Beiträge von Krambambuli

    Richtig Abessinerin er hat es als Raufspiel interpretiert, aber er hatte Spaß an einer körperlichen Auseinandersetzung, am Raufen.
    Wenn ich das jetzt nicht bahne sondern fördere, dann würde dieses Raufen immer gröber, härter und irgendwann kommt eine gewisse Aggression dazu,.... und das eben nicht aus Angst oder Konflikt sondern aus reinem Spaß an der Freude.

    Boxer haben die gleichen Schmerzen wie Menschen die sich sonst prügeln, lediglich die Bewertung/ Wahrnehmung ist anders. Es gibt also den Spaß an körperlicher Auseinandersetzung.
    Und jetzt komm mir bitte keiner und behaupte Faustschläge seien keine aggresive Handlungen.

    Jaja wieder ein Fall von es darf nicht sein,...
    Ich hatte hier einen Schäferwelpen, nie eine Schlägerei, keine Konflikt mit dem Menschen, der konnte trotzdem mit 6 Monaten auf den Hinterbeinen laufen weil er gerne mitmachen wollte, als sich zwei Jungs prügelten und das nicht aus Unsicherheit ;)

    Und nein es ist genau das was man als kompetenter Hundeführer tut, den Hund bei der Hand nehmen und sagen: Pass auf wir schauen uns dass jetzt an, vertrau mir, ist nicht schlimm. Und wenn es dir zu viel wird bin ich da, versprochen!
    Kann man auch ersetzen durch: pass auf geht dich nix an, blende es aus, du stehst da ebenso drüber wie ich!
    Oder : hey das Leben ist kein Ponnyhof, man kriegt nicht immer was man will, aber ich kann dir Alternative xy bieten
    Nix Ablenkung, nix Gehorsam im Sinne von extrem engen Verhaltensspielräumen.

    Ich hab nicht den Eindruck das dem so ist. Ich hab eher den Eindruck, dass sehr viele Menschen sehr viel Zeit investieren in alle möglichen Übungen und eben trotzdem scheitern.

    Sicher sind beide Extreme nicht der Goldstandart.
    Aber ich sag mal ganz zynisch mir wäre der selbstüberschätzende Hund lieber, aber das liegt wohl auch an meinem Hundegeschmack =)

    Es gibt auch einen Unterschied zwischen Hirnlosigkeit, die zu Planlosigkeit führt und Verbissenheit ;)
    Meine Kamikatze rennen nicht hirnlos über eine Klippe, arbeiten recht ruhig, aber wenn es für sie der einzige Weg ist gehen sie auch da runter, sie arbeiten eben auch mit Verletzungen weiter, weil sie es eben nicht spühren. Da ist nichts hysterisches, überdrehtes, oder planloses bei.

    Zitat

    Ihr weicht jetzt aber ganz hübsch vom Thema ab, Mädels... ;).

    Was Soveranität und Gelassenheit betrifft, die ja bei Pöblern eine Rolle spielt, würde ich nicht nur von genetischen Dispositionen (fehlgeleitete Zucht) und Training ausgehen.
    Hunde haben, genau wie Menschen, unabhängig von Vererbung, Aufzucht, Prägung, Training usw. auch eine Grundpersönlichkeit, einen Grundcharakter. Sicher werden Welpen von soveränen Eltern öfter auch selber souverän durch einen Teil Genetik und einen Teil Nachahmung. Sicher kann man auch bei Haltern und Hunden beobachten, wie sie sich ähnlich werden/sind, aber eben nicht nur.
    Wenn ich einen Hund habe, der einfach von seiner Persönlichkeit her eher schüchtern und zurückhaltend ist, dann kann ich das durch gute Prägung und Training mildern, ich kann den Hund dahin bringen, dass er sich zuverlässig an mir orientiert aber kein Training der Welt wird so einen Hund zu einem wirklich selbstständig souveränen Tier machen.
    Auch Training hat einfach Grenzen und sei es noch so gut.
    Das ist übrigens einer der Gründe warum ich die Dominanztheorie in dem Sinne, dass alle Hunde immer nur oben stehen wollte für Unfug halte. Ein Hund wie oben beschrieben hat kein Interesse daran den Chef zu machen, er ist froh wenn er sich orientieren kann und darf und läuft mit. Wird er allein gelassen mit einer Entscheidung kommt meistens nix vernünftiges dabei raus, weil völlig überfordert.
    Und bei so einem Hund sollte man auch nicht die Anforderung stellen, dass er eine selbständige (und in Kombi mit dem Menschen auch erwünschte) Form der Souveranität erreicht sondern vielmehr das nehmen was da ist und den Hund seinem Wesen entsprechend führen.


