausschließlich nach Leistung und Gesundheit und die dementsprechende Auswahl des Hundes noch heute Programm.
    NUR früher:
    Wurden alle Welpen erträgt/ erschlagen die die Hündin nicht aufzog.
    Hunde die zur Jagd/ Arbeit nicht taugten schlichtweg entsorgt.
    Hunde die von der Sau tot geforkelt wurden auf der Stelle erschossen und nicht zum Tierarzt geschleift.
    Hunde oft ausschließlich im Zwinger/ auf dem Hof gehalten.
    Zwangsapport, harte Ausbildungsmethoden und ein recht robuster Umgang mit dem Hund waren normal.

    Ich kann das nicht gar so romatisch sehen ;)

    Ich schrieb ja bereits, dass ein hund keiner Kinder lieben muss.
    Aber in dem Moment in dem ein Hund durch seine Abneigung zur Gefahr für andere wird, ist er definitiv behandlungspflichtig, ODER gehört eben dementsprechend gesichert.
    Und in dem moment in dem diese Aversion den Hund beeinträchtigt im Alltag, Stress auslöst, versuche ich das im interesse des Hunde zu beheben.

    Ich finde es lachhaft, dass soo gerne die guten alten Zeiten beschworen werden, man aber immer unter den Teppich kehrt, das die andere Einstellung zum Tier eben auch andere Erziehungsmethoden, Haltungs und Lebensbedingungen und vorallem Konsequenzen beinhaltete.

    Also wenn ich mich so umhöre bei der älteren Generation wurden Hunde die Kinder bissen gerne mal erschossen und vergraben oder auf'm Misthaufen entsorgt.
    Ein Hund war in vielen Fällen ein Nutztier und kein Sozialpartner und wurde dementsprechend gehalten und behandelt.
    Die Hunde meines Großonkels standen im Zwinger, da hat man keine Probleme mit Aggression gegen Kinder und Futterneid. Den Zwinger schließt man ab und gut ist, aber wenn der auf der Jagd nen Treiber angeht isser weg vom Fenster.

    Walter lass uns eine Selbsthilfegruppe gründen: "Selbshilfegruppe für unheilbar verliebte in ihren leider gottes gut erzogenen Köter" oder so.
    :umarmen: