Beiträge von Krambambuli

    Zitat

    Und sobald man weiß wo die aktuellen Grenzen liegen kann man dadran gezielt arbeiten.
    Zunächst immer schön am unteren Rand der Grenzen arbeiten, hier finde ich Erfolg sehr wichtig. Es muss sich hier schon Besserung zeigen, der Hund sollte auf dem Level immer desinteressierter am Reiz wirken bevor ich mich immer mehr Richtung Grenze bewege und diese dann auch nach oben verschieben kann.

    Das Gute ist:
    es ist trainierbar, man kann an der Reizschwelle drehen. Vermutlich nicht unbegrenzt aber doch genug um fast jeden Hund ziemlich unauffällig normal führen zu können.

    Der Witz ist:
    Ich sehe bei Alex Canes Hund nicht wirklich Stress oder so. Aus der gesamten Beschreibung von ihm bis hierher kann ich das von ihm als "typisch" bezeichnete Verhalten nicht erkennen.
    Was ich erkenne ist, dass die Hündin teilweise recht schwer ansprechbar ist und eher aufs zweite oder dritte Wort statt aufs Erste hört. Dazu ein Halter der hier schon etwas demotiviert/leicht gefrustet wirkt weil es nicht rund läuft.

    Und deshalb glaube ich mittlerweile, dass hier ein Kommunikationsproblem besteht. Alex, du bist viel zu verbissen, du willst das viel zu sehr... da fehlt Spaß, Freude. Und deshalb bist du auch gefrustet. Deine Hündin hat da keine Lust zu und amüsiert sich anderweitig.
    .


    :gut:

    Genau darum geht es knapt unter dem Kippunkt bleiben. Ich weiß selber, dasses gerade bei digitalen ( nicht analogen) Hunden schwer ist.

    Ich sehe auch ein Mischproblem aus Frustrtion des Hundeführers und mangelnde Reizschwelle.
    Die Frustration entsteht doch wenn man Ansprüche an einen Hund stellt die er nicht, oder noch nicht erfüllen kann.
    Nimm doch den Hund erstmal als das was er ist.
    Ich hab die Manthras eines guten Hundeführers entdeckt:
    1. Ich liebe diese Töle
    2. Es gibt nichts was irgendetwas daran ändert, wirklich nichts
    3. Jedes Problem dass sich uns stellt sehe ich als Herrausforderung, die wir als Team erarbeiten können.
    4. ich bin in der Lage über dem Fehlverhalten des Hundes zu stehen.
    die restlichen sind nicht mehr so relevant für die TS.
    Wenn ich diese Manthras nicht in völlig überzeugt gebetsmühlenartig wiederholen kann, sollte man dringend über seine Beziehung zum Hund nachdenken.

    Ich halte nichts von Ablenkung, denn das löst keine Probleme.
    Aber ich hab echt nur extrem wenige Hunde erlebt, die auf völlig normale Alltagsreize nicht mehr regulibar waren.
    Wenn ich den Hund natürlich ohne adequate Führung Triggersituationen oberhalb der Reizschwelle aussetze, tu ich ihm keinen Gefallen keine Frage.
    Klar ist es abhängig vom Hund, aber sicher kein Grund einen solchen Hund nur mit angezogener Handbremse zu fahren.

    bordy : oder das böse Getreide, die Pubertät, die achso schlimme Vergangenheit, etc :p

    Spannend, denn ich arbeite jetzt seit Jahren mit Malis und komischer weise sind die Abgabehunde, die über eine extrem niedrige Reizschwelle verfügen nicht die von denen verlangt wurde, dass sie sich beherrschen können und deren Triebe kanalysiert wurden.
    Seltsam ist auch dass genau diese Hunde durchaus in der Lage sind eine gewisse Reizschwelle zu entwickeln, wenn man sie gewissen Reizen aussetzt.
    Wenn wir schon von Stress und Lernen reden, so ist erwiesen dass ein gewisser Stresslevel sogar föderlich für die Lernkurve ;)
    Ich rede nicht von Hochziehen bis zum Ausklinken, aber ich verstehe schlicht diese ganze Stress und Triebphobie nicht.
    Es wird in der Wissenschaft ganz klar zwischen Dis und Eustress unterschieden. Ob eine Situation als Dis oder Eustress empfunden wird hängt maßgeblich von der Bewertung durch das Individuum ab und genau da sollte man ansetzen =) Es ist am Hundeführer, dem Hund zu zeigen wie man gewisse Situationen positiv bewerten kann.

    Ich liebe die Vorurteile gegen die Malis :roll:
    Bloß weil gewisse Hunde nicht von Lieschen Müller zu führen sind, sind sie noch lang nicht hypernervös noch aggro bis zum abwinken.
    Und ich bin langsam extrem genervt, dass bei jedem Hund mit schwachen Nerven einen Mali reindichtet, bzw sollte tatsächlich einer drin sein, liegt das natürlich ausschließlich an diesem Teil seiner Abstammung.

    Von Eckhard Lind gibt es wohl aus Marketinggründen keine freizugänglichen Videos.

    Was Trieb, Gas und den vermeindlichen Stress angeht, so halte ich die Vermeidetaktik für gefährlich.
    Es geht darum dem Hund bei zu bringen mit seinem Potential und den "kritischen" Situationen um zu gehen, das bedeutet aber dass man den Hund gezielt an die Grenze bringt. Wer vermeidet senkt aber die Reizschwelle, der hält krampfhaft den Deckel auf dem Topf, bis er doch in eine Situation kommt in der der Hund nur noch detonieren kann. Die Zeche zahlt der Hund.

    Beim Zerrspiel geht es nicht um unkontrolliertes Hetzen, sondern um sehr kontrollierten Trieb. Schau dir mal Eckhard Lind, dann wird dir einiges klar.

    Ich führe seit Jahren Malinois und hab Tierschutz für die Rasse und ansich sind die nicht hypernervös, schreckhaft und überdreht.

    Ich hatte meine Puppe zum erstenmal am Pferd dabei und muss sagen: Ein absoluter Traum!
    Man merkt den Hund kaum, er benimmt sich als hätte er nie was anderes getan :herzen2:
    Nur der " Tut-nix,-der-will-nur-spielen"-Labi war ätzend! Ich hatte noch darum gebeten, den Hund zu sichern, aber der rannte uns munter hinterher. Puppe hat ihn brav ignoriert, aber das Vieh hat null Respekt von Pferdebeinen!

    Na was passiert wenn der Hund unerwünschtes Verhalten / Ungehorsam zeigt?

    Was euer Zerrspiel angeht, so kann ich mir vorstellen, dass sie auf diese Art nicht Vollgas gibt.
    Es gibt nur wenige Hunde denen man das Zerrspiel nicht nahe bringen muss.
    Kennst du Eckhard Lind? Mir ist vieles zu übbertrieben was er macht, aber sein Zerrspiel ist wirklich gut

    Und noch eine Frage hab ich: Was genau bringt dich zu der Überzeugung, dass sie stark nach dem Mali schlägt?
    Also welche Eigenschaften?