Beiträge von Krambambuli

    Was die Bahn angeht so ist das steril und nur im Kreis rum, ich hab auch erlebt dass viele Windis bei coursingmaschinen deutlich besser anspringen.
    Ob es nun Windis gibt die auf echtes Wild besser ansprechen mag dahingestellt sein, Selektionsziel bei Greyhounds und vielen anderen Rassen ist, schnell auf der Bahn hinter etwas her zu hetzen, somit hinkt der Vergleich zu den Jagdgebrauchshunden, die ganz klar züchterisch darauf selektiert werden echtes Wild zu bejagen.
    Jaaaa ich weiß im europäischen Ausland sind auch Windhunde auf der Jagd eingesetzt...
    Ich hab auch nie bestritten, dass die meisten Hunde auch greifen würden, die Frage ist doch aber wo genau liegt der Schwerpunkt, bei welchem Teil der Jagd bekommt der Hund den Kick.
    Das hat nichts mir Kinderkacke zu tun, sondern mit genetischer Selektion.
    Ich hab wenig Windhunde, so passioniert stöbern und fährten sehen wie meine Pointermixhündin, der war die Witterung sogar wichtiger als der flüchtende Hase.
    Wären der Iw-mix meines Mannes als wir ihn bekamen radikal allem hinterher ist was sich schnell bewegte und kleiner war als er ( Kunststück)
    Ich hab noch keinen Galgo erlebt der mit der gleichen Verbissenheit eine Sau in die Ecke gestellt hat wie die DJT eines Bekannten.
    Worauf ich hinaus will, bloß weil mein Hund Beutetrieb hat muss er nicht gleich jagen gehen, bloß weil mein Hund gerne hetzt muss er nicht sobald abgeleint stunden lang stöbern, etc.

    Ps: Es gibt auch Gebrauchshunde ohne nenneswerten Beutetrieb, die sind aber unangenehm in der Ausbildung ;)

    Ganz einfach.
    Als XY-Trieb wird eine genetisch geförderte Veranlagung zu einer der Sequenzen des ursprünglichen Jagdverhalten, oder selten anderer genetisch fixierter Verhaltensweisen bezeichnet. Also welche Sequenz für den Hund eine extreme Priorität. Der Unterschied zwischen der Jagd ( also allen Sequencen) und dem Trieb ist, dass der Trieb eben nur eine , oder wenige Sequenzen betrifft, wärend andere ( fast komplett) ausgelassen werden.
    Als Triebmachen bezeichnet man das fördern dieser Triebe, also das "noch bedeutender machen".
    Ich kenne den Begriff Trieb aber auch vom Meutetrieb bei Jagdhunden, Hütetrieb bei Hütehunden, Hetztrieb bei Windhunden, etc.
    Hetztrieb hinter sich bewegenden Objekten herhetzen
    Meutetrieb das ausgeprägte Verlangen in einer Gruppe zu agieren
    Beutetrieb, der Drang zu greifen und zu "töten"
    Wehrtrieb ist wie Mannschärfe, eine nette Umschreibung für Aggression gegen Menschen.
    Fresstrieb ist die Motivationsfähigkeit über Futter.
    ...
    Wenn euch das Wort Passion besser gefällt, auch ok.
    Und ja jeder Trieb, wenn nicht gebahnt kann in echtem Jagdverhalten enden.

    Keiner meiner Hunde reißt irgendwem dem Futternapf aus der Hand und nein nur einer ist verfressen, aber ich hab ein Rudel und keine 2 Hunde zu dem immerwieder ein oder mehrere Pflegehunde zugeführt werden, da möchte ich Ruhe und Ordnung, da gehe ich kein Risiko ein, dass es da doch mal scheppert.
    Mir ist lieber, die Hunde sitzen und warten bis ich sie verbal freigebe, als dass es durch eine unbedachte Bewegung zum Stunk kommt, auch wenn meine Ta Tag und Nacht mit mir in den Op geht ;)

    Ich hab auch Malinois, Schäfer und einen X-welpen hier gehabt, keiner von denen hat jeden und alles gehasst.
    Das das alles keine Labis sind die sich mit überschwänglicher Freude auf jeden Menschen und jeden Hund stürzen um den tot zu knutschen, dass die auch schon im Alter von 8 Wochen recht kernig werden wenn ihnen etwas nicht passt, dass die vielleicht mehr Freude am Zerstöhrer und Demolieren habe und dass es bei denen auch schon in dem Alter mal recht handfest scheppern kann, das sie schon da glauben sie sind Gott persönlich überhaupt keine Frage.
    Aber keiner, wirklich keiner hat alles und jeden gehasst.
    Wenn ich natürlich fördere, dass mein Hund mit aggressivem Verhalten weiterkommt, wenn ich zu lasse, dass er lernt: "Retriever sind lernresistent, die lassen einen erst in Ruhe Grasbüschel töten, nachdem man sie Frauchen gebracht und ordentlich durchgeschüttelt hat", " wenn ich keinen Bock hab mir vom Tierarzt unsanft ins Maul schauen zu lassen, dann pack ich den in die Nase", oder ähnliches dann muss man sich nicht wundern.
    Man kann den Zwergen aber auch beibringen: "Pass mal auf Schatz, ich habs gesehen und für uninteressant befunden also halt die Füße still", "Süße,r du musst nicht spielen, aber lossegeln Hunde einkasssieren ist nicht" und " Mäusezähnchen, wenn ich sag der Ta darf, das wird das schon seine Richtigkeit haben"
    Nein es werden nie Hunde sein die man bedenkenlos jedem in die Hand drücken kann, aber sie können durchaus nett charmant und umgänglich sein.
    @ Night ich wette die geht auch einem falschen Hasen auf der Rennbahn hinterher, bei Windis geht es nicht um die Beute ( also Ball und Dummy ) und das Greifen, sondern um das Hetzen also gehen sie nur über längere Strecken flüchtenden Dingen passioniert hinterher