    :gut:
    Genau darum gehts doch

    Mir gehts hier nicht primär über Sinn und Unsinn von Diensthunden.
    Es ging mir darum dass es eben wirkliche Hunde gibt, die Spaß an einer Rauferrei haben, das Verhalten selbstbestätigend ist.
    Wieso sollten Hunde die sich an ihrem Hundeführer orientieren und von ihm lernen, dass Situationen die sie selber primär als bedrohlich empfanden völlig unspektakulär ist, diese Situationen ohne ihren Hundeführer schlimm finden?
    Ich hab auch keine Angst mehr vor Ziegen wenn ich alleine bin, weil ich als Kind einige Zeit vor ihnen mores hatte, nachdem mich eine umgerammt hatte, bloß weil meine Mutter mich immer wieder hingebracht hat und mir vermittelt hat: Alles halb so wild?
    Also ich brauch inzwischen keine Mutter mehr die mich wegen Ziegen bei der Hand nimmt.
    =)

    Ja es gibt auch bei Diensthunden Hunde die Versagen,ebenso wie es posttraumatische Belastungssyndrome beim Menschen nach extremen Situationen gibt.
    Aber deshalb gleich das Kind mit dem Bade aus zu schütten....
    Es gibt grottig schlechte Hundeführer ( wie beim Familienhundehalter auch), es gibt grottig schlechte Ausbildung( wie beim Familienhundehalter auch), , es wird auch hier an falscher Stelle gespart ( wie beim Familienhundehalter auch), es werden ungeeignete Wesen ausgesucht, oder falsche Teams ausgewählt.
    Und es sind gerade die rechtlastigen, weicheren Hunde OHNE Spaß an einer körperlichen Auseinandersetzung die Fersengeld geben und nicht die linkslastigen, harten ausgesprochen unsympathischen Hunde ;)
    Und noch eines Errare humanum est.
    Fehler werden gemacht, in manchen Bereichen sind sie tragischer, in anderen harmloser.
    Aber ich weiß, es kann nicht sein was nicht sein darf.
    Aber wenn es dich tröstet ich kenne persönlich einen ganzen Haufen Diensthunde, die in extremen Situationen nicht kneifen, vielleicht waren sie dabei nicht 100% politisch korrekt :D , aber sie haben die mannstoppende Wirkung definitiv erreicht.
    Und ganz ehrlich die Hoffen keine Einsatz zu haben, WEIL es unschön ist wenn ein Mensch von einem Hund gestoppt wird und vorallem weil sie so dumm sind und aus bloßer Sentimentalität an dem Köter hängen

    Grüße
    Krambambuli,
    die es bigott findet wenn Aggression negiert oder verteufelt wird

    Ich hab Erfahrungen mit Pathopsychologischen Abläufen ( schon von berufswegen) und nein es ist nicht so einfach dass Aggression immer ein Mangel an Selbstbewusstsein ist.
    Aggression hat schlicht eine sehr hohe selbstbestätigende Komponente (Serotonin, Adrenalin, Cortisolspiegel).
    Ein Diensthund der Dauerstress in Form von Disstress hat kann seinen Job in Extremsituationen ebenso wenige machen, wie ein Soldat, ein SEKmann, etc
    Es sind eben in ihre Arbeitsumfeld sehr stabile Persönlichkeiten und eben keine affektinkontinenten Soziopathen.

    Desweiteren ist es eben nicht so, dass ein Hund der sich am Hundeführer zu orientieren , alleine völlig sozialinkompetent und im Dauerstress wäre.
    Mir ist lieber mein Hund orientiert sich in Stresssituationen an mir und entscheidet dann: Alles halb so wild, geht mich nix an und bewertet dann ähnliche Situationen ähnlich, als dass ich meine Hund Monate/ Jahre durch irgendwelche mehr oder minder wirksame Desensibilisationsaktionen

    Wolli: Ich hatte nie einen Hund der wirklich leinengepöbelt hat, selbst die die ich als vermeindlichee Pöbler übernommen hab, von daher kann ich es vielleicht nicht beurteilen.
    Am Anfang der Arbeit benimmt sich der Hund sicherlich nur wel er sich beherrscht, aber wenn er eine echte Führerorientierung hat, dann wird er irgendwann entspannt und ruhig bleiben solang es der Hf tut.
    Also kein Gehorsam, sondern Beziehung.

    Was Spaß an Aggression angeht, so geben ich dir OHNE gentische Selektion völlig recht, aber der Mensch hat stark in die Verhaltensmuster unserer Hunde eingegriffen.
    Auch wenn es in die Gedankenwelt vieler Menschen nicht passen will, Aggression ist eine der stärksten Triebfedern eines Lebewesen
    Auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, es gibt auch Menschen die Spaß am Boxen, Kickboxen, Freefight haben, OHNE dass sie dissozial sind. ;)

    Ich stell jetzt mal die provokante These auf, dass es stinkefurzwurst ist wieso, weshalb, warum ein Hund pöbelt, denn der Kern ds Problems ist doch mangelnde Führerorientierung.
    Wenn ein Hund gelernt hat dass der/die Alte an der Angel das ganze schon im Griff hat und das jeglliche Aktion nur in Kooperation mit der/ dem läuft, wird der Hund nicht pöbeln.
    Wenn meine These falsch ist, wie arbeitet man dann eine Hund der aus purer Freud an einer gediegenen Schlägerreii reagiert?