Beiträge von Krambambuli

    Ich habe mich mit keinem Wort zu seiner Umsetzung geäußert, oder sie gerechtfertigt ;)
    Trotzdem gibt es interessante Ansätze.
    Und ja ich bezeichne viele bekannte Ausbilder als Guruhs, denn es gibt teilweise sektenartige Anhängerschaften, die völlig unkritisch und hirnlos nachplappern was ihnen vorbetet wird.
    Es gibt noch ganz andere, sehr populäre Ausbilder deren Erfolgsgeheimnis nichts anderes als die erlernte Hilflosigkeit ist, wie auch immer wie das ach so nett umschreiben :hust:

    Das die Blondies bei der Suche nach Eigengeruch/ Sprengstoff/ Leiche "ruhiger" und konzentrierter arbeiten liegt nicht an der Motivation, sondern daran, dass es sich um Feinstoffsuchen handelt ;)
    Sorry aber eine Stinkbombe wie einen Menschen in einem Wald aufzuspühren ist nichts wo man sehr langsam und ruhig arbeiten muss um blooooß nichts zu überlaufen.
    Sieht bei einem Fingernagel eines Toten im selben Wald ganz anders aus, auch wenn dass von Rettungshundeführern nicht gerne gehört wird :D

    Was Sprengstoff und Drogenhunde angeht, so kenne ich auch dort mehr als einen Hund, der vielleicht "ruhig" und " konzentriert" arbeitet, aber nicht minder suizidal ist als die Blondies ;)
    Ich kenne einen Sprengstoffhund der wegen Geruch in einen leeren Aufzugschacht gesprungen ist und kannte einen Drogenhund der leider nicht überlebt hat, dass das Päckchen Heroin von unten am Fenstersims festgeklebt war :/
    Aber diese Suizidalität liegt nicht ausschließlich an einem Junkeytum, sonder sicher auch am Grundtyp Hund der in diesen Berreichen genutzt wird.
    Die Blondies glauben
    1. dass sie mindestens Halbgötter sind
    2. deshalb fast untotbar sind
    3. wenn "de Alte sagt da gehts lang wird se schon rescht hamm"
    4. es gibt nur einen Weg: VORWÄRTS
    5. sie eine Mission haben und lieber drauf gehen als zu versagen
    6. mit Gewalt geht alles und wenns mit Gewalt nicht geht, geht es mit nochmehr Gewalt / was geht, geht, was nicht geht, muss ( man denke sich den slavischen Akzent dazu)

    Ich sehe es bei Milan wie bei allen anderen Hundeguruhs, ich schau mir an was sie machen, lese was sie schreiben und zieh mir raus was mir gefällt.
    Ich lehne einen Ausbilder nicht ab weil mir so manches nicht gefällt, aber ich finde einen kritischen distanzierten Umgang mit allen Strömungen der Hundeszene wichtig.

    Und voll lustig wie man sich gerne selber in die Tasche lügt, in dem man immer neue Begriffe für Zwang erfindet, mir wurst ob man es Persönlichkeit, ROT, Korrektur, Richtungswechsel, Erinnerung, nennt.
    Zwang perse ist nichts schlechtes, sofern Zeitpunkt, Dosis und Art dem Hund entsprechen ;)
    Je weicher der Hund, je weniger unpassende Erfahrungen er gemacht hat, je besser er zu motivieren ist und je kompetenter der Hundeführer um so weniger Zwang benötigt man.
    Ich finde es vermessen wenn hier sofort von Prügel gesprochen wird
    Wie viele haben hier doch so ihre Problemchen mit dem lieben Vierbeiner, es gibt keine Patentlösung sondern soviele Lösungen wie Teams.
    Ich könnte mich hinstellen und die Nase rümpfen über Leute mit Jagdproblem, denn ich hab eine 13 Monate alte Hündin mit mehreren Jagderfolgen übernommen und : Hey alles was man braucht ist 3 Wochen Zeit, ne Schleppleine, nen Clicker und nen Ball. Der einzige Zwang der dieser Hund erfahren hat, war dass er am Geschirr daran gehindert wurde Hasen zu erlegen ( OHNe dass er auch nur 1x hinein gerannt wäre)
    Also furchtbar inkompetent diese AJT-Trottel :D

    Pointer sind toll, aber ICH könnte mit 1km Radius und absoluter Vogelgeilheit nicht leben =)
    Ich erinner mich an einen " aussortierten" spanischen Setter, der angeblich für die Jagd nicht taugte, der nach Sichtung einer Amsel geschlagene 5 min geschrien hat wie am Spieß
    Oder eben unabsichtlich abgeleint (Karabiner gebrochen) Vögel gehetzt hat bis zur Bewusstlosigkeit.
    Inszwischen ein toller Hund, aber auch für eine absolut jagdhundeerfahrene Hundeführerin 2 Jahre Kampf.
    Pionter auf der Freifläche sind phänomenal und vom Wesen ein Traum, aber eher nichts für Menschen die keinen Jagdtrieb suchen.
    Obtisch geht auch fast nichts über ein dishface :D

    Was Schnauzer beschreibt nennt man ritaulisiertes/ situatives Lernen.
    Aber es kommt eben darauf an in welchen Bereichen gehetzt wird, was für einen Hund man führt und wie gut die Arbeit auf dem entsprechenden Platz ist =)