    Die Beißwurst selber ist doch nicht als Beuteobjekt genetisch fixiert, bei Gebrauchshunden ist der Drang zu greifen und zu "töten" extrem hochgezüchtet, denen ist eigentlich völlig egal in was sie hacken und was sie schütteln ( Hase, Handtuch, Hosenbein) Hauptsache sie bekommen ihren Endorphinrausch, dass ist Beutetrieb.
    Genauso wie es Windhunden völlig schnuppe ist was sie hetzen, hauptsache es ist schnell und sie kriegen ihren Kick.
    Ich kenne übrigends auch keinen vernünftigen Gebrauchshund der genetisch bedingt als Welpe schon die ganze Welt hasst. Ja es gibt linksgelagerte Hunde, die wenn du gewisse Bereiche förderst ohne ein adequates Gegengewicht zu bieten durchaus sich dauerhaft im Stellungskrieg wähnen, aber auch diese Hunde könnten recht umgänglich sein.
    Ich hab mehr als einen linkslastigen Hund hier gehabt, die rechtschnell sich von keinem die Butter vom Brot nehmen lassen , die auf die meisten Menschen verzichten könnten, aber hassen tun die keinen. :???:
    Was die nötige Härte für den Job amgeht so finde ich das nicht schlimm, solange der Hund eben hart ist und nicht hirnlos. Beispiel: ich hab Hunde kennen gelernt die würden gegen ne Wand springen wenn du da nen roten Punkt hinmalst und so tust als würdest du einen Ball werfen, dass ist hirnlos.
    Ein Hund der sich aber verletzt bei der Suche, aber dranbleibt um ans Ziel zu kommen imponiert mir.

    Ich behaupte mal ich habe die Hunde ( sage bewusst nicht Rasse) die zu mir passen.
    Ich nutze Ball und Wurfspiele gezielt zur Ausbildung um eben Ruhe in den Hund zu bringen, die Frage ist doch nicht ob, sondern wie und wieviel man spielt.
    Bei den Settern bin ich nicht ganz deiner Meinung, denn ich hab im Kontakt mit einigen Leuten die wirklich Ahnung und Erfahrung mit englischen Vorstehen haben immer wieder gehört, dass gerade die südländischen Setter rennen bis sie Umfallen und zwar unkontrolliert.
    Wer sich also einen solchen Hund importiert und das im Alter von über 1 Jahr kann eine böse Überraschung erleben.
    Der extremste Setter den ich kennen gelernt hab hat sich zu beginn die Füße blutig gerannt, wenn er irgendwie ausgekommen ist und stand wirklich bei jeder Amsel hysterisch kreischend in der Leine, inzwischen kann man ihn in übersichtlichen Gebieten ableinen, aber entspannt ist anders....
    Ich weiß nicht ob ich Lust, Nerven und Erfahrung genug hab um einen solchen Hund so zu führen, dass wir beide glücklich wären =)

    Ich will nicht auf Junkey heraus, sondern gehe auf Aussagen über "Triebsäue" ein, die angeblich aufgrund ihrer trieblichen Veranlagung einen eigentlich nicht zu kontrollierenden Jagdtrieb haben.
    Für mich ist genau das Gegenteil der Fall.
    Beute kann ich kontrollieren, dosieren und timen und wenn die Beißwurst, der Ball, etc für den Hund viel höher in der Wertigkeit stehen, als echtes Wild so ist das doch nur von Vorteil.
    Ich weiß, dass meine Hunde wenn sie vorm mit dem Spielzeug fuchtelnden Mann ihr Fahrwerk einfahren, dann weiß ich dass sie definitiv vor Wild runter gehen.

    Aber wenn wir jetzt schon von den Bj reden, so bezweifle ich nicht, dass das eine deutliche Einschränkung im Lebe eines Hundes darstellt, aber wie sieht das mit extremem Jagdverhalten aus?
    Ich kenne einen Setter der sobald er draußen war nur noch am scannen war und bei jeder Amsel kreischend in der Leine stand.
    Ich kenne Hunde die Minuten lang nicht ansprechbar sind nach Katzensichtung und scannen innerhalb der Siedlung nur noch.
    Was ist mit diesen Hunden? Ist das nicht auch eine Art Sucht?